Am 29. April 2026 will Volkswagen den neuen ID. Polo vorstellen – einen kompakten Elektro-Kleinwagen, der zu den günstigeren E-Modellen der Marke gehören soll. Nach bisherigen Informationen soll der Einstiegspreis bei rund 25.000 Euro liegen. Der Verkaufsstart des elektrischen Schrägheckmodells ist für Ende August geplant. Das Auto soll eine neue Software auf Android-Basis, physische Tasten im Innenraum und die weiterentwickelte MEB+-Plattform erhalten. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Winfuture.
Volkswagen kehrt zum Namen Polo zurück
Der neue Elektro-Kleinwagen ist Teil einer überarbeiteten Namensstrategie von Volkswagen. Der Konzern rückt von rein technischen Modellbezeichnungen wie ID.2 ab und greift wieder stärker auf etablierte Namen zurück. Der Polo gehört seit 1975 zu den wichtigsten Baureihen von Volkswagen, weshalb der Name auch bei der elektrischen Version für mehr Wiedererkennung sorgen soll.
Der ID. Polo bleibt dem Format eines kompakten Stadtautos treu. Die Länge des Fahrzeugs soll bei rund vier Metern liegen. Volkswagen positioniert das Modell als elektrische Alternative zu klassischen Kleinwagen, verbindet es aber mit einer neuen technischen Basis und moderner digitaler Ausstattung.
Was über die Technik des ID. Polo bekannt ist
Das Fahrzeug soll auf der modernisierten MEB+-Plattform stehen. Sie ermöglicht Funktionen, die bislang eher aus höher positionierten Elektroautos des Konzerns bekannt sind. Dazu gehören bidirektionales Laden und das Fahren mit nur einem Pedal.
Beim bidirektionalen Laden kann die Batterie des Fahrzeugs nicht nur geladen, sondern auch als Energiequelle genutzt werden. Das kann etwa für externe Geräte oder für die Einbindung in ein Heimsystem relevant sein, sofern die nötige Technik und die jeweiligen lokalen Vorgaben erfüllt sind.
Das Fahren mit nur einem Pedal setzt auf eine stärkere Rekuperation. Gerade im Stadtverkehr kann das Auto dadurch häufig verzögern, ohne dass die Bremse aktiv betätigt werden muss.
Android-System und Rückkehr echter Tasten
Eine der wichtigsten Änderungen betrifft das neue Infotainmentsystem auf Android-Basis. Volkswagen setzt darauf, um frühere Softwareprobleme zu beheben, die bei einzelnen Modellen des Konzerns für Kritik gesorgt hatten. Erwartet wird ein System, das schneller, verständlicher und stabiler arbeitet.
Im Innenraum verabschiedet sich Volkswagen zudem von einem Teil der berührungsempfindlichen Bedienelemente. Stattdessen sollen am Lenkrad und auf der Mittelkonsole wieder physische Tasten eingesetzt werden. Dieser Schritt soll die Bedienung wichtiger Funktionen während der Fahrt erleichtern.
Nach Angaben aus Fachkreisen trägt die neue Innenraumlinie den Namen Pure Positive. Im Interieur sollen unter anderem textile Materialien verwendet werden, auch im Bereich des Armaturenbretts. Dadurch soll der Innenraum weniger technisch und stärker auf Alltagstauglichkeit ausgerichtet wirken.
Preis von 25.000 Euro und Verkaufsstart
Der Einstiegspreis des Volkswagen ID. Polo soll bei rund 25.000 Euro liegen. Damit wäre das Modell für den europäischen Markt der bezahlbaren Elektroautos besonders relevant. Zum Marktstart dürfte Volkswagen allerdings zunächst nicht die günstigste Version anbieten.
Zuerst soll eine höher ausgestattete Variante mit 155 kW Leistung und der größten Batterie auf den Markt kommen. Günstigere Ausführungen mit einem Preis ab 25.000 Euro werden später erwartet. Dieses Vorgehen hat Volkswagen bereits bei anderen Modellen genutzt: Zunächst werden teurere Varianten eingeführt, bevor die Basisversionen nach dem Produktionsanlauf folgen.
Der reguläre Verkaufsstart des neuen ID. Polo ist für Ende August 2026 geplant. Weitere technische Daten, darunter Batteriekapazität, Reichweite und Ladeleistung, dürfte Volkswagen bei der offiziellen Premiere nennen.
Produktion in Spanien und GTI-Version
Gebaut werden soll der Volkswagen ID. Polo in Spanien. Auf denselben Produktionslinien ist auch der Cupra Raval vorgesehen, ein verwandtes Elektromodell aus dem Konzern. Beide Fahrzeuge sollen die Position der Volkswagen Group im Segment kompakter Elektroautos stärken.
Zusätzlich ist eine vollelektrische GTI-Version des ID. Polo geplant. Nach bisherigen Informationen soll sie Frontantrieb und eine sportlichere Abstimmung erhalten. Damit würde Volkswagen die GTI-Linie in die elektrische Ära übertragen, ohne den kompakten Fahrzeugcharakter aufzugeben.
Neben dem ID. Polo bereitet Volkswagen ein weiteres Elektromodell im kompakten Segment vor. Dabei handelt es sich um die ID. Cross, einen elektrischen Crossover, dessen Premiere für Juli 2026 erwartet wird.
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