Im Paulaner-Festzelt auf dem Münchner Oktoberfest ist es zu einem personellen Konflikt gekommen. Am Montag, dem 28. September, verließen sieben Schankkellner überraschend ihre Arbeitsplätze, während der Festbetrieb weiterlief. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf br.24.
Auslöser war ein Streit über einen Verstoß gegen die Alkoholregeln für das Personal. Zwei Mitarbeiter waren dabei erwischt worden, während ihrer Schicht Bier zu trinken. Anschließend entschieden sich fünf weitere Kollegen ebenfalls, ihre Arbeit niederzulegen.
Trotz des gleichzeitigen Ausfalls von sieben Mitarbeitern kam der Ausschank praktisch nicht zum Stillstand. Der kurzfristige Personalmangel konnte mit Unterstützung aus einem benachbarten Festzelt sowie durch Mitarbeiter der Brauerei überbrückt werden.
Zwei Schankkellner tranken während der Arbeitszeit Bier
Der Vorfall ereignete sich am Montagabend. Festwirt Lorenz Stiftl traf zwei Schankkellner an, die in einem Bereich vor dem Kühlraum Bier tranken.
Für die Beschäftigten galt ein klares Alkoholverbot während der Arbeitszeit. Auf diese Regel waren die Mitarbeiter bereits bei ihrer Einstellung ausdrücklich hingewiesen worden.
Nach dem Konflikt verließen die beiden Schankkellner ihre Arbeitsplätze. Fünf weitere Beschäftigte schlossen sich ihnen an und beendeten ebenfalls ihre Arbeit. Warum sie sich mit ihren Kollegen solidarisierten und ebenfalls gingen, wurde nicht näher erläutert.
Gäste im Paulaner-Zelt bemerkten den Personalmangel kaum
Der gleichzeitige Ausfall von sieben Beschäftigten hätte den Betrieb in dem großen Festzelt erheblich beeinträchtigen können. Zu längeren Verzögerungen beim Bierausschank kam es jedoch nicht.
Einen Teil der Aufgaben übernahmen die Bedienungen im Zelt. Außerdem halfen zwei Mitarbeiter der Paulaner-Brauerei aus, die sich zu diesem Zeitpunkt bereits vor Ort befanden.
Unterstützung kam zudem aus dem benachbarten Hacker-Festzelt. Dessen Festwirt Thomas Roiderer stellte dem Paulaner-Zelt für rund eine Stunde drei Schankkellner zur Verfügung.
Dadurch konnte der Bierausschank während des Abends aufrechterhalten werden. Für einen Großteil der Besucher blieb der kurzfristige Personalausfall weitgehend unbemerkt.
Paulaner findet bereits neue Schankkellner
Das Personalproblem wurde innerhalb weniger Stunden gelöst. Bereits am Dienstagmorgen, dem 29. September, nahmen acht neue Schankkellner ihre Arbeit auf.
Die Verantwortlichen des Oktoberfests machten deutlich, dass das Alkoholverbot während der Arbeitszeit auch für Beschäftigte in den Bierzelten gilt. Gleichzeitig halfen sich die Festwirte bei dem kurzfristigen Personalengpass gegenseitig: Nach dem überraschenden Ausfall der Mitarbeiter stellte ein benachbartes Festzelt vorübergehend eigenes Personal zur Verfügung.
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