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    Startseite»Gesundheit»Frühgeborenes stirbt nach Enterobacter-Infektion in Paderborner Klinik
    Gesundheit

    Frühgeborenes stirbt nach Enterobacter-Infektion in Paderborner Klinik

    In einer Klinik in Paderborn starb ein Frühgeborenes nach einer Enterobacter-Infektion an Sepsis. Ein weiteres Baby befindet sich in kritischem Zustand.
    23 August 2026Lesedauer: 4 MinutenKarl HartmannKarl Hartmann
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    In einer Klinik in Paderborn starb ein Frühgeborenes nach einer Enterobacter-Infektion an Sepsis. Ein weiteres Baby befindet sich in kritischem Zustand.
    In einer Klinik in Paderborn starb ein Frühgeborenes nach einer Enterobacter-Infektion an Sepsis. Ein weiteres Baby befindet sich in kritischem Zustand.
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    In der Frauen- und Kinderklinik St. Louise in Paderborn werden mehrere Infektionen mit Bakterien der Gattung Enterobacter untersucht. Ein Frühgeborenes starb nach einer schweren Sepsis, ein weiteres Kind befindet sich weiterhin in kritischem Zustand. Bei zwei weiteren Frühgeborenen wurde der Erreger ebenfalls nachgewiesen, bislang zeigen sie jedoch keine Krankheitssymptome. Die Klinik hat ihre Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen verschärft und die Aufnahme geplanter Frühgeburten vorübergehend eingeschränkt. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Вild.

    Acht Frühgeborene befinden sich derzeit auf der Station

    Der Vorfall ereignete sich auf der neonatologischen Intensivstation, auf der besonders kleine und medizinisch gefährdete Neugeborene behandelt werden. Nach Angaben der Klinik starb am Dienstag ein Frühgeborenes an einer schweren Sepsis infolge einer Enterobacter-Infektion.

    Auch bei einem zweiten Baby führte die Infektion zu einem schweren Krankheitsverlauf. Kliniksprecherin Silke Sauerwein erklärte, der Zustand des Kindes habe sich inzwischen etwas stabilisiert. Entwarnung könne jedoch noch nicht gegeben werden.

    Bei zwei weiteren Frühgeborenen wurde das Bakterium ebenfalls nachgewiesen. Sie zeigen derzeit keine Symptome einer Infektion. Insgesamt befinden sich aktuell acht Frühgeborene auf der Intensivstation.

    Die Klinik St. Louise gehört zu einem Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe und behandelt unter anderem sehr früh geborene sowie schwer erkrankte Neugeborene.

    Klinik schränkt Aufnahme neuer Patienten ein

    Nach dem Nachweis des Erregers wurden die Sicherheits- und Hygienemaßnahmen in der Klinik deutlich verschärft. Geplante Frühgeburten werden derzeit in Krankenhäuser in Lippstadt und Bielefeld verlegt.

    Die Notfallversorgung bleibt jedoch gewährleistet. Sollte eine Frühgeburt unerwartet beginnen und eine Verlegung der Schwangeren nicht mehr möglich sein, kann die Entbindung weiterhin in Paderborn stattfinden.

    Das Neugeborene würde in einem solchen Fall getrennt von den Kindern untergebracht, bei denen Enterobacter bereits festgestellt wurde. Damit sollen mögliche Kontakte und eine weitere Übertragung innerhalb der Station verhindert werden.

    Die Klinikleitung zeigte sich tief betroffen vom Tod des Kindes. Den Eltern und Angehörigen wurden Beileid und Anteilnahme ausgesprochen. Gleichzeitig werde alles unternommen, um das zweite schwer erkrankte Frühgeborene bestmöglich zu behandeln und die Ursache der Infektionen zu klären.

    Was über Enterobacter bekannt ist

    Enterobacter bezeichnet eine Gattung von Bakterien, die unter anderem Bestandteil der menschlichen Darmflora sein können und auch in der Umwelt vorkommen. Für gesunde Menschen stellen sie in der Regel keine erhebliche Gefahr dar.

    Anders ist die Situation bei besonders gefährdeten Patienten wie Frühgeborenen. Aufgrund ihres noch nicht vollständig entwickelten Immunsystems können Infektionen bei ihnen wesentlich schwerer verlaufen.

    Enterobacter kann unter anderem Infektionen der Lunge, der Harnwege oder von Wunden verursachen. Gelangen die Bakterien in den Blutkreislauf, kann sich eine Sepsis entwickeln. Dabei handelt es sich um eine schwere Reaktion des Körpers auf eine Infektion, die lebensbedrohlich werden kann.

    Nach Angaben der Klinik handelt es sich bei dem in Paderborn nachgewiesenen Erreger nicht um einen multiresistenten Keim, der gegen mehrere Antibiotikagruppen unempfindlich ist.

    Ursache der Infektionen bislang ungeklärt

    Woher das Bakterium stammt und wie sich die Frühgeborenen angesteckt haben, ist bislang nicht bekannt.

    Nach Angaben des Krankenhauses waren die Kinder bei ihrer Aufnahme nicht infiziert. Der Erreger wurde erst zu einem späteren Zeitpunkt während ihres Klinikaufenthalts festgestellt. Dieser Umstand spielt bei der Suche nach einer möglichen Infektionsquelle eine wichtige Rolle.

    Die Fachleute untersuchen außerdem, ob es sich bei den bei allen vier Kindern gefundenen Bakterien um denselben Erregerstamm handelt. Dadurch könnte geklärt werden, ob die Fälle unmittelbar miteinander zusammenhängen und eine gemeinsame Infektionsquelle existiert.

    Die Klinik arbeitet bei den Untersuchungen mit dem Gesundheitsamt, Fachleuten für Krankenhaushygiene und Mikrobiologen zusammen. Dabei werden mögliche Übertragungswege und potenzielle Quellen des Erregers überprüft.

    Für die Klinik ist es der erste derartige Fall

    Nach Angaben von Kliniksprecherin Silke Sauerwein war Enterobacter zuvor noch nicht in der Einrichtung festgestellt worden. Es handle sich um den ersten bekannten Fall dieser Art in der Klinik.

    Bei den beiden Frühgeborenen mit positivem Erregernachweis, die keine Krankheitssymptome zeigen, wird der Gesundheitszustand weiterhin engmaschig überwacht.

    Das zweite schwer erkrankte Kind befindet sich ebenfalls weiterhin unter intensivmedizinischer Beobachtung. Sein Zustand hat sich nach Angaben der Klinik etwas stabilisiert, gilt aber weiterhin als ernst.

    Die Einschränkungen bei geplanten Frühgeburten bleiben zunächst bestehen. Gleichzeitig setzt die Klinik die verstärkten Hygienemaßnahmen sowie die mikrobiologischen Untersuchungen fort, um die Herkunft des Erregers und mögliche Übertragungswege zu ermitteln.

    Lesen Sie auch: Deutschland erhöht die Vergütung für Grippeimpfungen in Apotheken

    Enterobacter Paderborn Infektion bei Frühgeborenen Keime auf Neugeborenenstation Klinik St. Louise Sepsis bei Neugeborenen
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    Karl Hartmann

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