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    Startseite»Verschiedenes»Stefan Mross rechnet nach dem Aus von „Immer wieder sonntags“ mit dem SWR ab
    Verschiedenes

    Stefan Mross rechnet nach dem Aus von „Immer wieder sonntags“ mit dem SWR ab

    Stefan Mross kritisiert nach dem Finale von „Immer wieder sonntags“ die SWR-Führung und spricht über eine mögliche Fortsetzung der Schlagershow.
    7 September 2026Lesedauer: 4 MinutenKarl HartmannKarl Hartmann
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    Stefan Mross kritisiert nach dem Finale von „Immer wieder sonntags“ die SWR-Führung und spricht über eine mögliche Fortsetzung der Schlagershow.
    Stefan Mross kritisiert nach dem Finale von „Immer wieder sonntags“ die SWR-Führung und spricht über eine mögliche Fortsetzung der Schlagershow.
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    Nach der letzten Ausgabe von „Immer wieder sonntags“ hat Sänger und Moderator Stefan Mross die Führung des Südwestrundfunks scharf kritisiert. Seine Wutrede hielt er bei einem internen Empfang, der nach der Liveübertragung aus dem Europa-Park in Rust stattfand. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf web.de.

    Letzte Sendung endete mit Tränen

    Die Musiksendung „Immer wieder sonntags“, die seit 1995 im Ersten ausgestrahlt wurde, ist nach 31 Jahren eingestellt worden. Für den 50-jährigen Mross, der das Format seit 2005 moderierte, bedeutete die letzte Ausgabe einen emotionalen Abschied von der Sendung und ihrem Stammpublikum.

    In den letzten Minuten der Liveübertragung konnte der Moderator seine Tränen nicht zurückhalten. An der Abschiedssendung nahmen unter anderem Andy Borg, Vanessa Mai, Semino Rossi und Peggy March teil. Auch Marianne und Michael Hartl kehrten für einen einmaligen Auftritt aus dem Ruhestand zurück.

    Nach der Sendung lud der SWR den Moderator, die Künstler, das Produktionsteam und die Senderführung zu einem Empfang ein. Die Veranstaltung sollte den offiziellen Abschluss der langjährigen Showgeschichte bilden.

    Mross wirft der Senderführung Heuchelei vor

    Während des Empfangs hielten SWR-Intendant Kai Gniffke und Programmdirektor Clemens Bratzler Ansprachen. Sie würdigten die Arbeit von Mross und seinem Team und erklärten zugleich die Gründe für das Ende der Sendung.

    Der Moderator empfand die Worte der Verantwortlichen jedoch als unehrlich. Nachdem er das Mikrofon übernommen hatte, erklärte er, Gniffkes Ansprache habe ihn an eine Grabrede erinnert. Mross zeigte zudem Unverständnis darüber, dass bei der Erwähnung negativer Entwicklungen rund um die Sendung applaudiert worden sei.

    Besonders scharf wandte er sich an Clemens Bratzler, der ihm im März die Einstellung der Show mitgeteilt hatte. Mross äußerte den Verdacht, die Entscheidung könne mit persönlichen Motiven des Programmdirektors zusammenhängen.

    Der Moderator betonte, dass nicht nur er seinen Arbeitsplatz verloren habe. Die Verantwortlichen hätten eine komplette Fernsehsendung eingestellt und anschließend ausführlich deren Bedeutung und Erfolge gewürdigt.

    Streit über das künftige Sonntagsprogramm

    Ein weiterer Konflikt entstand bei der Frage, welche Sendung künftig den bisherigen Sendeplatz von „Immer wieder sonntags“ übernehmen soll. Mross erklärte, er habe Bratzler gefragt, was der SWR sonntags um 10.03 Uhr zeigen werde.

    Nach Darstellung des Moderators sei ihm geantwortet worden, dass wahrscheinlich Wiederholungen von „Immer wieder sonntags“ ausgestrahlt würden. Bratzler wies diese Darstellung während des Empfangs entschieden zurück. Seine Reaktion soll bei Teilen des Publikums Unmut ausgelöst haben.

    Mross sagte außerdem, dass er ursprünglich nicht an der Veranstaltung habe teilnehmen wollen. Er sei ausschließlich wegen seines Teams gekommen, mit dem er fast 22 Jahre lang eng zusammengearbeitet habe. An die übrigen Beteiligten richtete er eine grobe Bemerkung. Anschließend bezeichnete er sich als „Stehaufmännchen“, kündigte an weiterzumachen und verließ den Saal.

    Rede des Moderators war vorbereitet

    Später erklärte Mross, sein Auftritt sei keineswegs spontan gewesen. Er habe die Rede im Voraus vorbereitet, weil er damit gerechnet habe, dass der SWR bei dem Empfang vor allem die eigene Arbeit feiern werde.

    Der Moderator verwies darauf, dass die Mitarbeiter der Sendung tief enttäuscht über das Ende des Formats seien. Der Gegensatz zwischen der Stimmung im Team und dem feierlichen Charakter des Empfangs habe seine emotionale Reaktion ausgelöst.

    Der SWR äußerte sich zurückhaltend zu dem Vorfall. Sendersprecher Jürgen Ruf erklärte, die Arbeit von Stefan Mross und dem gesamten Team sei mit einer besonderen Abschiedsausgabe gewürdigt worden. Auch bei nachvollziehbaren Emotionen bleibe ein respektvoller Umgang für den Sender von großer Bedeutung.

    Die konkreten Aussagen des Moderators während der internen Veranstaltung wollte der SWR nicht öffentlich kommentieren.

    Mross hofft auf eine Fortsetzung der Show

    Trotz der Entscheidung der ARD schließt Stefan Mross eine Fortsetzung von „Immer wieder sonntags“ bei einem anderen Sender nicht aus. Nach seinen Angaben wurden bereits Gespräche mit anderen Fernsehanbietern geführt. Namen möglicher Partner und Einzelheiten der Verhandlungen nannte er nicht.

    „Immer wieder sonntags“ wurde erstmals am 11. Juni 1995 im Ersten ausgestrahlt. Der erste Moderator war Max Schautzer. Im Jahr 2004 übernahm Sebastian Deyle kurzzeitig die Sendung, bevor Mross 2005 die Moderation erhielt.

    Die Einstellung des Formats wurde im März bekannt gegeben. Die ARD begründete die Entscheidung mit notwendigen Einsparungen und veränderten Sehgewohnheiten. Innerhalb von zehn Jahren sei die Zuschauerzahl um etwa 30 Prozent zurückgegangen, während immer weniger Menschen klassisches lineares Fernsehen nutzten.

    Lesen Sie auch: Helene Fischer stellt neuen Goldene-Henne-Rekord auf

    deutsches Fernsehen Ende der ARD-Show Immer wieder sonntags Stefan Mross Streit mit dem SWR
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    Karl Hartmann

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