Die deutsche Biathletin Vanessa Voigt hat sich für eine ungewöhnliche Vorbereitung auf die neue Saison entschieden. Die 28-Jährige wird in den kommenden Wochen nach einem individuellen Trainingsplan arbeiten und nicht an den zentralen Lehrgängen der deutschen Nationalmannschaft teilnehmen. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf t-online.
Voigt bleibt jedoch weiterhin Teil der Strukturen des Deutschen Skiverbandes (DSV). Sie kann die Infrastruktur und die Leistungen des Verbandes nutzen und wird während ihrer individuellen Vorbereitung weiterhin in engem Austausch mit den Verantwortlichen des DSV stehen.
Warum Vanessa Voigt getrennt vom deutschen Team trainiert
Die Entscheidung fiel nach Gesprächen zwischen der Athletin und den Verantwortlichen des DSV. Ziel ist es, Voigt mehr Möglichkeiten zu geben, ihr Training an ihre aktuelle Situation und ihre persönlichen Bedürfnisse anzupassen.
Die Biathletin hatte sich zuletzt intensiv damit beschäftigt, wie sie die verbleibenden Wochen bis zum Beginn der Wintersaison optimal nutzen kann. Dabei kam sie zu dem Entschluss, dass eine individuellere Trainingsgestaltung derzeit der richtige Weg für sie ist.
Ein Rückzug aus der Nationalmannschaft ist damit nicht verbunden. Es handelt sich lediglich um eine vorübergehende Veränderung der Vorbereitung. Der Kontakt zum Verband und zum deutschen Biathlon-Team bleibt bestehen.
DSV unterstützt die Entscheidung der deutschen Biathletin
DSV-Sportdirektor Bernd Eisenbichler bewertet das neue Trainingsmodell positiv. Für die kommenden Wochen sei die individuelle Vorbereitung eine geeignete Lösung für Voigt.
Auch die Athletin selbst machte deutlich, dass sie sich stärker auf ihre eigenen Bedürfnisse konzentrieren möchte. Die neue Trainingsgestaltung soll ihr ermöglichen, bestmöglich vorbereitet in die ersten Wettkämpfe des Winters zu gehen.
Für Voigt ist die Vorbereitung besonders wichtig, nachdem sie in der vergangenen Saison die bestplatzierte deutsche Biathletin im Gesamtweltcup war. Sie beendete den Winter auf Rang 14 der Gesamtwertung.
Vanessa Voigts großes Ziel ist der Weltcup-Start in Kontiolahti
Im Mittelpunkt der Vorbereitung stehen die ersten Wettkämpfe der neuen Saison. Der Biathlon-Weltcup beginnt Ende November im finnischen Kontiolahti.
Dank ihrer Ergebnisse aus der vergangenen Saison ist Voigt für die dortigen Wettkämpfe bereits vorqualifiziert. Damit kann sie sich in den kommenden Wochen vollständig auf ihre sportliche Vorbereitung konzentrieren, ohne zunächst um einen Startplatz im deutschen Team kämpfen zu müssen.
Bei den Wettkämpfen in Kontiolahti im März belegte die Deutsche im Einzel den 25. Platz. Mit der deutschen Staffel erreichte sie Rang 16, im Massenstart wurde sie Zwölfte.
Die zweifache Olympia-Bronzemedaillengewinnerin will die verbleibende Zeit bis Ende November nutzen, um sich möglichst gezielt auf den Saisonstart vorzubereiten. Der DSV wird ihr dabei weiterhin die notwendige Unterstützung und Infrastruktur zur Verfügung stellen.
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