Ein Gericht auf Mallorca hat die Berufung der Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes gegen die Übertragung ihres Verfahrens gegen ihren Ex-Ehemann Christian Ulmen nach Deutschland zurückgewiesen. Damit bestätigten die Richter ihre frühere Entscheidung, wonach die spanische Justiz für die weitere Bearbeitung des Falls nicht zuständig ist. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf zeit.
Nach Angaben der Anwälte beider Parteien wurde die Beschwerde von Fernandes abgelehnt. Zuvor hatte bereits die Mallorca Zeitung über die Entscheidung berichtet. Eine offizielle Stellungnahme der Justizbehörden lag zunächst nicht vor.
Anwälte von Fernandes setzen den Rechtsweg fort
Bereits Mitte April hatte ein Gericht auf Mallorca erklärt, für das Verfahren nicht zuständig zu sein, und die Akten an die deutschen Behörden übergeben. Daraufhin legte Fernandes’ spanischer Anwalt Jorge Agüero Lafora Berufung ein.
Trotz der erneuten Niederlage will die Schauspielerin den juristischen Kampf fortsetzen. Ihr Anwalt bestätigte, dass bereits ein weiterer Antrag bei einer höheren Instanz eingereicht wurde, um die Entscheidung überprüfen zu lassen und das Verfahren in Spanien zu behalten.
Warum das Verfahren nach Deutschland abgegeben wurde
Die Klage war im Dezember vergangenen Jahres bei einem Gericht in Palma eingereicht worden. Das Gericht kam jedoch zu dem Schluss, dass die deutschen Behörden für den Fall zuständig seien. Als Begründung wurde angeführt, dass beide Beteiligten deutsche Staatsbürger sind, die Verfahrensunterlagen in deutscher Sprache vorliegen und sich die meisten der mutmaßlichen Vorfälle nach Angaben der Beteiligten in Deutschland ereignet haben sollen.
In ihrer Klage wirft Fernandes ihrem ehemaligen Ehemann unter anderem Identitätsdiebstahl, Verletzung der Privatsphäre, Verleumdung, wiederholte Beleidigungen und schwere Drohungen vor.
Parallele Ermittlungen in Potsdam laufen weiter
Seit mehreren Monaten erhebt die Schauspielerin öffentlich Vorwürfe gegen Ulmen. Sie beschuldigt ihn unter anderem körperlicher Übergriffe, der Erstellung gefälschter Profile in ihrem Namen sowie der Verbreitung pornografischer Inhalte. Die Anschuldigungen lösten in Deutschland eine breite öffentliche Debatte aus und führten zu Diskussionen über Gewalt gegen Frauen.
Die Staatsanwaltschaft in Potsdam führt derzeit ein separates Ermittlungsverfahren gegen Ulmen. Nach Angaben der Behörde geht es um den Verdacht häuslicher Gewalt und eines möglichen tätlichen Angriffs. Untersucht werden mehrere Vorfälle, die sich nach Darstellung der Klägerin in den Jahren 2022 und 2023 in Spanien ereignet haben sollen.
Auch die Ermittlungen zu den Vorwürfen von Online-Gewalt und weiteren Anschuldigungen dauern an. Endgültige Entscheidungen wurden bislang nicht getroffen. Für Christian Ulmen gilt weiterhin die Unschuldsvermutung, bis eine rechtskräftige gerichtliche Entscheidung vorliegt.
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