In München wird nach vorläufigen Ergebnissen der zweiten Runde der Oberbürgermeisterwahl ein Kandidat der Partei Bündnis 90/Die Grünen das Amt übernehmen. Dominik Krause gewann klar gegen den amtierenden Oberbürgermeister Dieter Reiter von der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD). Reiter erkannte seine Niederlage an. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf tagesschau.
Nach Auszählung der Stimmen am 22. März 2026 erhielt Krause 56,4 % der Stimmen, während Reiter 43,6 % erreichte. Reiter, der zwölf Jahre im Amt war, erklärte vor seinen Anhängern, dass er Fehler gemacht habe und kündigte sein Ausscheiden aus der Politik an.
Krause, 35 Jahre alt, promovierter Physiker, verheiratet und zwölf Jahre lang im Stadtrat tätig, bezeichnete die Wahl als „Neuanfang“ für die Stadt. Er dankte den Wählern für ihr Vertrauen.
Der Sieg bedeutet einen historischen Machtwechsel in München, wo die SPD seit mehr als vier Jahrzehnten den Oberbürgermeister stellt.
Bei den gleichen Kommunalwahlen kam es in weiteren bayerischen Städten und Regionen zu Veränderungen:
– In Nürnberg setzte sich der amtierende Oberbürgermeister Markus König von der CSU im zweiten Wahlgang mit 55,5 % der Stimmen durch.
– In Augsburg gewann der SPD-Kandidat Florian Freund die Stichwahl mit rund 56,6 % der Stimmen gegen die amtierende OB Eva Weber (CSU).
– In Regensburg siegte der SPD-Bewerber Thomas Burger mit 53,2 % gegen seine CSU-Herausforderin.
In Bamberg verlor der Grünen-Kandidat Jonas Gluzenkamp die zweite Runde, und in Kempten wurde der CSU-Amtsinhaber durch Christian Schoch von den Freien Wählern mit 55 % der Stimmen abgelöst.
In Oberbayern gewann Daniela Gross als einzige Kandidatin der Grünen das Amt der Landrätin im Landkreis Landsberg am Lech mit 61,5 % der Stimmen. In verschiedenen anderen Landkreisen setzten sich Bewerber der CSU oder der Freien Wähler durch.
Diese Ergebnisse zeigen einen deutlichen Wandel in der lokalen Politlandschaft in Bayern bei den Kommunalwahlen 2026.
