In Deutschland ist ein Rückruf für ein Olivenöl zum Kochen und Braten veröffentlicht worden. Betroffen ist das Produkt „Bratolivenöl aus Kreta“ der Marke GHORBAN in der 750-Milliliter-Kanisterverpackung. Grund ist eine Qualitätskontrolle, bei der ein erhöhter Gehalt an MCPD-Fettsäureestern festgestellt wurde. Der Hersteller warnt, dass ein gesundheitliches Risiko für Verbraucher nicht ausgeschlossen werden kann. Das Öl soll deshalb nicht verzehrt werden. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf merkur.
Welches Olivenöl vom Rückruf betroffen ist
Der Rückruf betrifft eine bestimmte Charge des Olivenöls GHORBAN. Es handelt sich um das Produkt „Bratolivenöl aus Kreta“, das zum Kochen und Braten bestimmt ist.

Verbraucher sollten folgende Angaben auf der Verpackung prüfen:
| Merkmal | Angaben |
|---|---|
| Produkt | Bratolivenöl aus Kreta |
| Marke | GHORBAN |
| Hersteller | Ghorban Delikatessen Manufaktur GmbH & Co. KG |
| Inhalt | 750 ml |
| Verpackung | Kanister |
| Chargennummer | LOT 250471 |
| Mindesthaltbarkeitsdatum | 20.02.2027 |
Nach bisherigen Angaben ist genau diese Charge betroffen. Andere Chargen oder Mindesthaltbarkeitsdaten wurden in der Warnung nicht genannt.
Warum das Öl zurückgerufen wird
Auslöser des Rückrufs ist eine Überschreitung des zulässigen Höchstwerts für MCPD-Fettsäureester. Bei der Kontrolle wurde ein Wert von 2386 Mikrogramm pro Kilogramm festgestellt. Der erlaubte Grenzwert liegt bei 1950 Mikrogramm pro Kilogramm. Damit wurde der zulässige Wert um 436 Mikrogramm pro Kilogramm überschritten.
Der Hersteller weist darauf hin, dass aufgrund dieser Überschreitung eine mögliche Gesundheitsgefahr nicht ausgeschlossen werden kann. Verbraucher werden deshalb gebeten, das Produkt nicht mehr zu verwenden und es in die Verkaufsstelle zurückzubringen.
Wo das Olivenöl verkauft wurde
Die Warnung gilt deutschlandweit. Der Rückruf betrifft mehrere Bundesländer, darunter Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.
Nach Medienangaben wurde das Produkt unter anderem bei Rewe und Edeka verkauft. Rewe veröffentlichte zudem eine eigene Mitteilung zum Rückruf des betroffenen Olivenöls.
Was Käufer jetzt tun sollten
Wer das GHORBAN-Olivenöl aus der genannten Charge zu Hause hat, sollte es nicht mehr verwenden. Entscheidend sind nicht nur der Produktname, sondern auch die Chargennummer LOT 250471 und das Mindesthaltbarkeitsdatum 20.02.2027.
Das Produkt kann in der jeweiligen Verkaufsstelle zurückgegeben werden. Nach Angaben des Herstellers wird der Kaufpreis erstattet. Ein Kassenbon ist in solchen Fällen in der Regel nicht erforderlich, die genaue Abwicklung kann jedoch je nach Markt unterschiedlich sein.
Was MCPD-Fettsäureester sind
MCPD-Fettsäureester zählen zu sogenannten Prozesskontaminanten. Sie können unbeabsichtigt bei der industriellen Verarbeitung von Fetten und Ölen entstehen. Besonders bei der Raffination, bei der unerwünschte Geruchs- und Geschmacksstoffe sowie Rückstände entfernt werden, können solche Stoffe gebildet werden.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung stuft 3-MCPD, 2-MCPD und deren Fettsäureester sowie Glycidyl-Fettsäureester als Prozesskontaminanten in Lebensmitteln ein. Solche Stoffe gelten als unerwünscht, weil sie potenziell gesundheitlich bedenklich sein können.
Im Fall des GHORBAN-Olivenöls geht es nicht um einen Geschmacksfehler, sondern um die Überschreitung eines gesetzlich festgelegten Grenzwerts. Verbraucher sollen das betroffene Produkt daher nicht verzehren und es an die Verkaufsstelle zurückgeben.
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