Škoda erweitert sein Elektroauto-Angebot um den neuen kompakten Epiq. Das 4,17 Meter lange Modell erhält drei Antriebsvarianten, zwei Batterietypen, eine Reichweite von bis zu 441 Kilometern nach WLTP und einen Einstiegspreis von 25.900 Euro. Die Basisversionen sollen ab Oktober 2026 erhältlich sein. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf n-tv.
Das neue Modell ist vor allem für den Stadtverkehr konzipiert, die stärkste Variante eignet sich aufgrund ihrer technischen Daten jedoch auch für längere Strecken. Zu den wichtigsten Merkmalen des Epiq gehört sein praktischer Innenraum: Trotz kompakter Außenmaße bietet das Elektroauto einen Kofferraum mit 475 Litern Volumen.
Škoda Epiq erhält das neue Markendesign
Der Epiq gehört zu den ersten Serienmodellen von Škoda, bei denen die neue Designsprache „Modern Solid“ konsequent umgesetzt wird. Die Front wird von einer geschlossenen Fläche und T-förmigen LED-Scheinwerfern geprägt. Optional ist eine Matrix-Technologie mit zwölf Segmenten erhältlich.
Die T-förmige Grafik findet sich auch bei den Rückleuchten wieder. Optisch wirkt das Fahrzeug größer als seine tatsächlichen Abmessungen vermuten lassen. Ausgestellte Radhäuser und die Gestaltung der Stoßfänger unterstreichen zudem den Crossover-Charakter des Modells.
Der Epiq ist 4,17 Meter lang und verfügt über einen Radstand von 2,60 Metern. Dadurch steht nicht nur vorne ausreichend Platz zur Verfügung. Auch auf der Rückbank sollen zwei Erwachsene komfortabel sitzen können.
Der Kofferraum bietet bis zu 1.345 Liter
Eines der wichtigsten praktischen Merkmale des Epiq ist das Ladevolumen. Bei aufgestellten Rücksitzen stehen bis zu 475 Liter zur Verfügung. Werden die Rücksitze umgeklappt, wächst das Volumen auf bis zu 1.345 Liter.
Zusätzlicher Stauraum befindet sich unter dem Kofferraumboden. Darüber hinaus plant der Hersteller einen 25 Liter großen Stauraum unter der Fronthaube. Dort lässt sich beispielsweise das Ladekabel unterbringen.
Für die Sicherung des Gepäcks gibt es verschiedene Befestigungsmöglichkeiten und Haken. Die Fronthaube verfügt zudem über einen Mechanismus, der ein bequemes Öffnen mit einer Hand ermöglichen soll.
Im Innenraum bleiben physische Tasten erhalten
Vor dem Fahrer befindet sich ein kompaktes digitales Instrumentendisplay. Das zentrale Infotainmentsystem wird durch physische Bedienelemente für wichtige Funktionen ergänzt. Für alltägliche Einstellungen muss daher nicht ausschließlich über den Touchscreen navigiert werden.
Der Fahrstufenwähler sitzt an der Lenksäule. Ein separates Bedienelement für den adaptiven Tempomaten befindet sich hinter der linken Lenkradspeiche.
Die Vordersitze verfügen über hohe Rückenlehnen mit Schulterunterstützung. Bei der Gestaltung des Innenraums setzt Škoda zudem auf zahlreiche Ablagen und praktische Lösungen für kleinere Gegenstände.
Der Epiq kann das Innenraumklima bis zu zehn Stunden halten
Eine für diese Fahrzeugklasse ungewöhnliche Funktion ist der Camping-Modus. Damit lassen sich Temperatur und Luftfeuchtigkeit auch im geparkten Fahrzeug auf einem gewünschten Niveau halten.
Bei vollständig geladener Batterie kann das System bis zu zehn Stunden aktiv bleiben. Die Funktion ist unter anderem für längere Aufenthalte oder Übernachtungen im Fahrzeug vorgesehen.
Der Epiq verfügt außerdem über echtes One-Pedal-Driving. Beim Loslassen des Fahrpedals nutzt das Fahrzeug die Rekuperation und kann bis zum vollständigen Stillstand verzögern, ohne dass das Bremspedal betätigt werden muss.
Travel Assist nutzt Daten anderer Fahrzeuge
Zu den verfügbaren Assistenzsystemen gehört Travel Assist 3.0. Das System kombiniert Funktionen der Navigation mit dem adaptiven Tempomaten.
Dabei kann die Elektronik Informationen berücksichtigen, die von anderen Fahrzeugen stammen. Dazu gehört beispielsweise die durchschnittliche Geschwindigkeit des Verkehrs auf einem bestimmten Straßenabschnitt. Das System kann die Geschwindigkeit entsprechend anpassen, um unnötiges Beschleunigen und anschließendes Bremsen bei dichtem Verkehr zu vermeiden.
Die Verkehrszeichenerkennung kombiniert Informationen der Frontkamera mit laufend aktualisierten Online-Daten. Zudem ist eine Funktion vorgesehen, die rote Ampeln erkennen und das Fahrzeug automatisch abbremsen kann.
Škoda Epiq lässt sich per Smartphone einparken
Für das Modell wird ein intelligenter Parkassistent angeboten. Damit kann der Epiq aus der Ferne über ein Smartphone bewegt werden. Das soll insbesondere bei engen Parklücken hilfreich sein.
Das System kann außerdem die letzten 150 Meter einer gefahrenen Strecke speichern. Bei Bedarf kann das Fahrzeug diesen Weg automatisch rückwärts zurücklegen – beispielsweise dann, wenn man in eine schmale Zufahrt gefahren ist und dort keine Möglichkeit zum Wenden besteht.
Eine weitere Kamera überwacht die Blickrichtung des Fahrers. Erkennt das System, dass der Fahrer über einen längeren Zeitraum nicht auf die Straße schaut, kann es akustische Warnungen ausgeben und weitere Sicherheitsmaßnahmen einleiten.
Drei Epiq-Versionen mit bis zu 211 PS
Škoda hat drei wesentliche Modellvarianten vorbereitet: Epiq 35, Epiq 40 und Epiq 55.
Die beiden kleineren Varianten Epiq 35 und Epiq 40 erhalten eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie mit 37 kWh Kapazität. Die Leistung des Elektromotors beträgt je nach Version 116 beziehungsweise 135 PS.
Der stärkste Epiq 55 ist mit einer Nickel-Mangan-Kobalt-Batterie mit 52 kWh Kapazität und einem 211 PS starken Elektromotor ausgestattet.
Das Drehmoment an der Vorderachse beträgt je nach Ausführung bis zu 267 beziehungsweise 290 Nm.
Die WLTP-Reichweite liegt bei den Modellen mit kleiner Batterie bei bis zu 310 Kilometern. Der Epiq 55 soll mit einer Akkuladung bis zu 441 Kilometer erreichen.
Laden von 10 auf 80 Prozent in mindestens 24 Minuten
Auch die Schnellladeleistung unterscheidet sich je nach Modellvariante.
Der Epiq 35 unterstützt eine maximale DC-Ladeleistung von 50 kW. Für den entsprechenden Schnellladevorgang werden rund 33 Minuten angegeben.
Beim Epiq 40 sind bis zu 90 kW möglich. Der Akku kann damit in etwa 25 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden.
Der stärkste Epiq 55 unterstützt bis zu 105 kW. Hier dauert der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent laut den Angaben etwa 24 Minuten.
An Wechselstrom unterstützen alle drei Varianten 11 kW. Eine vollständige Ladung der kleineren Batterie dauert ungefähr vier Stunden, beim größeren Akku sind es rund fünfeinhalb Stunden.
Was kostet der Škoda Epiq?
Das günstigste Modell wird der Epiq Essence 35. Der Einstiegspreis liegt bei 25.900 Euro.
Der Epiq Essence 40 startet bei 27.900 Euro. Beide günstigeren Varianten sollen ab Oktober 2026 auf den Markt kommen.
Für den Epiq 55 mit 211 PS, einer 52-kWh-Batterie und einer maximalen WLTP-Reichweite von bis zu 441 Kilometern werden mindestens 32.100 Euro fällig.
Technische Daten des Škoda Epiq im Überblick
| Merkmal | Epiq 35 | Epiq 40 | Epiq 55 |
|---|---|---|---|
| Batterie | 37 kWh | 37 kWh | 52 kWh |
| Batterietyp | LFP | LFP | NMC |
| Leistung | 116 PS | 135 PS | 211 PS |
| WLTP-Reichweite | bis 310 km* | bis 310 km* | bis 441 km |
| DC-Ladeleistung | bis 50 kW | bis 90 kW | bis 105 kW |
| Schnellladezeit | ca. 33 Min. | ca. 25 Min. | ca. 24 Min. |
| Einstiegspreis | 25.900 Euro | 27.900 Euro | 32.100 Euro |
*Die tatsächliche Reichweite hängt von der jeweiligen Modellvariante und den Einsatzbedingungen ab.
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