Die Klimaaktivistin Greta Thunberg erlebte bei einer Veranstaltung im Rahmen des Zurich Film Festival eine ungewöhnliche Situation. Obwohl rund 300 verfügbare Plätze im Voraus reserviert worden waren, erschienen lediglich etwa 40 Personen. Thunberg äußerte den Verdacht, dass die massenhaften Reservierungen ohne anschließenden Besuch möglicherweise gezielt erfolgt sein könnten. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Вild.
Nur rund 40 Menschen kamen zur Veranstaltung mit Thunberg
Die Veranstaltung fand im Zürcher Kino Corso statt und stand im Zusammenhang mit der Vorführung des Dokumentarfilms „My Home Is Made of Wind and Sand“. Der Film beschäftigt sich mit der Aktivistin Najla Mohamed-Lamin und der Situation in der Westsahara.
Für die Veranstaltung standen rund 300 Plätze zur Verfügung. Die verfügbaren Tickets waren innerhalb kurzer Zeit reserviert. Tatsächlich fiel die Besucherzahl jedoch deutlich geringer aus: Im Saal befanden sich lediglich rund 40 Zuhörer.
Die Teilnahme an der Diskussion war kostenlos, erforderte jedoch eine vorherige Reservierung. Pro Person konnten bis zu vier Plätze gebucht werden.
Thunberg vermutet gezielte Aktion hinter den Reservierungen
Während der Veranstaltung äußerte Greta Thunberg die Vermutung, dass Tickets möglicherweise gezielt in großer Zahl reserviert worden seien, um die tatsächliche Zahl der Besucher der Diskussion zu begrenzen. Die Aktivistin brachte diesen Verdacht mit dem Thema Westsahara in Verbindung und stellte einen möglichen Zusammenhang mit der marokkanischen Position in dem Konflikt her.
Belege dafür, dass die Reservierungen tatsächlich Teil einer organisierten Aktion waren, liegen bislang nicht vor.
Die Festivalveranstalter bestätigten, dass ein erheblicher Teil der reservierten Plätze unbesetzt blieb. Zu den möglichen Gründen für die geringe Besucherzahl wollten sie sich jedoch nicht äußern. Auch die Vermutung einer gezielten Blockierung von Tickets wurde von den Veranstaltern nicht bestätigt.
Warum die Westsahara bei der Veranstaltung eine Rolle spielte
Der Dokumentarfilm, zu dessen Vorführung die Diskussion stattfand, beschäftigt sich mit der Westsahara. Der Status des Gebiets im Nordwesten Afrikas ist seit Jahrzehnten Gegenstand eines internationalen Konflikts.
Nach dem Ende der spanischen Kolonialherrschaft in den 1970er-Jahren entwickelte sich ein Konflikt zwischen Marokko und der Frente Polisario, die für die Unabhängigkeit der Westsahara eintritt.
Marokko kontrolliert den größten Teil des Gebiets. Der endgültige politische Status der Westsahara ist jedoch weiterhin ungeklärt. Zahlreiche Sahrauis leben seit Jahrzehnten in Flüchtlingslagern in Algerien.
Dieser politische Hintergrund war der Anlass für Thunbergs Vermutung, dass die ungewöhnlich geringe Besucherzahl mit dem Thema der Veranstaltung zusammenhängen könnte.
Veranstalter bestätigen keinen Sabotageverdacht
Die Verantwortlichen des Zurich Film Festival bedauerten, dass zahlreiche reservierte Plätze letztlich nicht genutzt wurden. Über die Ursachen wollten die Veranstalter jedoch nicht spekulieren.
Damit bleibt die Annahme einer gezielten Blockierung der Plätze eine von Greta Thunberg geäußerte Vermutung. Eine offizielle Bestätigung für eine organisierte Aktion liegt bislang nicht vor.
Lesen Sie auch: Sarah Connor und die Carpendales leben nach der Trennung weiter mit ihren Partnern zusammen
