In Namibia sind beim Absturz eines Kleinflugzeugs vom Typ Cessna 210 drei Touristen aus Deutschland und der Pilot ums Leben gekommen. Die Maschine war auf dem Weg in die Region Sossusvlei, die für ihre roten Sanddünen und Wüstenlandschaften bekannt ist. Nach Angaben der Fluggesellschaft Desert Air überlebte niemand an Bord das Unglück. Das Wrack wurde erst am Morgen nach dem Verschwinden des Flugzeugs entdeckt. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf web.
Maschine war auf dem Weg in eine bekannte Touristenregion
Der Unfall ereignete sich nach dem Start im Raum der namibischen Hauptstadt Windhoek. Die Cessna 210 sollte die Passagiere zu einer privaten Landebahn nahe einer Lodge in der Region Sossusvlei bringen. Das Gebiet zählt zu den bekanntesten Reisezielen Namibias und zieht jedes Jahr zahlreiche internationale Besucher an.
Kurz nach dem Start brach der Kontakt zur Maschine ab. Das Flugzeug erreichte sein Ziel nicht, woraufhin eine Suchaktion eingeleitet wurde. Nach Medienberichten wurden die Trümmer am Montagmorgen in einem schwer zugänglichen Wüstengebiet gefunden.
An Bord befanden sich drei Passagiere aus Deutschland sowie ein Pilot, der ebenfalls deutscher Staatsbürger war. Die Fluggesellschaft Desert Air bestätigte den Tod aller vier Insassen und sprach den Angehörigen ihr Beileid aus.
Nach bisherigen Angaben gab es keine Überlebenden. Die Ursache des Absturzes ist derzeit noch unklar.
Unter den Opfern ist eine Familie aus der Region Heilbronn
Deutsche Medien berichten, dass unter den Todesopfern eine Familie aus der Region Heilbronn war. Demnach handelte es sich um Silke Lohmiller, die viele Jahre in Strukturen der Schwarz Gruppe tätig war und den Bildungsbereich der Dieter Schwarz Stiftung leitete, ihren Ehemann Richard Lohmiller sowie ihren Sohn.
Richard Lohmiller war nach Angaben deutscher Medien ebenfalls mit Unternehmensstrukturen der Schwarz Gruppe verbunden, zu der Lidl und Kaufland gehören. In Heilbronn löste die Nachricht vom Tod der Familie Bestürzung aus. Frühere Kollegen und Vertreter der Region äußerten ihr Mitgefühl.
Ursache des Absturzes wird untersucht
Die genaue Ursache des Absturzes der Cessna 210 ist bislang nicht bekannt. Die namibischen Luftfahrtbehörden haben eine Untersuchung eingeleitet. Sie soll klären, wie es zu dem Unglück kommen konnte.
Bis zum Abschluss der Ermittlungen wird von Spekulationen über die Absturzursache abgesehen. Auch die Fluggesellschaft Desert Air verwies darauf, dass die zuständigen Behörden die weiteren Untersuchungen führen.
Kleinflugzeuge spielen im Tourismus Namibias eine wichtige Rolle. Wegen der großen Entfernungen und der schwer erreichbaren Lodges, Nationalparks und Wüstengebiete sind solche Flüge für viele Reisende Teil der Route.
Sossusvlei liegt in der Namib-Wüste und ist für seine hohen roten Dünen bekannt. Die Region gilt als eines der Wahrzeichen Namibias und als eines der wichtigsten Ziele für ausländische Touristen. Deutschland gehört traditionell zu den bedeutenden Herkunftsländern der Namibia-Besucher.
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