Die 36-jährige Dressurreiterin Lisa Müller hat erklärt, dass sie sich nicht mehr daran störe, häufig als „Spielerfrau“ bezeichnet zu werden. Anfangs habe sie versucht, sich von dieser Zuschreibung zu distanzieren und ihre eigene sportliche Laufbahn in den Vordergrund zu stellen. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf spiegel.
Sie habe lange dagegen angekämpft und betont, dass sie mehr sei als nur die Ehefrau eines Fußballprofis. „Ich habe gesagt: Ich bin mehr als das, ich kann reiten“, so Müller. Inzwischen sei ihr diese Einordnung gleichgültig.
Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Bamberg gemeinsam mit der Oberbürgermeisterkandidatin Melanie Huml sagte Müller, sie nehme die Situation heute teilweise mit Humor. Häufig werde sie als „die Unwissendste im Raum“ wahrgenommen. Gerade darin sehe sie jedoch einen Vorteil: Im direkten Gespräch könne sie ihr Gegenüber positiv überraschen.
Müller ist seit 2009 mit dem früheren deutschen Nationalspieler und Weltmeister von 2014 Thomas Müller verheiratet. Nach seinem Abschied vom FC Bayern München setzt er seine Karriere beim MLS-Klub Vancouver Whitecaps fort. Das Paar führt derzeit eine Fernbeziehung.
Sie selbst ist in Bayern geblieben und leitet weiterhin das gemeinsame Gestüt in Wettlkam. Die Entscheidung, auf zwei Kontinenten zu arbeiten, sei nicht leicht gefallen. Zur Debatte gestanden habe jedoch nie, den Betrieb für ein Jahr unbeaufsichtigt zu lassen.
Neben dem Sport interessiert sich Müller nach eigenen Angaben für Wirtschaft und Politik. Im Herbst absolvierte sie ein Kurzpraktikum im Bayerischen Landtag, im Dezember trat sie der Christlich-Soziale Union (CSU) bei.
Die im Landkreis Miesbach aufgewachsene Müller berichtete zudem, dass sie in ihrem Heimatwahlkreis gefragt worden sei, ob sie kandidieren wolle. Sie habe sich jedoch nicht dazu entschließen können, da sie befürchtete, fachlich noch nicht ausreichend vorbereitet zu sein.
Sie könnten interessiert sein: Amber Glenn durch „Null-Punkte“-Regel bei OI 2026 betroffen
