Der französische Biathlet Éric Perrot startet mit verändertem Material in die neue Saison. Der Olympiasieger und Gesamtweltcupsieger hat den Gewehrschaft ersetzt, mit dem er rund vier Jahre lang angetreten war. Ausschlaggebend war dabei keine grundlegende Umstellung seiner Schießtechnik, sondern der Verschleiß des bisherigen Materials. Das neue Modell konnte Perrot bereits während der Sommervorbereitung und unter Wettkampfbedingungen testen. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf merkur.de.
Warum Éric Perrot sein Gewehr gewechselt hat
Perrots bisheriger Gewehrschaft wurde im Frühjahr 2022 angefertigt, kurz nach den Olympischen Winterspielen in Peking. Mit diesem Material feierte der Franzose in den folgenden Jahren einige seiner größten sportlichen Erfolge.
Perrot etablierte sich in dieser Zeit in der Weltspitze des Biathlons. 2025 gewann er den Weltmeistertitel im Einzel. Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo holte er zweimal Gold – mit der französischen Staffel sowie in der Mixed-Staffel. In der Saison 2025/26 gewann er zudem die Gesamtwertung des Biathlon-Weltcups.
Nach rund vier Jahren intensiver Nutzung zeigte das Material Verschleißerscheinungen. Vor der nächsten Wintersaison entschied sich Perrot deshalb für einen neuen Gewehrschaft.
Neues Gewehr orientiert sich am bewährten Modell
Bei der Entwicklung des neuen Materials ging es vor allem darum, die Eigenschaften des bisherigen Gewehrs beizubehalten. Eine komplette technische Neuausrichtung wollte Perrot vermeiden.
Der neue Schaft wurde von Kiwi Precision in Grenoble gefertigt. Dabei wurden wesentliche Merkmale des bisherigen Modells übernommen und einzelne Details auf Grundlage der Erfahrungen des Biathleten angepasst.
Die Veränderungen betreffen unter anderem das Gewicht des Gewehrs sowie kleinere Details der Schießposition. Optisch unterscheidet sich das neue Modell dagegen kaum vom bisherigen Material. Perrot kann damit auf vertraute Abläufe zurückgreifen, ohne seine Schießtechnik grundlegend umstellen zu müssen.
Perrot hat das neue Material bereits getestet
Die ersten Tests mit dem neuen Gewehrschaft absolvierte der Franzose bereits während der Sommervorbereitung. Unter anderem kam das Material bei einem Trainingslager in Bessans zum Einsatz.
Anschließend folgte der Test unter Wettkampfbedingungen. Beim City-Biathlon in Dresden trat Perrot bereits mit dem neuen Gewehr an. Damit konnte er das Material noch vor Beginn der regulären Wintersaison unter Belastung ausprobieren.
Der Franzose plant langfristig mit seiner neuen Ausrüstung. Der Gewehrschaft soll nach Möglichkeit mindestens vier Jahre genutzt werden – ungefähr so lange wie das vorherige Modell.
Sollte kein vorzeitiger Wechsel notwendig werden, könnte Perrot mit diesem Material den gesamten kommenden Olympiazyklus bestreiten und sich damit auch auf die Olympischen Winterspiele 2030 vorbereiten.
Die wichtigsten Erfolge von Éric Perrot
Perrot geht als einer der erfolgreichsten französischen Biathleten der vergangenen Jahre in die Saison 2026/27. Seine Bilanz umfasst inzwischen Titel bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen sowie den Sieg im Gesamtweltcup.
Besonders erfolgreich verlief für den Franzosen die Zeit nach den Olympischen Spielen 2022 in Peking. Er etablierte sich dauerhaft im französischen Weltcup-Team und entwickelte sich zu einem der führenden Athleten im internationalen Biathlon.
Mit dem neuen Gewehr beginnt für Perrot nun der nächste Abschnitt. Technisch bleibt er dabei nah an dem Material, mit dem er während der vergangenen vier Jahre seine größten Erfolge erzielt hat.
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