Die Kleinstadt Harburg in Bayern ist nach einem schweren Gewitter praktisch in eine westliche und eine östliche Stadthälfte geteilt worden. Ein Blitzschlag setzte die Technik an zwei Bahnübergängen außer Betrieb, wodurch die Schranken nicht mehr funktionierten. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf welt.
Beide Bahnübergänge liegen an den einzigen Straßen, die eine direkte Verbindung zwischen den beiden Stadtteilen ermöglichen. Nach dem technischen Defekt blieben die Schranken geschlossen, sodass der Fahrzeugverkehr über die Gleise vollständig eingestellt werden musste.
Nach Angaben der Polizei können Autofahrer derzeit nicht mehr direkt zwischen dem westlichen und dem östlichen Teil Harburgs fahren. Für viele Anwohner bedeutet dies Umleitungen von mehreren Kilometern.
Am Morgen begannen die Straßenmeisterei und die zuständigen Behörden damit, eine Umleitungsstrecke einzurichten und den Verkehr entsprechend auszuschildern. Ein Polizeisprecher konnte jedoch noch keinen Zeitpunkt für die Wiederherstellung der Anlage nennen. Es sei möglich, dass die Einschränkungen bis zum nächsten Morgen und damit auch während des Berufsverkehrs bestehen bleiben.
Reparatur verzögert sich wegen weiterer Sturmschäden
Die Deutsche Bahn wurde über den Defekt informiert. Nach Angaben der Polizei sind die Techniker derzeit jedoch an zahlreichen wetterbedingten Störungen in der Region im Einsatz, sodass sich die Reparatur in Harburg verzögern könnte.
Bis die technische Anlage überprüft und instand gesetzt ist, bleiben beide Bahnübergänge geschlossen. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die ausgeschilderten Umleitungen zu nutzen und mehr Fahrzeit einzuplanen.
Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass das Umfahren geschlossener Bahnschranken oder die Nutzung inoffizieller Ausweichstrecken verboten ist. Solche Verstöße stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko für den Straßen- und Schienenverkehr dar.
Harburg liegt im Landkreis Donau-Ries im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben. Frühere Berichte hatten den Ort fälschlicherweise Baden-Württemberg zugeordnet. Diese Angabe wurde inzwischen korrigiert.
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