Der Streamingdienst Netflix, der einst das sogenannte Binge-Watching populär machte, entfernt sich zunehmend von diesem Modell. Statt eine komplette Staffel auf einmal bereitzustellen, setzt die Plattform verstärkt auf gestaffelte Veröffentlichungen. Diese Strategie stößt nun auch bei der Historienserie „Bridgerton“ auf deutliche Kritik. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Вild.
Pause zwischen den Staffelteilen sorgt für Unmut
Die ersten Episoden der vierten Staffel wurden am 29. Januar 2026 veröffentlicht. Der zweite Teil soll am 26. Februar folgen – mit einem Abstand von rund vier Wochen. Zwar hat der Streaminganbieter dieses Modell bereits bei anderen Produktionen angewendet, doch im Fall von „Bridgerton“ fällt die Reaktion besonders deutlich aus.
Auf Reddit äußerten zahlreiche Nutzer ihren Unmut. Ein User erklärte, durch die lange Wartezeit „das Interesse zu verlieren“. Andere bezeichneten die Strategie als irritierend und fragten, warum das Momentum nach einem starken Start ausgebremst werde.
In den Diskussionen wird zudem über wirtschaftliche Motive spekuliert. Einige Kommentatoren vermuten, dass die Aufteilung der Staffel Abonnenten dazu zwingt, ein zusätzliches Monatsabo zu bezahlen – insbesondere jene, die sich ausschließlich wegen dieser Serie angemeldet haben.
Kritik wegen verpasstem Valentinstag
Zusätzliche Kritik entzündete sich an der Terminwahl. Mehrere Nutzer bemängelten, dass die zweite Hälfte nicht rund um den Valentinstag veröffentlicht wurde. Angesichts der romantischen Handlung hätte sich dieser Zeitpunkt aus Sicht vieler Zuschauer für eine gezielte Platzierung angeboten.
Die entsprechenden Beiträge erreichten Tausende Likes und zahlreiche Kommentare. Einzelne Nutzer bezeichneten die Pause als „ermüdend“, manche kündigten sogar an, den zweiten Teil nicht mehr ansehen zu wollen.
Gefahr des Detailverlusts nach vier Wochen
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft mögliche Erinnerungslücken. Nach einem Monat Pause könnten Zuschauer zentrale Handlungsdetails vergessen haben. In solchen Fällen wäre ein erneutes Ansehen der ersten Episoden erforderlich.
Ungeachtet der Debatte bleibt die Serie ein zentrales Projekt des Streamingdienstes. Die Produktion einer fünften und sechsten Staffel ist bereits bestätigt.
