Der britische Radprofi Oscar Onley hat die Tour Auvergne-Rhône-Alpes nach einem schweren Sturz auf der sechsten Etappe vorzeitig beendet. Der Vorfall ereignete sich in der entscheidenden Phase der Vorbereitung auf die bevorstehende Tour de France. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf n-tv.
Der 23-Jährige, der als eine der größten britischen Hoffnungen für die Frankreich-Rundfahrt gilt, kam von der Strecke ab und stürzte in einen kleinen Graben. Da sich der Unfall außerhalb des Kamerabereichs ereignete, blieb er zunächst unbemerkt. Erst einige Zeit später wurde der Fahrer von Teammitarbeitern am Grund des Grabens entdeckt.
Wie sein Team Ineos Grenadiers mitteilte, zog sich Onley bei dem Sturz eine Schulterluxation sowie Verletzungen an den Beinen zu. Trotz der Schmerzen setzte er das Rennen fort und erreichte das Ziel, verlor jedoch mehr als 29 Minuten auf den Tagessieger.
Nach einer medizinischen Untersuchung entschied das Team, den Fahrer aus dem Rennen zu nehmen. Vor Beginn der sechsten Etappe hatte Onley den dritten Platz in der Gesamtwertung belegt und galt als Kandidat für das Podium.
Der US-Amerikaner Matteo Jorgenson, der den Unfall beobachtete, berichtete nach dem Rennen, dass er gesehen habe, wie Onley den Hang hinuntergestürzt sei. Die Situation habe äußerst gefährlich gewirkt.
Den Etappensieg sicherte sich Maxim Van Gils vom Team Red Bull–BORA–hansgrohe. Die Gesamtführung verteidigte sein Teamkollege Luke Tuckwell.
Für Onley setzt sich damit eine schwierige Phase fort. Bereits in dieser Saison musste er die Rennen Tour de Romandie und Paris–Nice krankheitsbedingt vorzeitig beenden.
Wie lange die Genesung dauern wird und ob die Verletzungen seine Teilnahme an der Tour de France beeinflussen, ist derzeit noch unklar.
Lesen Sie auch: Eröffnungszeremonie der WM 2026: Wer tritt auf und wann beginnen die Shows in Mexiko, Kanada und den USA
