Charlize Theron hat angesichts der Entwicklung künstlicher Intelligenz dazu aufgerufen, das gemeinsame Kinoerlebnis zu bewahren. Bei ihrem Auftritt auf dem Forum México Siglo XXI am 4. September in Mexiko-Stadt betonte die Schauspielerin und Produzentin die Bedeutung persönlicher Begegnungen. Sie erkannte die Möglichkeiten neuer Technologien für die Filmproduktion an, warnte jedoch davor, dabei zwischenmenschliche Beziehungen aus dem Blick zu verlieren. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf ms-aktuell.
Was Theron an der Entwicklung künstlicher Intelligenz beunruhigt
Bei ihrem Auftritt im Nationalauditorium erklärte die 51-Jährige, dass sie an die Zukunft der Kinos glaube. Das gemeinsame Anschauen eines Films habe einen besonderen Wert, den die Branche erhalten müsse. Ein Kinobesuch solle ein Ereignis bleiben, für das Menschen gerne ihr Zuhause verlassen.
Theron lehnt technologische Veränderungen nicht grundsätzlich ab. Sie räumte ein, dass digitale Werkzeuge Produktionsabläufe verändern und in bestimmten Fällen Kosten senken können. Ihre Sorge gilt vor allem der Frage, ob diese Entwicklungen die Entfremdung zwischen Menschen verstärken könnten.
Die Diskussion über künstliche Intelligenz verband die Schauspielerin mit einer umfassenderen gesellschaftlichen Frage: Wie lassen sich persönliche Kontakte in einer zunehmend digitalen Umgebung aufrechterhalten? Technologischer Fortschritt könne mit Kreativität vereinbar sein, solange menschliche Beziehungen ihren Stellenwert behielten.
Unabhängige Filme und Festivals bleiben wichtig
Theron hob außerdem die Bedeutung des unabhängigen Films und der Filmfestivals hervor. Sie zeigte sich überzeugt, dass Filmschaffende und Publikum auch künftig unterschiedliche Formen des Kinos unterstützen werden.
Die Schauspielerin betrachtet den technologischen Wandel nicht als zwangsläufiges Ende der traditionellen Filmproduktion. In ihrem Auftritt sprach sie sich dafür aus, Räume zu erhalten, in denen Menschen Filme schaffen, einander begegnen und gemeinsam Vorführungen erleben.
Theron spricht über ihre Arbeit mit Christopher Nolan
Auf dem Forum erwähnte die Schauspielerin auch ihre Mitwirkung an Christopher Nolans „Die Odyssee“. Sie beschrieb ihre eigene Rolle scherzhaft als vergleichsweise kurz. Zugleich würdigte sie die Fähigkeit des Regisseurs, junge Zuschauer für große Filmprojekte zu begeistern.
Für Theron zeigen Nolans Arbeiten, wie aufwendige Produktionen das Interesse am Kinoerlebnis auf der großen Leinwand aufrechterhalten können.
Die Schauspielerin arbeitet seit Jahren auch als Produzentin. 2004 erhielt sie für ihre Hauptrolle in „Monster“ einen Oscar. Zu ihren weiteren bekannten Filmen zählen „Mad Max: Fury Road“, „Atomic Blonde“ und „The Old Guard“.
Academy Museum zeichnet Theron mit dem Icon Award aus
Am 22. August nahm Theron an einem Gespräch mit Mitgliedern des Jugendbeirats des Academy Museum of Motion Pictures in Los Angeles teil. Anschließend wurde „Mad Max: Fury Road“ gezeigt, in dem sie Furiosa verkörpert. Die Schauspielerin berichtete von den Dreharbeiten, die überwiegend in Namibia stattfanden. George Millers Film erhielt zehn Oscar-Nominierungen und gewann sechs Auszeichnungen.
Am 17. Oktober 2026 soll Theron bei der sechsten jährlichen Gala des Museums den Icon Award erhalten. Die Auszeichnung würdigt Künstlerinnen und Künstler, deren Karriere weltweit bedeutenden Einfluss ausgeübt hat.
Neben ihr werden bei der Veranstaltung auch Regisseur und Komponist John Carpenter sowie Schauspieler Colman Domingo geehrt. Die Einnahmen sollen unter anderem Ausstellungen, Filmvorführungen und Bildungsprogramme des Museums unterstützen.
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