BMW beschleunigt die Produktion des neuen elektrischen iX3 im Werk Debrecen. Der Standort in Ungarn ist auf einen Drei-Schicht-Betrieb umgestellt worden und produziert nun rund um die Uhr. Grund dafür ist der schnell gewachsene Auftragsbestand für das Neue-Klasse-Modell: In Europa wurden bereits mehr als 100.000 Fahrzeuge bestellt. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf insideevs.
Rund 50.000 Fahrzeuge hat BMW bereits produziert. Damit müssen noch etwa ebenso viele iX3 gebaut werden, um den bisherigen Auftragsbestand abzuarbeiten.
BMW-Werk in Debrecen arbeitet jetzt in drei Schichten
Das Werk in Ungarn gehört zu den wichtigsten Produktionsstandorten von BMW für die neue Generation von Elektroautos. Nach dem Produktionsstart des iX3 wurde zunächst in einer Schicht gearbeitet. Die steigende Nachfrage machte jedoch eine schrittweise Ausweitung der Kapazitäten erforderlich.
Inzwischen wurde die dritte Schicht eingeführt. Dadurch können die Produktionslinien rund um die Uhr betrieben werden.
Nach Angaben von BMW handelt es sich beim Hochlauf in Debrecen um den bislang schnellsten Produktionsanstieg in der Geschichte der BMW Group. Innerhalb von rund acht Monaten wurde der Betrieb von einer Schicht auf eine Produktion rund um die Uhr erweitert.
Mehr als 5.000 Beschäftigte arbeiten am ungarischen Standort. Das Werk wurde speziell auf die Fertigung der neuen Fahrzeuggeneration Neue Klasse und die dafür vorgesehenen Produktionsverfahren ausgerichtet.
Mehr als 100.000 Bestellungen für den BMW iX3 in Europa
Der wichtigste Grund für die Ausweitung der Produktion ist die hohe Zahl der Bestellungen. Seit der Einführung der neuen Generation des BMW iX3 wurden in Europa mehr als 100.000 Fahrzeuge bestellt.
Etwa die Hälfte dieses Volumens ist bereits produziert. Rund 50.000 Fahrzeuge haben das Werk verlassen, während sich weitere etwa 50.000 iX3 im Auftragsbestand befinden.
Für BMW ist diese Entwicklung auch wegen der strategischen Bedeutung des Modells relevant. Der iX3 ist das erste Serienfahrzeug auf Basis der neuen Neue-Klasse-Architektur.
BMW plant zweites Elektroauto für Debrecen
Mit der höheren iX3-Produktion ist der Ausbau des ungarischen Standorts noch nicht abgeschlossen. Bereits im Herbst soll eine zweite elektrische Modellreihe in die Produktion aufgenommen werden.
Welches Fahrzeug dort zusätzlich gebaut wird, hat BMW bislang nicht offiziell genannt. Als möglicher Kandidat gilt der iX4, ein coupéartig gestaltetes Elektro-SUV, das technisch eng mit dem iX3 verwandt sein dürfte.
Mit einem zweiten Modell könnte BMW die Kapazitäten des neuen Werks stärker auslasten und die vorhandene Produktionsinfrastruktur für mehrere Elektrofahrzeuge nutzen.
BMW will die iX3-Produktion außerhalb Europas ausbauen
Zunächst werden die elektrischen Neue-Klasse-SUVs in Debrecen gefertigt. Die Produktion soll künftig jedoch auf weitere Standorte ausgeweitet werden.
Als nächster Produktionsstandort ist das BMW-Werk in San Luis Potosí in Mexiko vorgesehen. Dort soll voraussichtlich 2027 die Fertigung des iX3 für den amerikanischen Markt beginnen.
BMW kann damit die Produktion der neuen Elektrofahrzeuge auf mehrere Regionen verteilen und die Fahrzeuge näher an wichtigen Absatzmärkten fertigen.
Was über den neuen BMW iX3 bekannt ist
Der neue iX3 spielt für BMW nicht nur wegen der hohen Bestellzahlen eine wichtige Rolle. Das Fahrzeug basiert auf einer neuen Architektur und nutzt die nächste Generation der Batterie-, Elektronik- und Produktionstechnologien des Herstellers.
Für die US-Version wird eine Reichweite von bis zu rund 434 Meilen beziehungsweise etwa 698 Kilometern nach EPA-Schätzung angegeben.
Auch bei der Ladeleistung setzt BMW auf kurze Standzeiten. An einer entsprechend leistungsfähigen Gleichstrom-Schnellladestation soll sich der Akku in etwa 21 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden lassen.
Mit dem iX3 tritt BMW im Segment der elektrischen Mittelklasse-SUVs an, in dem der Wettbewerb weiter zunimmt. Zu den vergleichbaren neuen Modellen gehören unter anderem der Volvo EX60 und der elektrische Mercedes-Benz GLC.
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