Der frühere deutsche Nationalspieler Kevin Behrens stand bei einem Testspiel seines Vereins FC Lugano gegen Viktoria Pilsen im Mittelpunkt eines handfesten Skandals. Die Partie fand im spanischen Benidorm statt und endete mit einer 2:4-Niederlage für den Schweizer Klub. Im Fokus stand jedoch weniger das sportliche Ergebnis als vielmehr das Verhalten des 34-jährigen Stürmers. In der Schlussphase der Begegnung verlor Behrens völlig die Kontrolle. Die Szene wurde live im Stream übertragen und sorgte unmittelbar für Empörung. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Вild.
Eskalation auf dem Spielfeld
In der 72. Minute kam es zu einem unerklärlichen Zwischenfall. Behrens, der zu diesem Zeitpunkt im Ballbesitz war, lief plötzlich auf seinen Teamkollegen Georgios Koutsias zu. Ohne erkennbaren Anlass stieß er den 21-Jährigen zu Boden. Unmittelbar danach beschimpfte er ihn lautstark. Seine Worte waren deutlich in der Liveübertragung zu hören und sorgten für Irritation bei Zuschauern und Mitspielern gleichermaßen.
Eingreifen der Mitspieler und Auswechslung
Teamkollege Uran Bislimi schritt ein, um die Situation zu beruhigen und die beiden Spieler zu trennen. Koutsias blieb nach dem Vorfall zunächst auf dem Rasen sitzen. Behrens entfernte sich anschließend in Richtung Seitenlinie. Dort signalisierte er mit Gesten, dass er ausgewechselt werden wolle. Beim Weggehen rief er seinem Mitspieler erneut ein scharfes „Halt den Mund!“ zu, weitere Aussagen waren aufgrund der Tonqualität nicht klar zu verstehen.
Stellungnahme des FC Lugano
Der FC Lugano reagierte noch am selben Tag mit einer offiziellen Erklärung. Der Klub verurteilte den Vorfall ausdrücklich und kündigte eine interne Aufarbeitung an. In der Mitteilung hieß es, dass der Zwischenfall innerhalb des Vereins geprüft werde. Zudem wolle die Klubführung entscheiden, welche disziplinarischen Maßnahmen gegenüber den beteiligten Spielern zu ergreifen seien. Konkrete Sanktionen wurden zunächst nicht genannt.
Vorgeschichte des Angreifers
Der Vorfall reiht sich in eine Serie kontroverser Episoden rund um Kevin Behrens ein. Bereits einige Monate zuvor hatte er für Schlagzeilen gesorgt, als er sich weigerte, ein Regenbogen-Trikot seines früheren Vereins VfL Wolfsburg zu unterschreiben. Damals hatte seine Wortwahl eine breite öffentliche Debatte ausgelöst. Behrens stand von Januar 2024 bis zum Sommer 2025 bei Wolfsburg unter Vertrag. Seit dem Sommer spielt er für den FC Lugano, wo sein aktueller Auftritt nun erneut für Diskussionen sorgt.
