Gary „Angry“ Anderson, Frontmann der australischen Hardrock-Band Rose Tattoo, ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Der Musiker starb am 21. September in Australien im Kreis seiner Familie. Wenige Wochen zuvor hatte er einen Herzinfarkt erlitten und war im Krankenhaus behandelt worden. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf t-online.
Rose Tattoo bestätigt den Tod von Angry Anderson
Die Mitglieder von Rose Tattoo gaben den Tod ihres Sängers bekannt. In ihrer Mitteilung beschrieben sie Anderson als hingebungsvollen Vater und als einen Menschen, der bei Freunden, Bandkollegen sowie in der Musik- und Unterhaltungsbranche hohes Ansehen genoss.
Die Familie des Musikers bat darum, ihre Privatsphäre zu respektieren. Rose Tattoo beendete die Abschiedsbotschaft mit den Worten „Stay young, stay strong“ – „Bleib jung, bleib stark“.
Noch Ende Juli war Anderson beim Wacken Open Air aufgetreten. Anfang August stand er zudem gemeinsam mit seiner Band in Oslo auf der Bühne.
Musiker hatte vor seinem Tod einen Herzinfarkt
Im August musste Rose Tattoo den europäischen Teil ihrer Tournee wegen des Gesundheitszustands ihres Frontmanns absagen. Zunächst teilte die Band lediglich mit, dass Anderson ins Krankenhaus eingeliefert worden sei, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.
Am 31. August wurde bekannt, dass der Sänger einen Herzinfarkt erlitten hatte. Anschließend blieb er im Krankenhaus und erhielt dort die notwendige medizinische Behandlung.
Seine letzten Lebenswochen verbrachte Anderson in Australien. Am 21. September starb er im Kreis seiner Familie.
Angry Anderson stand mehr als fünf Jahrzehnte auf der Rockbühne
Gary Anderson wurde am 5. August 1947 in Melbourne geboren. Seine musikalische Karriere begann in den 1970er-Jahren, als er in mehreren Bands sang. 1976 schloss er sich Rose Tattoo an und entwickelte sich später zu einem der bekanntesten Gesichter der australischen Rockband.
Rose Tattoo wurde vor allem durch ihren kraftvollen Blues- und Hardrock-Sound bekannt. Zu den bekanntesten Songs der Gruppe gehören „Rock ’n‘ Roll Outlaw“ und „We Can’t Be Beaten“.
Zu den wichtigen Veröffentlichungen der Band zählt das Album „Assault & Battery“. Es trug dazu bei, Rose Tattoo auch außerhalb Australiens einem größeren internationalen Publikum bekannt zu machen.
„Suddenly“ wurde Andersons größter Solo-Hit
Anderson war nicht nur als Sänger von Rose Tattoo aktiv. Einen seiner größten Erfolge als Solokünstler feierte er 1987 mit der Ballade „Suddenly“.
Zusätzliche Bekanntheit erhielt der Song, nachdem er bei der Hochzeit der Figuren Scott und Charlene in der australischen Seifenoper „Neighbours“ zu hören war. Die Single erreichte Platz zwei der australischen Charts und Platz drei in Großbritannien.
Auch als Schauspieler war Anderson tätig. 1985 übernahm er die Rolle des Ironbar in dem Film „Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel“.
Angry Anderson engagierte sich für benachteiligte Jugendliche
Neben seiner Karriere als Musiker und Schauspieler engagierte sich Anderson auch für soziale und wohltätige Projekte. 1993 wurde er für seinen Einsatz zugunsten benachteiligter Jugendlicher mit dem Order of Australia ausgezeichnet.
Privat war Anderson von 1986 bis 2002 mit Lindy Michael verheiratet. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor.
2018 musste die Familie einen schweren Verlust verkraften: Andersons Sohn Liam starb im Alter von 26 Jahren.
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