Die Lego Group hat den Smart Brick vorgestellt — einen neuen „intelligenten“ Baustein, den das Unternehmen selbst als die bedeutendste Weiterentwicklung des Lego-Systems der letzten 50 Jahre bezeichnet. In einem klassischen 2×4-Stein steckt ein vollwertiger Mini-Computer mit zahlreichen Sensoren. Die ersten Sets mit dieser Technologie kommen am 1. März 2026 in den Handel. Ihre Premiere feierte die Neuheit auf der CES 2026. Die Startlinie ist dem Star-Wars-Universum gewidmet. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Тheverge.
Was ist der Smart Brick und wie funktioniert er
Der Smart Brick ist ein programmierbares Element, das auf „smarte“ NFC-Tags, andere Smart Bricks sowie spezielle Minifiguren reagiert. Bei der Interaktion spielt der Stein Geräusche, Lichteffekte und Musik ab und synchronisiert Aktionen zwischen mehreren Modellen. In den Star-Wars-Sets äußert sich das durch Lichtschwert-Sounds, Triebwerksgeräusche von Raumschiffen, Blaster-Effekte und bekannte Musikfragmente. Die Steine erkennen automatisch Ausrichtung und Position zueinander. So lassen sich etwa Kampfszenarien zwischen Schiffen auslösen oder Effekte abhängig von den Aktionen der Spieler verändern.
Sensoren, kabelloses Laden und Bluetooth-Netzwerk
Im Inneren des Smart Brick arbeiten Licht-, Geräusch- und Inertialsensoren, die Bewegung, Neigung und Gesten erfassen. Die Steine bilden ein Bluetooth-Netzwerk und „wissen“ dadurch, wo sich andere Bauelemente befinden. Geladen wird kabellos über eine spezielle Plattform, die mehrere Steine gleichzeitig mit Energie versorgen kann. Lego betont, dass der integrierte Akku selbst nach mehreren Jahren ohne Nutzung funktionsfähig bleibt. Firmware-Updates erfolgen über eine Smartphone-App.
Ohne Kameras und künstliche Intelligenz
Laut Lego ist der Smart Brick weder mit Kameras ausgestattet noch nutzt er künstliche Intelligenz. Dadurch ist er nicht mit Lego-Mario-Platten kompatibel, die Farben und Codes scannen. Das integrierte Mikrofon dient lediglich als zusätzlicher Sensor, etwa um Effekte durch Pusten oder laute Geräusche auszulösen. Nach Angaben des Unternehmens werden keine Audiodaten aufgezeichnet oder gespeichert, sondern nur Signale in Echtzeit verarbeitet.
Die ersten Lego-Star-Wars-Sets mit Smart Brick
Zum Start erscheinen drei Sets mit unterschiedlicher Ausstattung. Das Set „Darth Vaders TIE-Jäger“ für 70 US-Dollar umfasst 473 Teile, einen Smart Brick, einen smarten Schiff-Tag und eine intelligente Darth-Vader-Minifigur. „Luke’s Red Five X-Wing“ für 100 US-Dollar besteht aus 584 Teilen, einem Smart Brick, fünf Tags sowie Minifiguren von Luke und Leia. Das teuerste Set für 160 US-Dollar enthält 962 Teile, zwei Smart Bricks, mehrere smarte Tags und die Figuren Luke, Imperator Palpatine und Darth Vader.
Modellgröße und weitere Pläne
Die neuen Modelle fallen deutlich kleiner aus als klassische Lego-Star-Wars-Raumschiffe im Minifiguren-Maßstab. Lego räumt ein, dass der Einsatz des Smart Brick den Preis der Sets erhöht. Gleichzeitig sieht das Unternehmen die Technologie als langfristige Plattform. Bereits 2024 wurde sie in ausgewählten Lego-City-Sets getestet. Laut Lego soll Smart Play künftig durch Updates, neue Produkte und zusätzliche Technologien weiter ausgebaut werden — der Start beschränkt sich zunächst auf das Star-Wars-Thema.
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