Zu Beginn der neuen Handelswoche haben die Preise für Edelmetalle deutlich nachgegeben. Am Montagmorgen fiel der Preis für eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) auf etwas über 4300 Dollar. Damit lag er rund vier Prozent unter dem Niveau vom Freitagabend. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Нandelsblatt.
Der aktuelle Rückgang steht im Zusammenhang mit der Eskalation des Konflikts rund um den Iran. Anders als in vielen früheren geopolitischen Krisen gilt Gold derzeit nicht als klassischer „sicherer Hafen“ für Anleger. Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran ist der Goldpreis um mehr als 18 Prozent gesunken.
Zu Beginn des Konflikts war zunächst ein kurzfristiger Anstieg zu beobachten. In den ersten Kriegstagen stieg der Goldpreis zeitweise auf fast 5420 Dollar pro Unze, bevor eine deutliche Abwärtsbewegung einsetzte.
Verluste machen Gewinne zu Jahresbeginn zunichte
Der Rückgang am Montag hat den Preisanstieg, der zu Beginn des Jahres 2026 verzeichnet wurde, weitgehend zunichtegemacht. Ende Januar erreichte Gold noch ein Rekordhoch von fast 5600 Dollar pro Feinunze.
Seitdem hat der Markt deutlich nachgegeben. Insgesamt belaufen sich die Verluste auf rund 1300 Dollar pro Unze, was etwa 23 Prozent unter dem Höchststand entspricht.
Als einer der Gründe gilt die gestiegene Inflationserwartung. Der starke Anstieg der Ölpreise hat die Risiken für die Inflation erhöht und die Erwartungen an baldige Zinssenkungen durch die US-Notenbank und andere Zentralbanken gedämpft.
Höhere Zinsen wirken sich in der Regel negativ auf Edelmetalle aus. Gold und Silber werfen selbst keine Zinsen ab und verlieren daher bei steigenden Renditen anderer Anlageformen an Attraktivität.
Silber verliert fast die Hälfte seines Wertes
Noch deutlicher zeigt sich der Preisverfall beim Silber. Seit Ende Januar hat die Feinunze Silber nahezu die Hälfte ihres Wertes verloren. Damals lag der Preis nahe einem Rekordhoch von fast 122 Dollar.
Am Montag setzte sich der Abwärtstrend fort. In den frühen Handelsstunden fiel der Silberpreis um weitere fünf Prozent auf etwa 64,25 Dollar pro Unze.
Seit Beginn des Iran-Konflikts vor etwas mehr als drei Wochen hat Silber damit mehr als 30 Prozent an Wert verloren. Der Markt für Edelmetalle verzeichnet damit innerhalb kurzer Zeit einen der stärksten Rückgänge der vergangenen Monate.
