Ein Frachtflugzeug vom Typ Boeing 737-400 der pakistanischen Fluggesellschaft K2 Airways ist über dem Arabischen Meer vom Radar verschwunden. An Bord befanden sich fünf Besatzungsmitglieder. Die Maschine war als Flug KTA1732 von Schardscha nach Karatschi unterwegs, erreichte ihr Ziel jedoch nicht. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Мerkur.
Nach Angaben pakistanischer Luftfahrtbehörden ereignete sich der Vorfall am Abend des Dienstags, 7. Juli. Die Besatzung meldete den Fluglotsen ein Problem mit dem Navigationssystem. Danach wurde die Kontrolle über den Flug an die Flugsicherung in Karatschi übergeben.
Nur wenige Minuten nach der Meldung der Störung begann das Flugzeug plötzlich stark an Höhe zu verlieren. Kurz darauf brach der Funkkontakt zur Besatzung ab, und das Signal der Maschine verschwand von den Radarschirmen. Eine offizielle Bestätigung eines Absturzes lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor.
Besatzung meldete eine Navigationsstörung
Nach Informationen der pakistanischen Flughafenverwaltung ging die Meldung der Besatzung gegen 21.18 Uhr Ortszeit ein. Die Piloten berichteten während des Fluges über dem Arabischen Meer von einer Störung im Navigationssystem.
Anschließend setzte die Maschine ihren Flug in Richtung Karatschi fort. Doch nur wenige Minuten später änderte sich die Lage: Die Boeing begann zu sinken, stieg laut Flugdaten kurzzeitig wieder an und ging danach erneut in einen steilen Sinkflug über.
Nach Daten von Flightradar24 befand sich das Flugzeug zunächst auf einer Höhe von rund 10.000 Metern. Innerhalb kurzer Zeit sank es dann auf etwa 335 Meter. Danach wurde das Signal der Maschine nicht mehr angezeigt.
Boeing änderte vor dem Verschwinden abrupt den Kurs
Der Luftfahrtingenieur Fahad Naeem erklärte, die Besatzung habe wegen Navigationsproblemen Unterstützung bei der Flugsicherung angefordert. Kurz darauf sei das Flugzeug plötzlich stark nach rechts abgedreht und habe schnell an Höhe verloren.
Ein solcher Kurswechsel ist demnach auch in den Flugdaten zu erkennen. Nach der abrupten Richtungsänderung und dem starken Sinkflug riss die Verbindung zur Besatzung ab.
Die Ermittler müssen nun klären, was in den letzten Minuten des Fluges geschehen ist. Zu den zentralen Fragen gehören die Art der Navigationsstörung, das Handeln der Besatzung, der technische Zustand der Maschine und mögliche äußere Einflüsse.
Pakistanische Marine und Luftwaffe suchen nach der Maschine
Nach dem Verschwinden der Boeing wurde im Arabischen Meer eine Suchaktion eingeleitet. Nach Angaben des Branchenportals Airways entsandte die pakistanische Marine die Fregatte PNS Zulfiqar in das mutmaßliche Suchgebiet.
Das Gebiet liegt rund 287 Kilometer westlich von Karatschi. An der Operation beteiligen sich außerdem Flugzeuge der pakistanischen Marine und Luftwaffe. Auch ein Schiff der Pakistan National Shipping Corporation wurde in die Suche einbezogen.
Die wichtigste Aufgabe der Einsatzkräfte ist es, mögliche Wrackteile, Treibstoffspuren, Rettungsmittel oder ein Signal eines Notsenders zu finden. Bis zum Vorliegen offizieller Erkenntnisse bestätigen die Behörden keinen Absturz.
Was über die verschwundene Boeing 737-400 bekannt ist
Bei dem verschwundenen Flugzeug handelt es sich um eine Boeing 737-400, die für den Frachtverkehr umgerüstet wurde. Nach Daten von Flightradar24 übernahm K2 Airways die Maschine im Jahr 2024.
Zuvor war das Flugzeug als Passagiermaschine im Einsatz. Es flog zunächst für Aeroflot und wurde später von Garuda Indonesia betrieben. Danach wurde die Maschine zu einem Frachtflugzeug umgebaut und von europäischen Frachtgesellschaften eingesetzt, darunter TNT Airways und ASL Airlines.
Die Boeing 737-400 gehört zur klassischen Baureihe der Boeing 737. Solche Maschinen werden nach dem Ende ihrer Passagiernutzung weiterhin in der Frachtluftfahrt eingesetzt, sofern sie entsprechend umgerüstet und nach den geltenden Luftfahrtvorschriften gewartet werden.
Offizielle Bestätigung eines Absturzes steht noch aus
Die pakistanischen Behörden überprüfen weiter die Daten zum letzten bekannten Standort der Maschine. Bekannt ist bislang, dass der Kontakt zur Besatzung nach einem steilen Sinkflug über dem Meer verloren ging.
An Bord befanden sich fünf Menschen. Informationen über ihr Schicksal liegen bislang nicht vor. Auch über gefundene Wrackteile oder Notsignale wurde zunächst nichts berichtet.
Die Untersuchung soll die genaue Abfolge der Ereignisse klären: wann die Störung auftrat, warum das Flugzeug plötzlich an Höhe verlor und was nach dem Verschwinden vom Radar geschah.
Die Suchaktion dauert an.
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