Im Einkaufszentrum Milaneo im Zentrum von Stuttgart ist eine 47-jährige Frau bei einem gewaltsamen Angriff schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei wurde sie mit einem Messer attackiert und anschließend in Brand gesetzt. Die Frau wurde in lebensbedrohlichem Zustand in ein Krankenhaus gebracht. Ein 54-jähriger Tatverdächtiger wurde festgenommen. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf swr.
Angriff ereignete sich im Untergeschoss des Einkaufszentrums
Die ersten Notrufe gingen am Donnerstag, dem 23. Juli, gegen 10:15 Uhr bei der Polizei ein. Der Angriff ereignete sich im Untergeschoss des Einkaufszentrums Milaneo in der Nähe eines Supermarktes.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler verletzte der Mann die Frau mit einem Messer und setzte sie anschließend in Brand. Rettungskräfte versorgten die Schwerverletzte noch am Tatort und brachten sie anschließend in ein Krankenhaus. Nach Angaben der Polizei schwebt die 47-Jährige in Lebensgefahr.
Tatverdächtiger nach groß angelegter Fahndung festgenommen
Unmittelbar nach der Tat leitete die Polizei eine umfangreiche Fahndung ein. Daran waren zahlreiche Einsatzkräfte sowie ein Polizeihubschrauber beteiligt.
Der 54-jährige Verdächtige wurde gegen 12:10 Uhr und damit rund zwei Stunden nach den ersten Notrufen festgenommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft standen der Tatverdächtige und das Opfer in einer Beziehung.
Zu den Hintergründen und dem Motiv der Tat dauern die Ermittlungen an.
Einkaufszentrum wurde evakuiert und teilweise abgesperrt
Nach dem Alarm wurde das Milaneo vollständig geräumt. Teile des aus mehreren Gebäuden bestehenden Einkaufszentrums wurden vorübergehend abgesperrt.
Vor Ort waren Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz. Nach Angaben der Behörden bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung.
Nach Abschluss der ersten polizeilichen Maßnahmen konnte das Einkaufszentrum wieder geöffnet werden.
Ermittler prüfen mögliches Femizid-Motiv
Die Ermittlungsbehörden untersuchen derzeit die genauen Hintergründe der Tat sowie die Beziehung zwischen dem Tatverdächtigen und dem Opfer. Eine abschließende rechtliche Einordnung wurde bislang nicht bekannt gegeben.
In deutschen Medien wird der Fall im Zusammenhang mit einem möglichen Femizid diskutiert. In Deutschland ist Femizid jedoch kein eigenständiger Straftatbestand, weshalb Polizei und Staatsanwaltschaft den Begriff in ihren offiziellen Mitteilungen in der Regel nicht verwenden.
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