Am Freitag hat das Unternehmen Vincorion, ein Anbieter von Energie- und mechatronischen Lösungen für die Verteidigungsindustrie, sein Börsendebüt an der Frankfurter Wertpapierbörse gegeben. Der Startkurs lag über dem Ausgabepreis und zeigte bereits zum Handelsbeginn eine positive Entwicklung. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Аbendblatt.
Platzierungsdetails und Emissionsvolumen
Insgesamt wurden 20.297.500 Aktien auf den Markt gebracht, die vom Hauptaktionär Star Capital gehalten wurden. Das Angebot umfasste eine Basisplatzierung von 17.650.000 Aktien sowie eine Mehrzuteilungsoption über weitere 2.647.500 Papiere.
Der Ausgabepreis wurde auf 17,00 Euro je Aktie festgelegt, womit sich ein Gesamtvolumen von rund 345 Millionen Euro ergibt. Die gesamten Erlöse flossen an den Verkäufer Star Capital; Vincorion selbst nahm kein neues Kapital auf.
Laut Bloomberg war die Nachfrage nach den Aktien um mehr als einen zweistelligen Prozentsatz überzeichnet. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt nach dem Börsengang bei etwas über 940 Millionen Euro.
Kursentwicklung am ersten Handelstag
Die Aktien von Vincorion starteten mit einem Kurs von 19,30 Euro in den Handel und lagen damit 13,53 % über dem Ausgabepreis. Im weiteren Verlauf gaben die Papiere leicht nach und notierten bei etwa 19,09 Euro.
Zum Vergleich: Die Marktkapitalisierung des Branchenführers Rheinmetall liegt bei über 71 Milliarden Euro.
Rückenwind aus der Verteidigungsbranche
Der Börsengang erfolgt vor dem Hintergrund steigender Nachfrage nach Rüstungsgütern in Europa. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat die Bundesregierung ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro zur Modernisierung der Bundeswehr eingerichtet.
Auch andere NATO-Staaten erhöhen ihre Verteidigungsausgaben deutlich, was die Rahmenbedingungen für Rüstungsunternehmen verbessert. Hinzu kommen geopolitische Spannungen in weiteren Regionen.
Marktposition des Unternehmens
Die Produkte von Vincorion kommen in modernen Luftverteidigungssystemen wie Patriot und IRIS-T zum Einsatz, deren Nachfrage weltweit steigt.
Bis 2022 gehörte das Unternehmen zur Jenoptik, bevor es vom Finanzinvestor Star Capital übernommen wurde. Der Börsengang erfolgt vor dem Hintergrund einer dynamischen Entwicklung im Verteidigungssektor.
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