Der ehemalige Weltklasse-Spieler und Trainer des belarussischen Klubs „Meshkov Brest“, Eduard Koksharov, ist tot in seinem Hotelzimmer aufgefunden worden. Die Tragödie ereignete sich am 1. April 2026, nachdem er nicht zum gemeinsamen Frühstück mit der Mannschaft erschienen war. Sein Tod kam für Kollegen unerwartet und löste große Bestürzung in der Handballwelt aus. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Вild.
Umstände des Todes und Reaktion des Klubs
Im Team hieß es, das Fernbleiben des Trainers bei der morgendlichen Zusammenkunft habe zunächst keinen Anlass zur Sorge gegeben. Später wurde er leblos in seinem Hotelzimmer entdeckt. Vorläufigen Angaben zufolge könnten ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt die Todesursache gewesen sein, endgültige Ergebnisse stehen noch aus.
Der Klub „Meshkov Brest“ erklärte, Koksharov sei eine zentrale Persönlichkeit gewesen und habe die Entwicklung der Mannschaft maßgeblich geprägt. Sein Tod werde als großer Verlust für die gesamte Handballgemeinschaft bewertet.
Karriere: vom Spieler zum Trainer
Eduard Koksharov galt als einer der besten linken Flügelspieler der Welt. Seine Profikarriere begann er beim SKIF Krasnodar, später wechselte er zum slowenischen Verein „Celje“, wo er große Erfolge feierte.
Mit Celje gewann er achtmal die nationale Meisterschaft und 2004 die EHF Champions League. Zudem wurde er zweimal russischer Meister mit „Tschechowskie Medwedi“.
Koksharov bleibt der einzige russische Handballspieler mit mehr als 1000 Toren für die Nationalmannschaft – insgesamt erzielte er 1110 Treffer in 226 Spielen.
Erfolge mit der Nationalmannschaft
Mit der russischen Auswahl gewann er 1997 die Weltmeisterschaft sowie die Olympischen Spiele 2000. Darüber hinaus holte er Silber bei der Weltmeisterschaft 1999 und bei der Europameisterschaft 2000.
Bei den Olympischen Spielen 2004 gewann er Bronze. 1999 wurde er Torschützenkönig der Weltmeisterschaft. Zwischen 2001 und 2007 wurde er mehrfach als bester linker Flügelspieler bei Welt- und Europameisterschaften ausgezeichnet.
Trainerlaufbahn und Privatleben
Nach dem Ende seiner aktiven Karriere wechselte Koksharov auf die Trainerbank. Von 2017 bis 2020 war er Cheftrainer der russischen Nationalmannschaft. Mit „Meshkov Brest“ gewann er die belarussische Meisterschaft, den Pokal, den Supercup sowie die SEHA-Liga.
Er hinterlässt eine Ehefrau und zwei Kinder. Sein Sohn Alexander Koksharov ist Profifußballer beim FC Krasnodar.
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