Нängt die durchschnittliche Renovierungskosten einer Wohnung in Berlin nicht nur von der Wohnfläche ab, sondern auch von der Art der Arbeiten, der Materialqualität und dem Status des Auftragnehmers. In der deutschen Hauptstadt wird Renovierung oft zur Investition: Eine korrekte Budgetplanung entscheidet nicht nur über den Wohnkomfort, sondern auch über den Wert der Immobilie beim Verkauf. Um nicht zu viel zu bezahlen und Verzögerungen zu vermeiden, muss man verstehen, wie ein Kostenvoranschlag entsteht, welche Posten enthalten sein müssen und worauf man bei der Auswahl von Materialien und Handwerkern achten sollte. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf 4thebike.de.
Renovierungstypen und deren Einfluss auf die Kosten
Renovierungen in Berlin beginnen mit der Entscheidung über den Typ: kosmetisch, mittel, umfassend oder „schlüsselfertig“. Je nach Typ können die Preise um das 2- bis 3-fache variieren, da unterschiedliche Arbeiten verschiedene Fachkräfte, Materialien und Zeit erfordern. Eine kosmetische Renovierung umfasst meist nur Streichen und Austausch von Bodenbelägen, während eine umfassende Renovierung Umplanungen und den Austausch von Leitungen beinhaltet. Besonders in Altbauwohnungen sind zusätzliche Arbeiten an Elektrik und Sanitär häufig nötig, was den Gesamtpreis deutlich erhöht. Wer eine realistische Kostenschätzung möchte, sollte mit einer Wohnungsbegehung und einer klaren Arbeitsliste starten.
Ohne klare Definition des Renovierungstyps ist eine realistische Budgetplanung unmöglich – sonst zahlt man am Ende für „unvorhergesehene Arbeiten“.

Beispielhafte Kostenbereiche in Berlin (2026):
| Renovierungstyp | Preis pro m² | Was ist enthalten |
|---|---|---|
| Kosmetisch | 300–600 € | Streichen, kleine Reparaturen, Bodenbelag |
| Mittel | 600–1.000 € | Böden, Sanitär, Fliesen, Streichen |
| Umfassend | 1.000–1.800 € | Abriss, Umplanung, Leitungen |
| Schlüsselfertig | 1.500–2.500 € | Vollständiger Arbeitszyklus + Projekt + Kontrolle |
Wie man eine Kostenschätzung richtig erstellt, um nicht zu viel zu zahlen
Ein Kostenvoranschlag ist nicht nur eine Liste von Arbeiten, sondern ein Dokument, das vor Überraschungen schützt. In Deutschland ist es üblich, eine detaillierte Kostenschätzung nach Posten zu erstellen, bei der jede Dienstleistung und jedes Material einen Preis hat. Wenn ein Auftragnehmer „für 10.000 € alles erledigt“ ohne Details anbietet, ist Vorsicht geboten. Die Kostenschätzung muss nicht nur Materialien und Arbeitszeit enthalten, sondern auch Lieferung, Entsorgung und mögliche Zuschläge für schwierige Bereiche.
Mindestens folgende Posten sollten enthalten sein:
- Abriss und Entsorgung
- Elektrik (Steckdosen, Beleuchtung, Verkabelung)
- Sanitär (Leitungen, Armaturen, Bad/Dusche)
- Ausbau- und Verputzarbeiten (Spachteln, Streichen)
- Böden (Laminat, Parkett, Fliesen)
- Türen und Fenster (falls erforderlich)
- Unvorhergesehene Kosten (10–15 %)
Materialpreise in Berlin: Orientierung 2026
Für eine korrekte Budgetplanung ist es wichtig, sich an realen Preisen zu orientieren. In Berlin sind sie höher als in Regionen, aber niedriger als in einigen anderen europäischen Hauptstädten. Sparen kann man bei der Oberflächengestaltung, aber nicht bei den Leitungen – davon hängen Sicherheit und Lebensdauer ab. In der folgenden Tabelle sind aktuelle Richtwerte für 2026 aufgeführt.
Materialpreise (ca., 2026):
| Material | Preis (ca.) | Kommentar |
|---|---|---|
| Wandfarbe (10 l) | 30–60 € | Je nach Marke und Art (matt/seidig) |
| Laminat (1 m²) | 12–28 € | Unterlage und Übergangsprofile beachten |
| Fliesen für Bad (1 m²) | 18–45 € | Abhängig von Qualität und Design |
| WC + Waschbecken + Armatur | 300–900 € | Von günstig bis Premium |
| Rohre und Fittings | 180–450 € | Je nach Umfang der Arbeiten |
| Elektrik (Kabel, Steckdosen, Schalter) | 220–650 € | Ohne Montagekosten |
An Leitungen zu sparen kann später deutlich teurer werden – in diesem Fall ist billig nicht besser.

Schritt-für-Schritt-Algorithmus zur Kostenermittlung
Um bei den Zahlen nicht den Überblick zu verlieren, hilft ein einfacher Algorithmus. Er eignet sich sowohl für eine kleine Studio-Wohnung als auch für eine große Wohnung. Dieser Ansatz minimiert Überraschungen und hält das Budget unter Kontrolle.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Bestimmen Sie den Renovierungstyp (kosmetisch/umfassend/schlüsselfertig)
- Berechnen Sie die Fläche und erstellen Sie einen Arbeitsplan
- Teilen Sie die Kostenschätzung in Materialien, Arbeitszeit und Unvorhergesehenes auf
- Fordern Sie mindestens drei Angebote von verschiedenen Auftragnehmern an
- Vergleichen Sie Materialpreise in Baumärkten (OBI, Hornbach, Bauhaus)
- Fügen Sie 10–15 % für Unvorhergesehenes hinzu
Wie man in Berlin einen Auftragnehmer auswählt: 5 praktische Regeln
Die Wahl des Auftragnehmers ist entscheidend. In Deutschland besteht das Risiko, auf „graue“ Arbeit ohne Garantie zu stoßen. Um Probleme zu vermeiden, sollte man auf offizielle Verträge, Bewertungen und dokumentierte Nachweise achten. Besser 10 % mehr zahlen, als später doppelt zu renovieren.
Kriterien für die Auswahl:
- Offizielle Registrierung (Gewerbe)
- Detaillierter Kostenvoranschlag und Vertrag
- Garantie auf Arbeiten
- Bewertungen bei Google und Fachplattformen
- Zahlung in Etappen (nicht alles im Voraus)
Wie man das Budget reduziert, ohne Qualität zu verlieren
Wenn die Kostenschätzung das Budget übersteigt, muss man nicht aufgeben. In Berlin lassen sich Ausgaben senken, ohne die Qualität zu beeinträchtigen. Der größte Fehler ist, bei Leitungen und wichtigen Materialien zu sparen. Besser den Umfang der Arbeiten reduzieren oder Teile selbst erledigen.
Wie man das Budget reduziert:
- Renovierung in Phasen durchführen
- Einfachere Materialien wählen
- Teilweise selbst arbeiten (z. B. Streichen)
- Design vereinfachen (auf komplizierte Lösungen verzichten)
- Mit dem Auftragnehmer über Etappen verhandeln
Budgetkürzungen sollten bewusst erfolgen: Bei Sanitär oder Elektrik zu sparen ist ein Risiko, das später teuer wird.
