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    Erdbeben der Stärke 7,7 vor Indonesien: Zahl der Todesopfer steigt auf 38

    Erdbeben der Stärke 7,7 vor Flores in Indonesien: mindestens 38 Tote, Tausende Evakuierte und zahlreiche Nachbeben. Tsunami-Warnung aufgehoben.
    15 August 2026Lesedauer: 4 MinutenKarl HartmannKarl Hartmann
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    Erdbeben der Stärke 7,7 vor Flores in Indonesien: mindestens 38 Tote, Tausende Evakuierte und zahlreiche Nachbeben. Tsunami-Warnung aufgehoben.
    Erdbeben der Stärke 7,7 vor Flores in Indonesien: mindestens 38 Tote, Tausende Evakuierte und zahlreiche Nachbeben. Tsunami-Warnung aufgehoben.
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    Ein schweres Erdbeben hat am Morgen des 15. August die indonesische Insel Flores erschüttert. Nach aktuellen Angaben kamen mindestens 38 Menschen ums Leben, mehrere weitere wurden schwer oder leicht verletzt. Rettungskräfte suchen weiterhin in zerstörten Gebäuden und schwer erreichbaren Ortschaften nach Vermissten. Nach dem Hauptbeben wurden zahlreiche Nachbeben registriert, eines davon erreichte eine Magnitude von 6,1. Die Behörden hatten zunächst eine Tsunami-Warnung ausgegeben, diese später jedoch wieder aufgehoben. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf badische-zeitung.

    Epizentrum lag vor der Nordküste von Flores

    Nach Angaben des US Geological Survey (USGS) hatte das Hauptbeben eine Magnitude von 7,7. Das Hypozentrum lag in rund zehn Kilometern Tiefe, das Epizentrum befand sich etwa 68 Kilometer nordnordwestlich der Stadt Ende in der Provinz Ost-Nusa Tenggara. Die indonesische Wetter-, Klima- und Geophysikbehörde BMKG gab die Tiefe mit etwa 15 Kilometern an.

    Die Erschütterungen waren in mehreren Teilen von Ost- und West-Nusa Tenggara sowie teilweise in Süd-Sulawesi zu spüren. Nach Angaben der indonesischen Katastrophenschutzbehörde BNPB dauerte das starke Beben in einigen Regionen etwa eine Minute. Viele Bewohner verließen ihre Häuser und suchten Schutz auf offenen Flächen.

    Auf den Hauptstoß folgte eine Serie von Nachbeben. Zu den stärksten gehörte ein Erdstoß der Magnitude 6,1. Die anhaltende seismische Aktivität erschwert die Überprüfung beschädigter Gebäude und die laufenden Rettungsarbeiten.

    Mindestens 38 Tote, Tausende Menschen evakuiert

    Der Leiter der indonesischen Katastrophenschutzbehörde, Suharyanto, teilte mit, dass bis zum Nachmittag Ortszeit mindestens 38 Todesopfer bestätigt worden seien. Mehrere Menschen wurden verletzt, rund 2.000 Bewohner mussten ihre Häuser verlassen und in sicherere Gebiete gebracht werden.

    Aus der Hafenstadt Maumere waren zunächst mindestens 20 Todesfälle gemeldet worden. Dort wurden mehrere Menschen verletzt, während Rettungskräfte nach Verschütteten suchten. Auch in anderen Teilen von Flores wurden Wohnhäuser, öffentliche Einrichtungen und Verwaltungsgebäude beschädigt oder zerstört.

    Zusätzlich kam es auf der Insel zu Erdrutschen. Einer davon blockierte einen Abschnitt der wichtigen Trans-Flores-Straße und erschwerte damit den Zugang zu mehreren Ortschaften. Stromausfälle und unterbrochene Kommunikationsverbindungen behinderten die erste Einschätzung des Schadensausmaßes zusätzlich.

    Tsunami-Warnung nach wenigen Stunden aufgehoben

    Unmittelbar nach dem Erdbeben warnten die indonesischen Behörden vor möglichen Tsunami-Wellen. Bewohner küstennaher Gebiete wurden aufgefordert, sich vorsorglich auf höher gelegenes Gelände zu begeben.

    An einigen Messstationen wurden kleinere Wellen registriert. Rund drei Stunden später hob die BMKG die Tsunami-Warnung wieder auf. Nach Angaben der Behörden wurden keine weiteren Veränderungen des Meeresspiegels festgestellt, die eine größere Gefahr für die Küstenregionen dargestellt hätten.

    Auch das australische Tsunami-Warnzentrum erklärte, dass keine Gefahr für das australische Festland oder australische Außengebiete bestehe.

    Beliebte Touristeninsel von dem Beben betroffen

    Flores gehört zur indonesischen Provinz Ost-Nusa Tenggara und liegt östlich von Bali. Einer der bekanntesten Orte der Insel ist Labuan Bajo, das zu den wichtigsten Touristenzentren der Region gehört.

    Die Stadt ist ein Ausgangspunkt für Tauch- und Schnorchelausflüge sowie für Reisen in den nahe gelegenen Komodo-Nationalpark. Dort leben die bekannten Komodowarane, die zu den größten Echsen der Welt gehören.

    Die zentralen und östlichen Teile von Flores sind touristisch deutlich weniger erschlossen. Viele Ortschaften liegen in schwer zugänglichen Bergregionen.

    Erste Schadensmeldungen kamen nicht nur aus dem Zentrum der Insel. Auch aus Sikka, Manggarai, Ost-Manggarai und weiteren Regionen von Ost-Nusa Tenggara wurden Schäden gemeldet. Rettungskräfte prüfen weiterhin betroffene Orte, weshalb sich die Angaben zu Todesopfern, Verletzten und zerstörten Gebäuden noch ändern können.

    Indonesien liegt in einer hochaktiven Erdbebenzone

    Der indonesische Archipel befindet sich am sogenannten Pazifischen Feuerring. In dieser geologisch besonders aktiven Region treffen mehrere tektonische Platten aufeinander. Deshalb kommt es dort regelmäßig zu schweren Erdbeben und Vulkanausbrüchen.

    Auch Flores wurde in der Vergangenheit bereits von verheerenden Erdbeben getroffen. 1992 erschütterte ein Beben der Stärke 7,5 die Region. Damals kam es zu schweren Zerstörungen und zahlreichen Todesopfern.

    Lesen Sie auch: Rauch vom Waldbrand zieht über Bonn: Notruf 112 durch Anrufe überlastet

    Erdbeben Flores Erdbeben Indonesien Erdbeben Stärke 7 Insel Flores Tsunami Indonesien
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    Karl Hartmann

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