Mercedes-Benz hat mit dem AMG GT SUV einen vollelektrischen Sport-SUV vorgestellt, der vollständig von der Performance-Sparte AMG entwickelt wurde. Das neue Modell verbindet die Fahrleistungen eines Hochleistungssportwagens mit dem Platzangebot eines großen SUV. Die stärkste Variante erreicht eine Leistung von 1.169 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h. Die Bestellungen für das Basismodell starten im Oktober 2026, während die ersten Auslieferungen für Anfang 2027 vorgesehen sind. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Нandelsblatt.
Mercedes-AMG GT SUV: Drei Elektromotoren und 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h
Der neue Elektro-SUV gehört zu den leistungsstärksten Fahrzeugen im Modellprogramm von Mercedes-AMG. Die Topversion verfügt über drei Axialfluss-Elektromotoren, die ein besonders hohes Drehmoment und eine unmittelbare Leistungsentfaltung ermöglichen sollen.
Nach Angaben des Herstellers beschleunigt das Fahrzeug in nur 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Weitere 4,3 Sekunden benötigt der SUV, um die Marke von 200 km/h zu erreichen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 270 km/h.
Die wichtigsten technischen Daten des Mercedes-AMG GT SUV im Überblick:
| Merkmal | Technische Daten |
|---|---|
| Antrieb | Drei Elektromotoren |
| Maximale Leistung | 1.169 PS |
| Beschleunigung 0–100 km/h | 2,5 Sekunden |
| Höchstgeschwindigkeit | 270 km/h |
| Reichweite | Bis zu 700 Kilometer |
| Maximale Ladeleistung | 710 kW |
| Batteriearchitektur | 800 Volt |
| Fahrzeuglänge | Rund 5 Meter |
| Fahrzeugbreite | Rund 2 Meter |
Für eine gleichbleibend hohe Leistungsfähigkeit setzt AMG auf ein spezielles Kühlsystem für die Batteriezellen. Die Technologie soll verhindern, dass die Leistung bei längeren Fahrten mit hoher Geschwindigkeit deutlich nachlässt.
Mercedes-AMG GT SUV: Bis zu 450 Kilometer Reichweite in zehn Minuten laden
Eine zentrale technische Besonderheit des neuen Mercedes-AMG GT SUV ist das 800-Volt-Batteriesystem. Es ermöglicht unter geeigneten Bedingungen eine Ladeleistung von bis zu 710 Kilowatt.
Mercedes-AMG verspricht, dass sich innerhalb von zehn Minuten ausreichend Energie für eine zusätzliche Reichweite von bis zu 450 Kilometern nachladen lässt. Bei vollständig geladenem Akku soll das Fahrzeug eine Strecke von bis zu 700 Kilometern zurücklegen können.
Zum Einsatz kommen zylindrische Batteriezellen mit einer speziell entwickelten Zellchemie und einem leistungsfähigen Kühlsystem. Damit soll die Batterie auch bei intensiver sportlicher Nutzung eine hohe Leistungsabgabe ermöglichen.
Die tatsächliche Ladegeschwindigkeit hängt unter anderem von der verfügbaren Ladeinfrastruktur, dem Ladezustand und der Batterietemperatur ab.
Elektrischer AMG GT SUV simuliert den Klang eines V8-Motors
Obwohl der neue GT SUV ausschließlich elektrisch angetrieben wird, möchte Mercedes-AMG das typische Fahrerlebnis seiner leistungsstarken Verbrennermodelle erhalten.
Dafür wurde ein künstliches Klangsystem entwickelt, das den Sound eines Achtzylindermotors nachbildet. Grundlage dafür waren mehr als 100 akustische Messungen an AMG-Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren.
Die Elektronik simuliert außerdem Gangwechsel, Drehzahlveränderungen und passende Vibrationen im Sitz. Die Geräusche werden über Lautsprecher im Innenraum und außerhalb des Fahrzeugs wiedergegeben.
AMG-Chef Stefan Weckbach bezeichnet den neuen SUV als Fahrzeug, das die Vorteile eines geräumigen Geländewagens mit den Emotionen eines Sportwagens verbinden soll.
Innenraum des Mercedes-AMG GT SUV: Große Displays und neues Fahrwerk
Im Innenraum setzt Mercedes-AMG auf eine weitgehend digitale Bedienung. Das Cockpit wird von großformatigen Bildschirmen geprägt. Ein Display ist zum Fahrer ausgerichtet, während ein weiterer Bildschirm dem Beifahrer zur Verfügung steht.
Als technische Grundlage dient das Mercedes-Benz Operating System MB.OS. Darüber lassen sich unter anderem Navigation, Fahrzeugfunktionen und Videokonferenzen steuern.
Die Vordersitze sind sportlich ausgelegt, während die Rücksitze stärker auf Langstreckenkomfort ausgerichtet sind.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Fahrwerksentwicklung. Die Ingenieure haben das System darauf abgestimmt, Karosseriebewegungen bei schnellen Kurvenfahrten, starken Beschleunigungsvorgängen und Bremsmanövern möglichst gering zu halten.
Mit einer Länge von rund fünf Metern und einer Breite von etwa zwei Metern bewegt sich der elektrische AMG GT SUV in einer ähnlichen Größenklasse wie der Porsche Cayenne.
Mercedes-AMG GT SUV: Preise ab 113.000 Euro und Marktstart 2027
Mercedes-AMG plant insgesamt drei Modellvarianten des neuen Elektro-SUV. Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Motorisierung und Leistungsdaten.
Die Bestellfreigabe für das Basismodell ist für den 20. Oktober 2026 vorgesehen. Die ersten Auslieferungen sollen im ersten Quartal 2027 beginnen. Zwei leistungsstärkere Varianten folgen voraussichtlich im Frühjahr.
Für den neuen Mercedes-AMG GT SUV nennt der Hersteller folgende Einstiegspreise:
- Basismodell: ab 113.000 Euro
- Leistungsstärkste Version: ab 195.000 Euro
Zunächst wird das Fahrzeug auf dem europäischen Markt angeboten. Später soll der Verkauf auch in den USA und China beginnen.
Die Vereinigten Staaten gelten weiterhin als wichtigster Absatzmarkt für Mercedes-AMG.
Mercedes-AMG setzt auf Elektroautos, während Porsche am Verbrenner festhält
Mit dem neuen GT SUV verfolgt Mercedes-AMG eine andere Elektrifizierungsstrategie als einige seiner wichtigsten Wettbewerber.
Das Unternehmen entwickelt seine leistungsstarken Elektrofahrzeuge auf Basis der speziell konzipierten Plattform AMG Electric Architecture, kurz AMG.EA.
Bereits zuvor hatte die Performance-Marke ein vollelektrisches viertüriges GT-Modell vorgestellt. Eine Coupé-Version des neuen SUV soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
Porsche verfolgt dagegen weiterhin eine Strategie, die auch langfristig eine bedeutende Rolle für Verbrennungsmotoren vorsieht. Eine vollelektrische Version des Sportwagenklassikers 911 ist derzeit nicht geplant. Auch bei der viertürigen Panamera soll die vollständige Elektrifizierung nach bisherigen Planungen nicht vor Ende der 2030er-Jahre erfolgen.
Lamborghini hat seine Elektrostrategie ebenfalls überarbeitet. Ferrari hat dagegen mit dem Luce bereits einen elektrischen Sportwagen vorgestellt.
Mercedes-AMG will trotz des Ausbaus seiner Elektroflotte weiterhin Modelle mit Verbrennungsmotor anbieten. Der zweitürige AMG GT bleibt beispielsweise ein Fahrzeug mit klassischem Verbrennerantrieb.
Zudem arbeitet das Unternehmen an der Weiterentwicklung leistungsstarker Benzinmotoren.
AMG will bis 2030 jährlich 200.000 Fahrzeuge verkaufen
Für den neuen AMG-Chef Stefan Weckbach ist die Markteinführung des elektrischen GT SUV von besonderer Bedeutung. Der Manager übernahm Anfang Juli 2026 die Leitung der Performance-Sparte.
Zuvor war Weckbach bei Porsche und Volkswagen tätig. Bei Porsche spielte er eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Taycan, des ersten vollelektrischen Serienfahrzeugs der Marke.
Mercedes-AMG verfolgt das Ziel, seinen jährlichen Absatz bis 2030 auf rund 200.000 Fahrzeuge zu steigern. Gegenüber dem derzeitigen Verkaufsniveau würde dies einem Wachstum von etwa 40 Prozent entsprechen.
Zum Vergleich: BMW M verkaufte im vergangenen Jahr knapp 214.000 Fahrzeuge, während Porsche auf rund 279.000 Einheiten kam.
Allerdings steht auch AMG unter wirtschaftlichem Druck. Im ersten Halbjahr 2026 verkaufte die Marke knapp 63.000 Fahrzeuge. Das entspricht einem Rückgang von acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Trotz ihres vergleichsweise geringen Anteils am gesamten Fahrzeugabsatz ist die Performance-Sparte für Mercedes-Benz wirtschaftlich bedeutend.
Nach Einschätzungen von Analysten entfallen rund 15 Prozent des Konzerngewinns auf AMG, obwohl die Marke lediglich etwa acht Prozent des Pkw-Absatzes ausmacht.
Mercedes-Benz will die Profitabilität seines Pkw-Geschäfts in den kommenden Jahren deutlich verbessern. Bis 2028 beziehungsweise 2029 strebt der Konzern eine operative Umsatzrendite von acht bis zehn Prozent an.
Im ersten Halbjahr 2026 lag dieser Wert bei lediglich rund vier Prozent.
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