Der Goldpreis fiel am Donnerstag im frühen Handel auf den niedrigsten Stand seit anderthalb Monaten. Hintergrund sind Signale der Zentralbanken, an einer restriktiven Geldpolitik festzuhalten. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf finanzen.
Am Mittwoch machten die US-Notenbank (Fed) und die Bank of Canada deutlich, dass trotz unveränderter Leitzinsen ein straffer Kurs notwendig bleibt. Beide warnten vor anhaltend hoher Inflation, verursacht durch steigende Energiepreise infolge des Konflikts mit dem Iran.
Zusätzlich belastet die Stärke des US-Dollars den Goldmarkt. Seit Beginn der Eskalation im Nahen Osten am 28. Februar hat Gold, traditionell als sicherer Hafen betrachtet, mehr als zehn Prozent verloren. Der Dollar entwickelte sich dagegen zu einem der bevorzugten Schutzinstrumente.
Gegen 08:00 Uhr (MEZ) fiel der meistgehandelte April-Gold-Futures-Kontrakt um 125,10 US-Dollar auf 4.771,10 US-Dollar je Feinunze.
Im Tagesverlauf erwarten Investoren weitere Signale: die Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank, wöchentliche Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA und den Konjunkturausblick der Federal Reserve Bank Philadelphia.
Ölpreise erreichen Höchststände durch Eskalation im Nahen Osten
Die Ölpreise setzen ihren Aufwärtstrend fort und erreichen den höchsten Stand seit Juni 2022. Haupttreiber ist die zunehmende Eskalation im Nahen Osten.
Marktreaktionen verstärkten sich nach Berichten über iranische Angriffe auf Energieinfrastruktur in Nachbarstaaten. Diese folgten auf frühere israelische Angriffe auf iranische Ölanlagen in South Pars und Asaluyeh – eine weitere Zuspitzung des Konflikts mit Beteiligung der USA und Israels.
Zudem sorgen Risiken rund um die Straße von Hormus für Unsicherheit. Hinweise auf Deeskalation oder baldige Normalisierung der Lieferungen fehlen, was die Volatilität am Ölmarkt erhöht.
Um 08:00 Uhr (MEZ) stieg der WTI-Futures-Kontrakt um 0,77 US-Dollar auf 97,09 US-Dollar je Barrel, der Brent-Kontrakt um 6,51 US-Dollar auf 113,89 US-Dollar je Barrel.
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