Der ukrainische Skeletonfahrer Vladyslav Geraskevich hat nach seiner Disqualifikation bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien eine Klage gegen das Internationale Olympische Komitee (IOC) eingereicht. Die Disziplinarmaßnahme wurde aufgrund seines Helms verhängt, auf dem Porträts verstorbener ukrainischer Athleten während der russischen Aggression abgebildet waren. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf welt.
Der 27-jährige Geraskevich veröffentlichte ein Video in den sozialen Medien, in dem er seinen Willen bekundete, seine Rechte gemeinsam mit seinem juristischen Team weiter durchzusetzen: „Wir werden diese Angelegenheit vor Gericht bringen“, sagte er.
Die Disqualifikation des Athleten erfolgte kurz vor Beginn des Skeleton-Wettbewerbs, weil er sich weigerte, den vom IOC verbotenen Helm abzunehmen. Auf dem Helm waren Porträts von mehr als 20 ukrainischen Sportlern abgebildet, die während des Krieges ums Leben gekommen sind.
Die Entscheidung zur Disqualifikation wurde vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in beschleunigtem Verfahren bestätigt, womit die Position des Internationalen Bob- und Skeletonverbands (IBSF) unterstützt wurde. Trotz dieser Entscheidung betonte Geraskevich, dass er keine Verstöße begangen habe, und machte keine Angaben zu seinen nächsten rechtlichen Schritten.

Parallel dazu startete der Sportler eine Spendenkampagne zugunsten der Familien verstorbener ukrainischer Athleten. IOC und CAS beriefen sich auf die Regeln der Olympischen Charta, die politische Äußerungen auf olympischen Anlagen und bei Zeremonien untersagen.
Geraskevich wies außerdem auf die Ungleichbehandlung russischer Athleten bei den bevorstehenden Paralympischen Spielen in Italien hin, bei denen ihnen erlaubt wird, unter nationalen Symbolen anzutreten, obwohl Mitglieder des russischen Teams ehemalige Soldaten sind, die im Krieg gegen die Ukraine gekämpft haben.
