US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Plattform Truth Social einen umstrittenen Beitrag gelöscht, der ein mithilfe künstlicher Intelligenz erstelltes Bild zeigte, auf dem er in einer Szene mit religiösen Anklängen dargestellt war. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf ВВС.
Der Beitrag erschien kurz nach einer Veröffentlichung, in der Trump Papst Leo XIV wegen dessen außenpolitischer Positionen kritisiert hatte. Auf dem Bild war Trump in einem weißen Gewand zu sehen, wie er sich über einen Patienten im Krankenhaus beugt und dessen Stirn berührt – eine Darstellung, die von Kritikern mit religiösen Motiven in Verbindung gebracht wurde.

Im Hintergrund waren unter anderem die Freiheitsstatue, eine wehende US-Flagge, Kampfjets und ein Adler zu erkennen. Zudem waren Nebenfiguren wie eine Krankenschwester, ein Soldat und eine betende Frau abgebildet.
Reaktionen aus Politik und Gesellschaft
Die Kritik ließ nicht lange auf sich warten und kam sowohl von politischen Gegnern als auch aus dem eigenen Lager.
Der christliche Aktivist Sean Feucht erklärte, das Bild müsse „sofort gelöscht werden“ und sei „in keinem Kontext akzeptabel“. Die konservative Aktivistin Riley Gaines betonte, dass „Gott nicht verspottet werden kann“.
Auch der Journalist David Brody äußerte Kritik und sprach davon, dass hier „eine Grenze überschritten“ worden sei. Unterstützung für diese Einschätzung kam auch aus religiösen Medien in den USA.
Trumps Erklärung und Löschung
Nach der Entfernung des Beitrags erklärte Trump gegenüber Journalisten, dass er keine religiösen Bezüge beabsichtigt habe. Er habe das Bild als Darstellung seiner Rolle „als Arzt“ verstanden.
„Meine Aufgabe ist es, Menschen beim Gesundwerden zu helfen“, sagte er und fügte hinzu, dass er den Beitrag entfernt habe, um Missverständnisse zu vermeiden.
Im Gespräch mit CBS News erklärte Trump, die Nutzer seien „verwirrt“ gewesen, weshalb er sich zur Löschung entschlossen habe.
Kontext: Kritik am Papst und frühere Vorfälle
Das Bild wurde kurz nach einem weiteren Beitrag veröffentlicht, in dem Trump Papst Leo XIV als „schwach im Kampf gegen Kriminalität“ und „schlecht für die Außenpolitik“ bezeichnete. Der Papst hatte zuvor wiederholt militärische Aktionen der USA und Israels im Iran kritisiert und von „absurder und unmenschlicher Gewalt“ gesprochen.
Der Pontifex erklärte zudem, er habe „keine Angst“ vor der US-Regierung und werde weiterhin offen über religiöse Werte sprechen.
Es ist nicht das erste Mal, dass Inhalte auf Truth Social Kritik auslösen. Zuvor war bereits ein rassistisches Video von Trumps Account gelöscht worden, nachdem es öffentliche Empörung ausgelöst hatte.
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