Der Sonntag startet im Norden nass: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Teile Schleswig-Holsteins und Niedersachsens eine Unwetterwarnung vor Dauerregen ausgegeben, die bis Sonntagmittag, 12 Uhr, gilt. Im Oberharz sind am Vormittag noch schwere Sturmböen bis 100 km/h möglich, danach beruhigt sich das Wetter langsam.
Das geht aus den aktuellen Wetterwarnungen des DWD und der Wetter- und Warnlage für Deutschland von Sonntagfrüh hervor. Bis zum Mittag rechnen die Meteorologen im Nordseeumfeld mit insgesamt 30 bis 50 Litern Regen pro Quadratmeter.
Kurz & knapp
→ Dauerregen-Warnung (Stufe 3 von 4) bis 12 Uhr für die Nordseeküste und das Binnenland dahinter
→ Brocken und Oberharz: schwere Sturmböen bis 100 km/h, ab Mittag nachlassend
→ Nacht zum Montag: Nebel mit Sichtweiten unter 150 Metern, stellenweise Bodenfrost
Welche Regionen betrifft die Dauerregen-Warnung?
Die Warnung vor ergiebigem Dauerregen gilt laut DWD für folgende Kreise und Küstenabschnitte:
- Schleswig-Holstein: Nordfriesland, Dithmarschen, Steinburg, Rendsburg-Eckernförde und Schleswig-Flensburg (jeweils Binnenland) sowie Helgoland
- Niedersachsen: Kreis Stade, Kreis Cuxhaven, die Küsten der Kreise Aurich, Friesland und Wittmund sowie die Insel Borkum
Der DWD nennt als Gefahr vereinzelte Überflutungen von Straßen und Unterführungen. Wer heute Vormittag mit dem Auto unterwegs ist, sollte langsamer fahren und überflutete Abschnitte nicht durchqueren. An der Nordsee sowie in Bremerhaven und Wilhelmshaven kommen bis etwa 15 Uhr Windböen um 55, einzeln bis 70 km/h dazu. Im Norden sind außerdem kurze Gewitter mit Graupel möglich.
Wie wird das Wetter im Rest Deutschlands?
Deutlich ruhiger: Sonne und Quellwolken wechseln sich ab, Schauer gibt es im Süden seltener als im Norden. Die Höchstwerte liegen bei 12 bis 18 Grad, am wärmsten wird es am Oberrhein. Am Nachmittag und Abend lässt der Wind überall nach. Auf dem Brocken gelten noch bis 11 Uhr schwere Sturmböen, danach bis Mitternacht Sturmböen um 70 km/h oberhalb von 1000 Metern; Wanderungen im Oberharz sollte man verschieben.
Worauf muss ich in der Nacht zum Montag achten?
Nach dem Regen kommt der Nebel: Vor allem im Süden und Westen bilden sich laut DWD gebietsweise Nebelfelder mit Sichtweiten unter 150 Metern. Die Temperaturen sinken auf 8 bis 2 Grad, bei längerem Aufklaren örtlich bis 0 Grad mit leichtem Frost in Bodennähe. Wer früh zur Arbeit pendelt, sollte etwas mehr Zeit einplanen. An der Ostsee zwischen Rostock und Rügen frischt der Nordwestwind in der Nacht noch einmal mit Böen bis 60, exponiert bis 70 km/h auf.
Der Montag selbst wird freundlicher mit sonnigen Abschnitten und Höchstwerten zwischen 12 Grad an der Ostsee und 19 Grad am Oberrhein. Wie stürmisch der Samstag war, lesen Sie in unserem Wetterbericht vom Samstag.
Warnungen können sich kurzfristig ändern – maßgeblich sind die aktuellen Meldungen des DWD und die WarnWetter-App.
Foto: Friesenhäuser in Rantum auf Sylt. Wolle1958, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons.
