Ein Angelausflug an einen abgelegenen See in Kanada endete für ein älteres Ehepaar tödlich. Deb und Jay MacDonald hatten sich zu ihrer Fischerhütte am MacTavish Lake begeben. Nachdem ihre Angehörigen mehrere Tage lang keinen Kontakt zu ihnen herstellen konnten, wurde eine Suchaktion eingeleitet. Später bestätigte sich, dass die beiden Opfer eines Schwarzbärenangriffs geworden waren. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf pirsch.
Suche nach dem Ehepaar endet mit grausigem Fund
Nach Angaben der kanadischen Polizei hielt sich das Paar in der Umgebung des MacTavish Lake auf. Der abgelegene See ist ausschließlich mit einem Kleinflugzeug erreichbar. Als Verwandte die Rentner telefonisch nicht erreichen konnten, wurden die Behörden eingeschaltet.
Einsatzkräfte der Royal Canadian Mounted Police fanden die Leiche von Jay MacDonald am Ufer des Sees. Die Suche nach seiner Ehefrau wurde fortgesetzt. Einen Tag später entdeckten die Ermittler ihre sterblichen Überreste in dichter Vegetation unweit des Fundorts.
Die Ermittler kamen zu dem Ergebnis, dass beide durch den Angriff eines Schwarzbären ums Leben gekommen waren.
Behörden untersuchen die Umstände des Angriffs
Angehörige der Opfer berichteten, dass das Ehepaar kurz vor dem Unglück von einer ungewöhnlich hohen Zahl an Schwarzbären in der Region gesprochen hatte.
Tödliche Angriffe gelten dort dennoch als äußerst selten. Nach offiziellen Angaben wurden seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1983 lediglich vier tödliche Schwarzbärenattacken auf Menschen registriert. Der vorherige Fall ereignete sich im vergangenen Jahr, als ein 27-jähriger Mann in der Nähe einer Uranmine von einem Schwarzbären getötet wurde.
Das Tier, das nach Einschätzung der Behörden für den aktuellen Angriff verantwortlich war, wurde erschossen. Der Kadaver soll nun untersucht werden, um mögliche Ursachen für das aggressive Verhalten festzustellen.
Lesen Sie auch: Zweifacher Abfahrts-Weltcupsieger Roland Collombin ist tot
