Amazon beginnt mit der ersten Phase der Einführung seiner grundlegend überarbeiteten Fire-TV-Plattform, die auf generativer künstlicher Intelligenz basiert. Nach der Vorstellung einer neuen Benutzeroberfläche, einer neu gestalteten mobilen App und des KI-Assistenten Alexa+ am 5. Januar wurde bestätigt, dass der Fire TV Stick 4K Max als erstes Verbrauchergerät das Update erhält. Der Start des neuen Systems ist für Februar 2026 vorgesehen, weitere Geräte folgen im Frühjahr. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf WP Times.
Warum der Fire TV Stick 4K Max zuerst aktualisiert wird
Amazon hat sich bewusst für den Fire TV Stick 4K Max als Startpunkt entschieden. Das Gerät kombiniert die aktuell leistungsstärkste Hardware der Fire-TV-Reihe mit Wi-Fi-6E-Unterstützung und einem schnelleren Prozessor. Diese Ausstattung ermöglicht es, die neue Software-Architektur ohne Leistungseinbußen zu betreiben. Laut Amazon eignet sich der Stick besonders gut, um die neuen KI-Funktionen unter realen Nutzungsbedingungen einzuführen, bevor sie auf weitere Fernseher ausgeweitet werden.
Was sich mit der neuen Fire-TV-Oberfläche ändert
Auslöser für den Umbau war eine zentrale Erkenntnis: Nutzer verbringen immer mehr Zeit mit der Suche nach Inhalten. Interne Analysen und Daten von Gracenote zeigen, dass Haushalte inzwischen durchschnittlich rund zwölf Minuten benötigen, um sich für einen Film oder eine Serie zu entscheiden. Die neue Fire-TV-Oberfläche soll dieses Problem reduzieren, indem Inhalte nicht mehr nach einzelnen Apps getrennt dargestellt werden. Filme, Serien, Live-TV, Sport und Nachrichten erscheinen gebündelt in thematischen Bereichen, die Ergebnisse aus allen installierten Diensten zusammenführen.
Technische Optimierungen und höhere Geschwindigkeit
Für die neue Plattform hat Amazon große Teile des Fire-TV-Codes neu geschrieben. Nach Angaben des Unternehmens führt dies in vielen Bereichen zu einer Geschwindigkeitssteigerung von 20 bis 30 Prozent. Ladezeiten von Kacheln, Suchanfragen und Scroll-Vorgänge wurden spürbar verkürzt. Besonders deutlich zeigen sich diese Verbesserungen auf dem Fire TV Stick 4K Max, der von der leistungsfähigeren Hardware und der schnelleren Netzwerkverbindung profitiert.
Alexa+ bringt KI direkt in die TV-Suche
Ein zentrales Element der neuen Plattform ist Alexa+. Der überarbeitete Sprachassistent versteht natürliche Sprache und kontextbezogene Anfragen deutlich besser als frühere Versionen. Nutzer können Inhalte beschreiben, statt feste Befehle zu verwenden, etwa bei der Suche nach bestimmten Genres oder Schauspielern. Eine weitere Neuerung ist die szenenbasierte Navigation: Auf Wunsch springt Fire TV direkt zu bestimmten Momenten eines Films oder einer Serie. Amazon gibt an, dass Alexa+ auf Fire TV bereits mehr als doppelt so häufig genutzt wird wie die vorherige Alexa-Version.
Fire TV als Steuerzentrale für das Smart Home
Mit dem Update positioniert Amazon Fire TV stärker als Schaltzentrale für das vernetzte Zuhause. Über ein Schnellmenü lassen sich Audio- und Bildeinstellungen, Beleuchtung, Thermostate und Sicherheitskameras steuern. Nutzer können so beispielsweise Kamerabilder abrufen oder das Licht dimmen, ohne den laufenden Inhalt zu verlassen. Damit entwickelt sich der Fire TV Stick 4K Max von einem reinen Streaming-Gerät zu einem zentralen Steuerpunkt im Wohnzimmer.
Neues mobiles Fire-TV-App-Erlebnis
Parallel zur TV-Software wurde auch die mobile Fire-TV-App neu aufgelegt. Sie erlaubt es, Inhalte unterwegs zu entdecken, Wiedergabelisten zu verwalten und das Abspielen auf dem Fernseher aus der Ferne zu starten. Amazon reagiert damit auf veränderte Sehgewohnheiten, bei denen Empfehlungen zunehmend über soziale Netzwerke, Messenger oder Gespräche entstehen – und nicht mehr ausschließlich vor dem Fernseher.
Ember Artline erweitert das Fire-TV-Ökosystem
Ein weiterer Bestandteil der neuen Strategie ist Ember Artline, ein 4K-QLED-Fernseher mit mattem, reflexionsarmem Display und rahmenähnlichem Design. Im Ruhezustand zeigt das Gerät Kunstwerke oder persönliche Fotos an und passt sich dank Bewegungssensoren automatisch an die Nutzung im Raum an. Mithilfe von KI können Nutzer ihre Wohnräume fotografieren und passende Bildmotive empfohlen bekommen. Der Verkaufsstart in Deutschland ist für das Frühjahr geplant, die Preise beginnen bei 899 US-Dollar.
Wann das Update in Deutschland verfügbar wird
Die neue Fire-TV-Plattform startet im Februar 2026 zunächst auf ausgewählten Geräten, darunter dem Fire TV Stick 4K Max der zweiten Generation. Im Laufe des Frühjahrs soll das Update auch auf weitere Amazon-Fernseher sowie Modelle von Partnerherstellern ausgeweitet werden, darunter Geräte für den deutschen Markt. Amazon verfolgt damit das Ziel, Fire TV von einer Sammlung einzelner Apps zu einer einheitlichen Betriebssystem-Plattform auszubauen, die Suche, Empfehlungen, Sprachsteuerung und Smart-Home-Funktionen in einer Oberfläche vereint.
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