Iran hat seine militärische Aktivität in der Region der Straße von Hormus verstärkt, was zu neuen Zwischenfällen mit zivilen Schiffen geführt hat. Während der Passage durch diese strategisch wichtige Route geriet das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 4“ unter direkte Drohungen iranischer Militärkräfte. Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund einer zunehmenden Eskalation im Persischen Golf und wachsender Unsicherheit für die Schifffahrt. Trotz der angespannten Lage konnten die Schiffe ihre Fahrt ohne schwerwiegende Schäden fortsetzen. Ein Teil der Flotte verlässt bereits die gefährliche Region. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf n-tv.
Drohungen des Iran während der Passage der „Mein Schiff 4“
Das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 4“ des Unternehmens TUI Cruises durchquerte die Straße von Hormus im Konvoi gemeinsam mit anderen Schiffen, darunter „Mein Schiff 5“ und „MSC Euribia“ der MSC Cruises. Alle Schiffe waren ohne Passagiere unterwegs, nachdem sie zuvor längere Zeit in Häfen des Persischen Golfs festgelegen hatten.
Während der Passage erhielt die Besatzung direkte Drohungen von Mitgliedern der Iranischen Revolutionsgarde. Nach Angaben des Kapitäns wurde offen mit dem Einsatz von Waffen gedroht. In einem Moment kam es zu einem Kontakt mit einem anderen Schiff, jedoch ohne festgestellte Schäden.
Parallel dazu meldete die britische Seesicherheitsbehörde einen weiteren Vorfall in derselben Region: Ein Containerschiff berichtete von einem Einschlag eines nicht identifizierten Geschosses. Dies unterstreicht die zunehmenden Risiken für die zivile Schifffahrt in der Straße von Hormus.
Schiffe verlassen die Region nach der Eskalation
Trotz vorheriger Signale über eine mögliche Öffnung der Straße von Hormus nahm die iranische Seite diese Entscheidung faktisch zurück und verwies auf anhaltenden Druck sowie die Blockade eigener Häfen. Vor diesem Hintergrund beginnen Reedereien, ihre Schiffe aus der Region abzuziehen.
So nimmt die „MSC Euribia“ Kurs auf Nordeuropa, während die Schiffe von TUI Cruises in Richtung Mittelmeer unterwegs sind. Zuvor lagen die „Mein Schiff 4“ in Abu Dhabi, die „Mein Schiff 5“ in Doha und die „MSC Euribia“ in Dubai. Nach der Evakuierung der Passagiere verblieben nur reduzierte Besatzungen an Bord.
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