Die slowenische Skispringerin Nika Vodan hat den zweiten Einzelwettkampf der Frauen beim Sommer-Grand-Prix 2026/2027 im polnischen Wisła gewonnen. Sie setzte sich vor der Japanerin Yuki Ito und der Norwegerin Silje Opseth durch und übernahm zugleich die Führung in der Gesamtwertung. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf skispringen.
Mit Vodans Erfolg setzte das slowenische Team seine Dominanz auf der Adam-Małysz-Schanze fort. Den ersten Wettkampf des Wochenendes am 1. August hatte Ema Klinec gewonnen, während Vodan den vierten Platz belegte.
Vodan schlägt Ito und Opseth
Im ersten Durchgang sprang Nika Vodan auf 129,5 Meter. Im Finale erreichte sie 122 Meter. Mit insgesamt 242,2 Punkten sicherte sich die Slowenin den Sieg.
Den zweiten Platz belegte Yuki Ito aus Japan. Ihre Sprünge auf 124 und 123 Meter brachten ihr 234 Punkte ein. Dritte wurde die Norwegerin Silje Opseth, die mit Weiten von 119 und 123 Metern auf 227,8 Punkte kam.
Für Vodan war es ein weiterer Erfolg in der Sommerserie. Slowenische Springerinnen haben damit alle acht bislang in Wisła ausgetragenen Frauenwettbewerbe im Grand Prix gewonnen.
Nach dem Wettkampf erklärte Vodan, sie sei mit ihren Sprüngen am Sonntag sehr zufrieden gewesen. Am Vortag habe sie sich vor dem ersten Versuch nicht besonders sicher gefühlt. Im zweiten Wettkampf habe sie ihre Leistung jedoch deutlich besser abrufen können.
Durch den Sieg übernahm die Slowenin die Führung in der Gesamtwertung des Grand Prix. Beim nächsten Wettbewerb in Courchevel wird sie allerdings nicht starten. Damit wird das Gelbe Trikot der Gesamtführenden vorübergehend an eine andere Athletin gehen.
Pagnier wird Vierte, Klinec verliert Positionen
Die Französin Joséphine Pagnier belegte den vierten Platz und bestätigte damit ihre stabile Form zu Beginn der Sommersaison. Bereits am Vortag war sie als Dritte auf das Podium gesprungen.
Ema Klinec, die Gewinnerin des ersten Wettkampfs in Wisła, blieb diesmal ohne Podestplatz. Im ersten Durchgang musste die Slowenin unter schwierigen Windbedingungen springen und verlor dadurch wichtige Punkte.
Mit Maja Kovačič schaffte es eine weitere slowenische Athletin in die Top Ten. Sie beendete den Wettkampf auf dem zehnten Rang. Bereits im ersten Wettbewerb hatte sie mit Platz acht ein starkes Ergebnis erzielt.
Kvandals Taktik bringt keinen Podestplatz
Die Norwegerin Eirin Maria Kvandal lag nach dem ersten Durchgang auf einer aussichtsreichen Position. Zunächst verkürzte die Jury den Anlauf, anschließend ließ ihr Trainer Gjermund Lunder die Startluke noch einmal weiter nach unten setzen.
Unter diesen Bedingungen sprang Kvandal auf 121,5 Meter und ging als Zweite in den Finaldurchgang.
Vor ihrem zweiten Sprung entschied sich das norwegische Trainerteam erneut für einen kürzeren Anlauf. Kvandal landete bei 120 Metern, erreichte jedoch nicht die erforderlichen 95 Prozent der kalkulierten Weite, die für zusätzliche Trainerpunkte notwendig gewesen wären.
Dadurch verlor die Norwegerin mehrere Positionen und fiel in der Endabrechnung auf den sechsten Platz zurück.
Zeng und Ture stellen persönliche Bestleistungen auf
Die Chinesin Zeng Ping belegte den siebten Platz und erzielte damit ihr bislang bestes Ergebnis im Sommer-Grand-Prix. Bereits im ersten Wettkampf des Wochenendes war sie Neunte geworden und hatte erstmals Punkte in dieser Serie gesammelt.
Auf dem achten Rang landete die Finnin Jenny Rautionaho. Platz neun ging an die Kanadierin Abigail Strate. Beide Athletinnen schafften es damit zum zweiten Mal in Folge in die Top Ten von Wisła.
Die Finnin Oosa Thure beendete den Wettkampf auf dem 26. Platz. Für sie waren es die ersten Grand-Prix-Punkte ihrer Karriere.
Insgesamt gingen am Sonntag 35 Springerinnen an den Start. Die Norwegerin Ingvild Synnøve Midtskogen, die am Samstag noch den fünften Platz belegt hatte, trat wegen gesundheitlicher Probleme nicht an.
Juliane Seyfarth erneut beste Deutsche
Juliane Seyfarth erzielte erneut das beste Ergebnis des deutschen Teams. Sie belegte den 15. Platz und verpasste die Top Ten um rund zehn Punkte.
Alvine Holz wurde 20. und stellte damit ihre persönliche Bestleistung im Grand Prix ein. Anna-Fay Scharfenberg erreichte den 21. Rang und erzielte ihr bislang bestes Ergebnis auf dieser Wettkampfebene.
Anne Häckel und Julina Kreibich, die im ersten Wettkampf des Wochenendes noch Punkte gesammelt hatten, verpassten diesmal den Finaldurchgang. Sie belegten die Plätze 31 und 32.
Bereits am Samstag war Seyfarth als 15. die beste deutsche Athletin gewesen. Scharfenberg, Häckel und Kreibich hatten dabei erstmals oder erneut Grand-Prix-Punkte gewonnen.
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