Sony hat eine spürbare Verlangsamung bei den Verkäufen der PlayStation 5 gemeldet. Nach Angaben des Unternehmens wurden seit dem Marktstart insgesamt 93,7 Millionen PS5-Konsolen verkauft. Das jüngste Berichtsquartal zeigt jedoch einen klaren Rückgang der Nachfrage. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf СomputerВase.
Zwischen Januar und März 2026 verkaufte Sony 1,5 Millionen PlayStation-5-Konsolen. Im vergleichbaren Quartal des vorherigen Geschäftsjahres waren es noch 2,8 Millionen Geräte. Damit haben sich die Quartalsverkäufe nahezu halbiert.
Auf die Entwicklung wirken mehrere Faktoren: das Alter der aktuellen Konsolengeneration, die Preispolitik, die Lage bei wichtigen Komponenten und eine vorsichtigere Nachfrage nach teurer Unterhaltungselektronik. Sony weist in seinen Finanzunterlagen zudem darauf hin, dass künftige PS5-Verkäufe stark davon abhängen, ob Speicher zu vertretbaren Preisen verfügbar ist.
Sony plant PS5-Verkäufe vorsichtig wegen Speicher und SSDs
Das Unternehmen gab keine feste Prognose für die PlayStation-5-Verkäufe im neuen Geschäftsjahr ab. Sony erklärte, man werde die Hardware-Verkäufe der PS5 danach ausrichten, wie viel Speicher zu wirtschaftlich sinnvollen Preisen beschafft werden könne.
Dabei geht es um Komponenten, die die Herstellungskosten der Konsole direkt beeinflussen, darunter Arbeitsspeicher und SSD-Laufwerke. Vor dem Hintergrund knapper und teurer Bauteile erwartet Sony, dass die Profitabilität des Hardware-Geschäfts ungefähr auf dem Niveau des vorherigen Geschäftsjahres bleibt.
Ein weiterer Faktor ist der Preis der Konsole selbst. Nach der Preiserhöhung bei PS5 und PS5 Pro könnte die Nachfrage weiter unter Druck bleiben, insbesondere in Märkten, in denen Käufer empfindlich auf höhere Preise für Elektronik reagieren.
Spiele verkaufen sich stabiler, digitale Käufe dominieren
Während sich die Hardware-Verkäufe abschwächen, bleibt die Aktivität im PlayStation-Ökosystem hoch. Im jüngsten Quartal wurden 74,6 Millionen Spiele für PlayStation 4 und PlayStation 5 verkauft.
Gleichzeitig verschiebt sich die Verkaufsstruktur weiter in Richtung digitaler Markt. Im Berichtsquartal wurden 85 Prozent der Vollversionen digital gekauft. Physische Datenträger verlieren damit weiter an Bedeutung innerhalb des PlayStation-Geschäfts.
Auch das PlayStation Network bleibt ein zentraler Faktor für Sony. Nach Unternehmensangaben lag die Zahl der monatlich aktiven Nutzer im März bei 125 Millionen Konten. Sony bezeichnete diesen Wert als Rekord für ein viertes Quartal.
Sony erhöht Investitionen in die Plattform der nächsten Generation
Einen besonderen Schwerpunkt legte Sony im Bericht auf die künftige Spieleplattform. Das Unternehmen nannte die PlayStation 6 nicht ausdrücklich, sprach jedoch von höheren Investitionen in die „Plattform der nächsten Generation“.
In der Prognose für das Geschäftsjahr 2026 erklärt Sony, dass der operative Gewinn im Segment Game & Network Services ohne einmalige Effekte voraussichtlich etwa auf Vorjahresniveau bleiben werde. Als Grund nennt das Unternehmen unter anderem die höheren Ausgaben für die neue Plattform. Ohne diesen Effekt würde Sony im laufenden Geschäft mit einem zweistelligen Gewinnwachstum rechnen.
Sony und AMD hatten bereits zuvor bestätigt, ihre technologische Zusammenarbeit für künftige Spielesysteme fortzusetzen. In der Branche werden zudem Lösungen für Bildskalierung, Frame Generation und eine neue Grafikarchitektur diskutiert. Technische Details zur nächsten Konsole nennt Sony bisher nicht.
Starttermin der neuen PlayStation bleibt offen
Sony nannte keinen Termin für den Marktstart der nächsten PlayStation und veröffentlichte keine neuen Details zur Einführung. Im Bericht beschränkt sich das Unternehmen auf die finanzielle Aussage, dass die Investitionen in die Plattform der nächsten Generation steigen.
Die aktuelle PlayStation 5 bleibt weiterhin ein wichtiger Teil des Sony-Geschäfts. Der Bericht zeigt jedoch eine Verschiebung der Prioritäten: Die Hardware-Verkäufe der PS5 verlieren an Tempo, während Sony die Grundlage für die nächste Entwicklungsstufe seiner Spieleplattform legt.
Zusätzlichen Schwung für die PS5 könnte 2026 der Start großer Spiele bringen, darunter GTA 6. In der eigenen Prognose setzt Sony jedoch weniger auf einzelne Veröffentlichungen, sondern auf Kostenkontrolle, verfügbare Komponenten und eine stabile Profitabilität im Hardware-Geschäft.
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