Apple hat seine Update-Strategie für iOS 18 überarbeitet und den Umfang der Sicherheitskorrekturen in iOS/iPadOS 18.7.7 erweitert. Hintergrund ist die identifizierte Schwachstelle DarkSword – eine komplexe Angriffskette, die es ermöglicht, ein Gerät bereits durch den Aufruf einer Webseite zu kompromittieren. Das aktualisierte Sicherheitsbulletin vom 24. März umfasst nun deutlich mehr iPhone- und iPad-Modelle als ursprünglich angekündigt. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf malwarebytes.
Was über DarkSword bekannt ist
DarkSword ist eine Exploit-Kette aus sechs Schwachstellen, die Fehler in WebKit, Safari, dem dynamischen Loader und dem Kernel kombiniert. Diese Kombination ermöglicht den Übergang von einem einfachen Webseitenbesuch zur vollständigen Kontrolle über das Gerät.
Die Angriffe werden mindestens seit November 2025 beobachtet. Laut Forschern wurden sie von kommerziellen Anbietern von Spionagesoftware sowie staatlichen Akteuren eingesetzt. Nach der Veröffentlichung technischer Details und der Bereitstellung von Exploit-Code auf GitHub hat sich das Risiko deutlich erhöht.
Besonders kritisch: Für die Ausnutzung ist keine Nutzerinteraktion erforderlich. Es reicht aus, eine manipulierte Webseite oder sogar schadhafte Werbung in Safari zu laden, um die Angriffskette zu starten.
Welche Geräte von iOS 18.7.7 betroffen sind
Ursprünglich war iOS 18.7.7 nur für eine begrenzte Anzahl älterer Geräte verfügbar – darunter iPhone XS, XS Max, XR und das iPad der 7. Generation. Neuere Geräte, die bereits iOS 26 unterstützen, erhielten keine Updates mehr innerhalb der iOS-18-Reihe.
Nach der Aktualisierung des Sicherheitsbulletins hat Apple die Liste der unterstützten Geräte erweitert. Dadurch können Nutzer weiterhin auf iOS 18 bleiben und gleichzeitig kritische Sicherheitslücken schließen.
So prüfen und installieren Sie das Update
Um sicherzustellen, dass Ihr Gerät geschützt ist:
- Öffnen Sie „Einstellungen“.
- Gehen Sie zu „Allgemein“ → „Softwareupdate“.
- Warten Sie, bis verfügbare Updates angezeigt werden.
Wenn Ihr Gerät neuere Versionen unterstützt, wird oben iOS 26.4 angezeigt. Weiter unten, im Abschnitt „Auch verfügbar“, kann iOS 18.7.7 erscheinen. Dieses Update kann gezielt ausgewählt und installiert werden.
Es wird empfohlen, automatische Updates zu aktivieren, um künftig schnell geschützt zu sein.
Sperrmodus und zusätzlicher Schutz
Für Nutzer mit erhöhtem Risiko empfiehlt Apple die Aktivierung des Sperrmodus. Dieser schränkt Funktionen ein, bietet aber zusätzlichen Schutz vor gezielten Angriffen.
So aktivieren Sie ihn:
- „Einstellungen“ → „Datenschutz & Sicherheit“
- „Sperrmodus“
- „Sperrmodus aktivieren“ und Gerät neu starten
Weitere Sicherheitsempfehlungen
Experten raten zudem zu grundlegenden Maßnahmen:
- keine verdächtigen Links öffnen;
- Content-Blocker in Safari verwenden;
- Kryptowährungen auf separaten Geräten speichern;
- Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren;
- App-Berechtigungen regelmäßig überprüfen.
Der Fall DarkSword zeigt, dass bereits ein normaler Webseitenbesuch ein Risiko darstellen kann, wenn Sicherheitsupdates fehlen.
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