An den Stränden der Lübecker Bucht sind Hunderte rosa bis rötliche Quallen angespült worden. Die Tiere lagen dicht beieinander im Sand und im flachen Wasser. Anfang der Woche war das Phänomen bei Großenbrode nahe der Insel Fehmarn in Schleswig-Holstein zu beobachten. Eine Meeresbiologin erklärt die Ansammlungen mit dem Zusammenspiel von Wind und Strömungen. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf kreiszeitung.
Welche Quallen an den Stränden der Lübecker Bucht liegen
Nach Einschätzung von Ina Stoltenberg vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel handelt es sich vermutlich um Exemplare der Art Cyanea capillata, die auch als Feuerqualle bekannt ist. Eine abschließende Bestimmung der Tiere liegt damit nicht vor.
Die Färbung dieser Quallen kann variieren. Junge und kleinere Exemplare sind häufig rosa oder rötlich statt gelblich-braun. Solche rosa bis roten Schirme waren auch bei den angespülten Tieren zu erkennen.
Diese Quallen kommen regelmäßig in der Ostsee vor und gehören zum dortigen Ökosystem.
Warum Hunderte Quallen gleichzeitig angespült werden
Verantwortlich für die Ansammlungen sind vor allem auflandiger Wind und entsprechende Meeresströmungen. Quallen gehören zum Plankton: Sie können sich zwar im Wasser bewegen, aber nicht wirksam gegen die Strömung anschwimmen. Deshalb werden sie ins flache Wasser und schließlich an den Strand getrieben.
Solche Ansammlungen können örtlich stark begrenzt sein. Nach Stoltenbergs Erklärung liegen an einem Strandabschnitt mitunter Tausende Quallen, während am benachbarten Strand keine einzige zu sehen ist.
Auch der saisonale Lebenszyklus beeinflusst, wie häufig die Tiere angespült werden. Der Expertin zufolge treten solche Ereignisse vom Herbst bis in den Januar oder Februar häufiger auf.
Warum angespülte Quallen nicht berührt werden sollten
Stoltenberg warnt Strandbesucher davor, die angespülten Quallen anzufassen. Dass ein Tier regungslos im Sand liegt oder bereits abgestorben ist, bedeutet nicht, dass eine Berührung ungefährlich wäre.
Nach Angaben der Expertin kann das Gift auch nach dem Tod der Qualle noch eine Zeit lang wirksam bleiben. Die Tiere sollten deshalb nur betrachtet oder fotografiert werden, ohne sie zu berühren.
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