Am Gardasee im Norden Italiens ist ein größerer Waldbrand ausgebrochen. Wegen der schnellen Ausbreitung der Flammen wurden mehr als 200 Menschen in Sicherheit gebracht, darunter auch Touristen. Starker Wind, anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen erschweren den Einsatz der Feuerwehr. Die Einsatzkräfte konzentrieren sich derzeit vor allem darauf, das Feuer einzudämmen und Wohnhäuser zu schützen. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf tagesschau.
Nach Angaben der Rettungskräfte brach der Brand in der Gemeinde Tignale am Westufer des Gardasees aus. Das Feuer erfasste das Berggebiet oberhalb der Küste und breitete sich am Freitagabend, dem 7. August, rasch aus. Die Löscharbeiten dauerten die gesamte Nacht über an.
Wegen der Gefahr für Wohngebiete und touristische Einrichtungen ordneten die Behörden vorsorgliche Evakuierungen an. Mehr als 200 Menschen wurden in sichere Gebiete gebracht. Unter den Evakuierten befanden sich auch Urlauber aus einer Ferienanlage. Zudem mussten mehrere Ferienhäuser geräumt werden.
Der Gardasee ist der größte See Italiens und eines der beliebtesten Reiseziele im Norden des Landes. Besonders bei Urlaubern aus Deutschland ist die Region stark gefragt.
Feuerwehr schützt Wohnhäuser am Gardasee
Am Morgen des Samstag, 8. August, liefen die Löscharbeiten weiter. Zahlreiche Einsatzkräfte waren vor Ort. Unterstützt wurden sie von Löschflugzeugen und Hubschraubern.
Starke Windböen und hohe Flammen erschweren die Arbeit der Feuerwehr erheblich. Bislang ist es den Einsatzkräften nicht gelungen, den Brand vollständig unter Kontrolle zu bringen.
Nach Angaben der Feuerwehr besteht die wichtigste Aufgabe derzeit darin, aktive Brandherde einzugrenzen und ein Übergreifen der Flammen auf Wohngebäude zu verhindern.
„Derzeit konzentrieren sich die Maßnahmen auf die Eindämmung der Brandherde und den Schutz einzelner Wohngebäude“, teilten die Einsatzkräfte mit.
Die Ursache des Feuers ist bislang ungeklärt. Berichte über Verletzte im Zusammenhang mit dem Brand lagen zunächst nicht vor.
Italien leidet unter anhaltender Hitze mit mehr als 40 Grad
Der Waldbrand am Gardasee fällt in eine Phase außergewöhnlich hoher Temperaturen, die Italien bereits seit mehreren Wochen belasten. In zahlreichen Regionen steigen die Werte zeitweise auf über 40 Grad Celsius.
Die Hitze geht mit anhaltender Trockenheit einher. Dadurch trocknet die Vegetation stark aus, was die Gefahr von Wald- und Flächenbränden deutlich erhöht. Auch die Wasserstände großer Flüsse sind niedrig. Unter anderem führt der Po, einer der wichtigsten Flüsse des Landes, derzeit deutlich weniger Wasser.
In vielen größeren Städten Italiens gilt wegen der extremen Temperaturen die höchste Warnstufe Rot. Nach den derzeitigen Prognosen ist mindestens bis Mitte August nicht mit einer deutlichen Abkühlung zu rechnen.
Rote Hitzewarnung von Bozen bis Palermo
In Italien wird die rote Warnstufe ausgerufen, wenn extreme Temperaturen in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit eine ernsthafte Gesundheitsgefahr darstellen.
Unter solchen Bedingungen sind nicht nur ältere Menschen, Kinder und Personen mit chronischen Erkrankungen gefährdet. Auch gesunde Menschen können gesundheitliche Probleme bekommen, insbesondere wenn sie sich längere Zeit im Freien aufhalten oder körperlich aktiv sind.
Die Hitzewarnungen betreffen große Teile Italiens. Sie reichen von Bozen in Südtirol im Norden bis nach Palermo auf der Mittelmeerinsel Sizilien im Süden.
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