In den USA ist einer der langwierigsten Vermisstenfälle aufgeklärt worden: Ein 13-jähriges Mädchen, das 1994 verschwand, wurde nach mehr als drei Jahrzehnten lebend gefunden. Die Ermittlungen, die lange ohne Ergebnis geblieben waren, wurden erst kürzlich wieder aufgenommen. Dies führte zu einem unerwarteten Durchbruch – die Behörden identifizierten eine Frau, die sich als das damals vermisste Mädchen herausstellte. Sie lebte all die Jahre unter einem anderen Namen. Weitere Details bleiben begrenzt. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Вild.
Verschwinden im Jahr 1994: Hintergründe des Falls
Am 15. Mai 1994 verschwand die 13-jährige Christina Marie P. in der kleinen Ortschaft Star Valley im US-Bundesstaat Arizona. Zuletzt wurde sie gesehen, als sie sich zu einem Stall begab, in dem ihr Pferd untergebracht war. Laut Polizei trug sie ein weißes T-Shirt und bunte Shorts.

Nach ihrem Verschwinden wurde eine groß angelegte Suchaktion gestartet. Freiwillige und Einsatzkräfte durchkämmten die Umgebung, während ihr Foto landesweit verbreitet wurde. Als wahrscheinlichste Version galt zunächst eine Entführung durch eine fremde Person. Ermittler hielten es für unwahrscheinlich, dass das Mädchen allein weit gekommen sein könnte.
Der Fall wurde später als sogenannter „Cold Case“ eingestuft, jedoch nie endgültig geschlossen. Über die Jahre hinweg gab es immer wieder neue Überprüfungen und öffentliche Fahndungsaufrufe.
Wiederaufnahme der Ermittlungen und Identifizierung
Anfang April 2026 nahmen Ermittler die Arbeit an dem Fall erneut auf. Im Zuge der Überprüfung stießen sie auf eine 44-jährige Frau, deren Erscheinungsbild mit den altersbedingten Veränderungen des vermissten Mädchens übereinstimmte.
Nach weiteren Identifizierungsmaßnahmen wurde bestätigt, dass es sich um dieselbe Person handelt, die 1994 verschwunden war. Damit fand ein über 30 Jahre andauernder Vermisstenfall ein faktisches Ende.
Nach Angaben der Polizei lebte die Frau unter einem anderen Namen und hatte inzwischen eine eigene Familie gegründet. Kontakte zu ihrer Vergangenheit hielt sie kaum aufrecht.
Was über ihr Leben nach dem Verschwinden bekannt ist
Ermittler stellten fest, dass das Mädchen zum Zeitpunkt ihres Verschwindens bei Verwandten lebte. Einer Version zufolge verließ sie den Aufenthaltsort eigenständig. Als möglicher Grund wird genannt, dass sie sich in ihrem Umfeld unwohl fühlte.
Die Behörden bestätigten zudem, dass die Frau über Jahrzehnte hinweg ein eigenständiges Leben unter anderer Identität führte. Sie trat nicht öffentlich als vermisste Person in Erscheinung und suchte keinen Kontakt zu ihrer Familie.
Der Fall blieb all die Jahre offen, jedoch ohne konkrete Fortschritte. Erst die erneute Überprüfung führte zur Feststellung ihres Aufenthaltsortes.
Eingeschränkte Informationen und Stellungnahme der Polizei
Die Strafverfolgungsbehörden erklärten, dass keine weiteren Details veröffentlicht werden. Dies diene dem Schutz der Privatsphäre der Frau und ihrer Familie.
Nach der Bestätigung ihrer Identität wurde ihr Eintrag aus der nationalen Datenbank für vermisste Kinder entfernt. Der Fall gilt damit als abgeschlossen.
Die Polizei betonte, dass es keine weiteren Angaben zu den Umständen ihres Verschwindens oder zu ihrem Leben in den vergangenen Jahrzehnten geben werde.
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