Die US-amerikanische Skirennläuferin Lindsey Vonn (41) erlitt einen schweren Unfall beim Weltcup-Speedrennen in Crans-Montana, Schweiz. Die Athletin, die als Sechste startete, verlor auf einem gefährlichen Streckenabschnitt die Kontrolle über ihre Ski und prallte gegen das Sicherheitsnetz. Sie lag mehrere Minuten regungslos im Schnee, bevor sie per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht wurde. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Вild.
Absage des Rennens nach mehreren Unfällen
Vonn war bereits die dritte Fahrerin, die auf dieser Streckenstelle stürzte; zuvor hatten Nina Ortlieb und Marte Monsen ähnliche Unfälle. Aufgrund dieser Zwischenfälle sagten die Organisatoren das Weltcup-Rennen ab. Fernsehaufnahmen zeigten, wie Vonn in eine Decke gehüllt zum Hubschrauber transportiert wurde. Trotz Versuchen, selbst bis ins Ziel zu fahren, war medizinischer Transport notwendig, um schnell Hilfe zu leisten.
Reaktionen von Experten und Teilnehmerinnen
ZDF-Experte Marko Büchel kommentierte die Situation: „Ich verstehe nicht, warum das Rennen wegen Sichtproblemen abgesagt wurde. Es gibt keinen Nebel, die Strecke ist gut einsehbar, die Athletinnen am Start waren überrascht.“ Auch andere Teilnehmerinnen, die auf ihren Start warteten, zeigten Unverständnis über die Entscheidung der Organisatoren.
Vorbereitung auf Olympia und Verletzung von Vonn
Dieser Weltcup-Lauf war die letzte ernsthafte Vorbereitung von Vonn auf die Olympischen Winterspiele in Mailand, die am 8. Februar beginnen. Das Ausmaß ihrer Verletzung ist derzeit noch unklar. Vonn war im letzten Jahr nach einer teilweisen Kniegelenksoperation am rechten Knie zurückgekehrt, doch Berichten zufolge wurde bei dem Sturz nun das andere Knie verletzt, auf das sie sich beim Abfahrtfahren gestützt hatte.
Die US-Amerikanerin, dominierend im Weltcup in dieser Saison, sollte beim Olympia-Speedrennen eine der Hauptprotagonistinnen sein. Der Unfall in Crans-Montana stellte eine ernsthafte Herausforderung dar und veranlasste die Organisatoren, die Sicherheit auf der Strecke vor Olympia kritisch zu prüfen.
