Die Organisatoren der Weltmeisterschaft Formel 1 sowie die Internationale Automobil-Föderation (FIA) haben die Absage von zwei Saisonrennen im Nahen Osten angekündigt. Betroffen sind der Große Preis von Bahrain und der Große Preis von Saudi-Arabien. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Associated Press.
Nach Angaben internationaler Nachrichtenagenturen wurde die Entscheidung aufgrund der verschlechterten Sicherheitslage in der Region im Zusammenhang mit dem Krieg gegen den Iran getroffen. Die Veranstalter erklärten, dass mögliche Risiken für Fahrer, Teams und Personal ein entscheidender Faktor bei der Entscheidung gewesen seien.
In einer Erklärung der Formel 1 heißt es, dass mehrere alternative Optionen geprüft worden seien. Letztlich habe man jedoch beschlossen, die Rennen im April nicht durchzuführen und keine Ersatzveranstaltungen in den Kalender aufzunehmen.
Rennen waren für Mitte April geplant
Laut ursprünglichem Rennkalender sollte der Große Preis von Bahrain am 12. April stattfinden. Eine Woche später, am 19. April, war der Große Preis von Saudi-Arabien auf dem Stadtkurs in Dschidda vorgesehen.
Der Präsident und Geschäftsführer der Formel 1 Stefano Domenicali erklärte, die Entscheidung sei schwierig gewesen, angesichts der aktuellen Lage im Nahen Osten jedoch notwendig.
Er betonte, dass verschiedene Szenarien sorgfältig geprüft worden seien, die Durchführung der Rennen unter den derzeitigen Bedingungen jedoch als nicht verantwortbar bewertet worden sei.
FIA bestätigt: Keine Ersatzrennen im April
Auch die FIA bestätigte, dass die beiden geplanten April-Rennen nicht stattfinden werden. Die Föderation erklärte, dass bei der Entscheidungsfindung die Sicherheit der gesamten Motorsportgemeinschaft oberste Priorität gehabt habe.
FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem erklärte, dass die Organisation die Risiken aufgrund der angespannten Lage in der Region nicht ignorieren könne. Nach eingehender Prüfung sei daher beschlossen worden, die Veranstaltungen abzusagen und keine kurzfristigen Alternativen in den Rennkalender aufzunehmen.
Spannungen in der Region wirken sich auf internationale Veranstaltungen aus
Berichten internationaler Medien zufolge gehören Bahrain und Saudi-Arabien zu den Ländern, die von der Eskalation des Konflikts betroffen sind. Hintergrund sind Vergeltungsmaßnahmen Teherans nach einer Reihe von Angriffen auf den Iran, an denen nach Medienberichten die USA und Israel beteiligt gewesen sein sollen.
Aufgrund der Sicherheitslage überprüfen internationale Organisationen derzeit die Durchführung großer Veranstaltungen im Nahen Osten, darunter auch Sportevents.
Zukunft des Konflikts bleibt ungewiss
US-Präsident Donald Trump erklärte in den vergangenen Tagen mehrfach, Washington habe im Konflikt mit dem Iran bereits bedeutende Erfolge erzielt. Zugleich betonte er, dass die Operation noch nicht abgeschlossen sei.
Nach Informationen des Wall Street Journal erwägt die US-Regierung, die militärischen Operationen noch mehrere Wochen fortzusetzen. Gleichzeitig berichtete Reuters, dass die US-Administration Vorschläge mehrerer Staaten aus dem Nahen Osten für Gespräche über ein Ende des Konflikts abgelehnt habe.
In einem Interview mit NBC sagte Trump, er sei derzeit noch nicht bereit für ein Abkommen, obwohl der Iran Interesse an Verhandlungen signalisiert habe.
Sie könnten interessiert sein: Deutschland startet mit starkem Team zu den 50. Paralympischen Winterspielen
