Wien. Der Eurovision Song Contest 2026 hat seinen Gewinner: Bulgarien hat mit DARA und dem Song „Bangaranga“ das große Finale in Wien gewonnen. Für Bulgarien ist es der erste Sieg in der ESC-Geschichte – und das ausgerechnet beim 70. Eurovision Song Contest. DARA erreichte insgesamt 516 Punkte und setzte sich deutlich gegen Israel, Rumänien, Australien und Italien durch, schreibt Imowell unter Berufung auf die offizielle Eurovision-Seite.
Der Sieg war nicht nur deutlich, sondern historisch: Bulgarien gewann sowohl die Jurywertung als auch das Publikumsvoting. Laut offizieller Eurovision-Seite erhielt DARA 204 Punkte von den Jurys und 312 Punkte vom Publikum. Damit war „Bangaranga“ nicht nur der Gesamtsieger, sondern auch in beiden Wertungsblöcken vorne.

Mit „Bangaranga“ gelang Bulgarien ein Comeback, das kaum spektakulärer hätte ausfallen können. Das Land war nach mehreren Jahren Pause zum Eurovision Song Contest zurückgekehrt und holte direkt den Titel. Die offizielle ESC-Seite spricht von Bulgariens erstem Eurovision-Sieg und verweist darauf, dass das Land 2023, 2024 und 2025 nicht am Wettbewerb teilgenommen hatte.
Besonders bemerkenswert: DARA gewann mit einem Vorsprung von 173 Punkten auf Platz zwei. Nach Angaben von Eurovision ist das der größte Abstand, den es beim Eurovision Song Contest je zwischen Platz eins und Platz zwei gab. Damit übertraf Bulgarien sogar den bisherigen Rekord von Alexander Rybaks „Fairytale“ aus dem Jahr 2009.
ESC 2026: Die Top 5 im Finale
Das Finale in der Wiener Stadthalle brachte am Ende diese Top 5:
- Bulgarien: DARA – „Bangaranga“ – 516 Punkte
- Israel: Noam Bettan – „Michelle“ – 343 Punkte
- Rumänien: Alexandra Căpitănescu – „Choke Me“ – 296 Punkte
- Australien: Delta Goodrem – „Eclipse“ – 287 Punkte
- Italien: Sal Da Vinci – „Per sempre sì“ – 281 Punkte
Die komplette Punktetabelle ist auch auf der offiziellen Eurovision-Scoreboard-Seite einsehbar.
Deutschland beim ESC 2026: Sarah Engels landet auf Platz 23
Für Deutschland endete der Abend dagegen enttäuschend. Sarah Engels trat mit dem Song „Fire“ auf und erreichte im Finale Platz 23 von 25. Deutschland bekam insgesamt 12 Punkte – alle aus der Jurywertung. Im Publikumsvoting blieb Deutschland ohne Punkte.

Sarah Engels war zuvor über das deutsche Finale ausgewählt worden. Dort hatte sie sich mit 38,30 Prozent der Zuschauerstimmen durchgesetzt. Ihre ESC-Teilnahme wurde als Auftritt mit einer Empowerment-Botschaft beschrieben; am Ende reichte es in Wien aber nicht für eine vordere Platzierung.
Warum der Sieg für Bulgarien so besonders ist
DARA gehört in Bulgarien zu den bekanntesten Popkünstlerinnen. Die offizielle Eurovision-Seite beschreibt sie als prägende Stimme des modernen bulgarischen Pop. Ihre Songs und Videos kommen demnach auf mehr als 80 Millionen Streams und Aufrufe; außerdem war sie als Mentorin bei The Voice of Bulgaria aktiv.
Auch musikalisch passte „Bangaranga“ gut zu einem modernen ESC-Sieg: Der Song verband Pop, starke Bühnenenergie und eine auffällige Performance. Geschrieben wurde der Titel von Anne Judith Stokke Wik, Darina Yotova, Dimitris Kontopoulos und Monoir.
Buchmacher lagen daneben: Finnland war Favorit
Vor dem Finale hatten viele Wettquoten noch Finnland ganz vorne gesehen. Am Ende landeten Linda Lampenius x Pete Parkkonen mit „Liekinheitin“ jedoch auf Platz 6 mit 279 Punkten. Der tatsächliche Sieg Bulgariens zeigt erneut, wie schwer der ESC vorherzusagen ist: Jurywertung, Televoting, Live-Auftritt und Inszenierung können die Prognosen am Finalabend komplett verschieben.
Der ESC 2026 war auch politisch aufgeladen
Der Eurovision Song Contest 2026 fand in Wien mit 35 teilnehmenden Ländern statt; 25 Länder standen im Grand Final. Eurovisionworld verweist außerdem darauf, dass 2026 die niedrigste Teilnehmerzahl seit Einführung der Halbfinals im Jahr 2004 erreicht wurde.
Mehrere Medien berichteten zudem über politische Spannungen rund um den Wettbewerb. Nach Angaben von AP und The Guardian boykottierten Irland, Spanien, die Niederlande, Slowenien und Island den Wettbewerb wegen Israels Teilnahme. Israel erreichte im Finale dennoch Platz 2 mit 343 Punkten.
Der ESC 2026 endet mit einem klaren und historischen Ergebnis: Bulgarien gewinnt erstmals den Eurovision Song Contest, DARA setzt sich mit 516 Punkten deutlich durch, und Deutschland landet mit Sarah Engels auf Platz 23. Für viele Fans bleibt der Abend vor allem wegen eines überraschend starken Sieges, eines enttäuschenden deutschen Ergebnisses und eines ungewöhnlich großen Punkteabstands in Erinnerung.
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