Der US-Schauspieler Nicholas Brendon, bekannt aus der Kultserie Buffy – Im Bann der Dämonen, ist im Alter von 54 Jahren gestorben. Das bestätigte seine Familie in einer Erklärung, die in sozialen Netzwerken veröffentlicht wurde. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf ВВС.
Nach Angaben der Angehörigen sei der Schauspieler im Schlaf eines natürlichen Todes gestorben. In der Erklärung bezeichnete die Familie ihn als „leidenschaftlichen und einfühlsamen Menschen“, der seiner kreativen Arbeit tief verbunden gewesen sei.
Für Menschen, die ihn persönlich kannten, sei seine Kunst stets ein Spiegel seiner Persönlichkeit gewesen. In den letzten Jahren habe er sich verstärkt der Malerei und anderen künstlerischen Projekten gewidmet.
Rolle in der Kultserie
Bekannt wurde Brendon vor allem durch seine Rolle als Xander Harris, den engen Freund der Hauptfigur, gespielt von Sarah Michelle Gellar.
Die Serie lief sieben Staffeln lang von 1997 bis 2003 und entwickelte sich zu einem der prägendsten Fernsehformate ihrer Zeit.
Nach Bekanntwerden seines Todes veröffentlichte Gellar einen Beitrag in sozialen Medien, in dem sie einen bekannten Monolog seiner Serienfigur zitierte. Darin schrieb sie, dass sie sich an ihren Kollegen erinnere und hoffe, dass er „Frieden gefunden hat“.
Reaktionen von Kollegen
Auch seine Serienkollegin Alyson Hannigan reagierte mit einem Beitrag auf Instagram. Darin dankte sie Brendon für die gemeinsamen Jahre der Zusammenarbeit und erinnerte sich an zahlreiche gemeinsame Momente.
Für seine Rolle in der Serie wurde Brendon dreimal für den Saturn Award nominiert. Zwei Nominierungen erhielt er als bester Hauptdarsteller in einer Fernsehserie, eine weitere als bester Nebendarsteller.
Sein Zwillingsbruder Kelly Donovan Schulz war ebenfalls an der Produktion beteiligt und arbeitete in zwei Episoden als Stand-in für den Schauspieler.
Weitere Rollen im Fernsehen und Kino
Nach dem Ende von „Buffy“ setzte Brendon seine Karriere im Fernsehen fort. Er übernahm Rollen in mehreren Serien, darunter Criminal Minds, Private Practice und Kitchen Confidential.
Auch im Kino war er zu sehen, etwa in den Filmen Psycho Beach Party, Big Gay Love und Redwood.
Gesundheitsprobleme und Engagement
Der Schauspieler sprach offen über gesundheitliche Probleme. In der Vergangenheit erlitt er einen Herzinfarkt und unterzog sich zwei Wirbelsäulenoperationen wegen des Cauda-equina-Syndroms, einer seltenen Erkrankung, die Bewegungsfähigkeit sowie Blasen- und Darmfunktionen beeinträchtigen kann.
Brendon litt zudem an Stottern und setzte sich öffentlich für Menschen mit dieser Sprachstörung ein. Dabei arbeitete er mit dem American Institute for Stuttering zusammen.
Außerdem sprach der Schauspieler wiederholt über seine früheren Probleme mit Drogenabhängigkeit, Alkoholismus und psychischer Gesundheit.
Nach Angaben seiner Familie befand sich Brendon zuletzt in Behandlung, nahm verschriebene Medikamente ein und blickte optimistisch in die Zukunft.
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