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    Startseite»Technologie»Xiaomi SU7 steigert Verkäufe deutlich: über 80.000 Bestellungen
    Technologie

    Xiaomi SU7 steigert Verkäufe deutlich: über 80.000 Bestellungen

    Xiaomi SU7 sammelte mehr als 80.000 Bestellungen in 48 Tagen nach dem Update. Der Konzern erhöht Auslieferungen, Rabatte und Druck auf Tesla
    7 Mai 2026Lesedauer: 7 MinutenKarl HartmannKarl Hartmann
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    Xiaomi SU7 sammelte mehr als 80.000 Bestellungen in 48 Tagen nach dem Update. Der Konzern erhöht Auslieferungen, Rabatte und Druck auf Tesla
    Xiaomi SU7 sammelte mehr als 80.000 Bestellungen in 48 Tagen nach dem Update. Der Konzern erhöht Auslieferungen, Rabatte und Druck auf Tesla
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    Xiaomi macht seinen ersten elektrischen Sedan SU7 in kurzer Zeit zu einem der auffälligsten Modelle auf dem chinesischen Automarkt. Nach dem Start der überarbeiteten Version sammelte das Fahrzeug in weniger als zwei Monaten mehr als 80.000 bestätigte Bestellungen. Für ein Unternehmen, das lange vor allem als Smartphone-Hersteller wahrgenommen wurde, ist das kein Randprojekt mehr, sondern ein klarer Einstieg in den Kreis der ernstzunehmenden Anbieter von Elektroautos. Die Website imowell.de berichtet unter Berufung auf arenaev.

    Xiaomi SU7 erreicht mehr als 80.000 bestätigte Bestellungen

    Der überarbeitete Xiaomi SU7 kam im März 2026 auf den Markt. Innerhalb von 48 Tagen nach Verkaufsstart erhielt das Unternehmen mehr als 80.000 sogenannte Locked-in Orders. Dabei handelt es sich um Bestellungen von Kunden, die bereits eine Anzahlung geleistet und sich damit einen Liefertermin gesichert haben.

    Das ist auf dem chinesischen Automarkt ein wichtiger Indikator. Dort bedeutet großes Interesse an einem neuen Modell nicht automatisch, dass daraus auch tatsächliche Auslieferungen werden. Im Fall des SU7 zeigen die Zahlen jedoch, dass Xiaomi nicht nur Aufmerksamkeit erzeugt, sondern auch zahlungsbereite Käufer erreicht.

    Im April lieferte Xiaomi Auto mehr als 30.000 Fahrzeuge aus. Das war ein deutlicher Schritt nach vorn, nachdem die Verkäufe in China im März bei 21.440 Autos gelegen hatten. Für eine Marke, die erst seit kurzer Zeit auf dem Automarkt aktiv ist, sprechen solche Stückzahlen für eine schnelle Skalierung der Produktion und eine stabile Nachfrage.

    Xiaomi profitiert dabei auch vom direkten Vergleich mit dem Tesla Model 3. Der SU7 positioniert sich in China als technologisch stark ausgestatteter Konkurrent mit aggressiver Preisstrategie. Damit erhöht Xiaomi den Druck auf etablierte Anbieter im mittleren und gehobenen Elektroauto-Segment.

    Preisstrategie: SU7 bleibt günstiger als viele Wettbewerber

    Ein zentrales Verkaufsargument des Xiaomi SU7 bleibt der Preis. Die Basisversion SU7 Standard startet bei 219.900 Yuan. Die stärkere Max-Version kostet ab 303.900 Yuan. Damit bleibt das Modell unter dem Niveau vieler Premium-Konkurrenten, ohne sich als Billigauto zu positionieren.

    Die Modellreihe besteht aus drei Hauptversionen:

    • SU7 Standard — Basismodell mit Fokus auf Reichweite und niedrigeren Einstiegspreis;
    • SU7 Pro — mittlere Variante mit größerer Batterie und besonders hoher Reichweite;
    • SU7 Max — Topversion mit zwei Elektromotoren und maximaler Leistung.

    Xiaomis Preisstrategie unterscheidet sich von vielen klassischen Premiumherstellern. Der Konzern drückt den Preis nicht auf das Niveau einfacher Einstiegsmodelle, versucht aber, mehr Technik und Ausstattung für weniger Geld anzubieten als viele Konkurrenten. Genau diese Kombination macht den SU7 für Käufer interessant, die Tesla, Nio, Zeekr oder andere chinesische Elektroauto-Marken vergleichen.

    Boni für Käufer und günstige Finanzierung

    Im Mai unterstützt Xiaomi die Nachfrage zusätzlich mit Kaufanreizen. Kunden, die zwischen dem 6. und 31. Mai einen SU7 bestellen, erhalten ein Paket mit Preisvorteilen. Für die Versionen Standard und Pro wird der Gesamtwert der Boni auf rund 5.250 Euro beziffert. Beim SU7 Max steigt dieser Vorteil auf etwa 7.620 Euro.

    Zum Paket gehören Ausstattungen, die bei vielen Herstellern den Endpreis deutlich erhöhen. Dazu zählen Sitze mit Zero-Gravity-Funktion, Massagefunktion, zusätzliche Stauraumlösungen und erweiterte Funktionen des Fahrerassistenzsystems Xiaomi HAD.

    Solche Kaufanreize sind für Kunden wichtig, die ein Elektroauto nicht nur nach dem Listenpreis bewerten. Entscheidend ist oft, welche Ausstattung im Preis enthalten ist und wie viel für Komfort-, Sicherheits- und Assistenzsysteme zusätzlich bezahlt werden muss.

    Xiaomi bewirbt zudem eine Finanzierung über fünf Jahre. Die Mindestanzahlung liegt bei 49.900 Yuan, die monatlichen Raten beginnen bei 3.115 Yuan. Damit wird der Einstieg in ein modernes Elektroauto für junge Berufstätige, Familien und Käufer, die von einem Verbrenner umsteigen wollen, realistischer.

    Technik: Leistung, Batterie und Reichweite

    Alle neuen Varianten des Xiaomi SU7 nutzen den Elektromotor V6S Plus. In den Versionen Standard und Pro liegt die Leistung bei 235 kW. Die Topversion Max verfügt über einen Dual-Motor-Antrieb mit einer Gesamtleistung von 508 kW.

    Auch bei der Reichweite gehört der SU7 zu den stärkeren Angeboten seiner Klasse. Die Basisversion erhält eine Batterie mit 73 kWh und kommt laut CLTC-Zyklus auf bis zu 720 Kilometer. Die Pro-Version ist mit einem Akku von 96,3 kWh ausgestattet und erreicht bis zu 902 Kilometer. Im SU7 Max steckt die größte Batterie mit 101,7 kWh, die Reichweite liegt wegen des leistungsstärkeren Dual-Motor-Antriebs jedoch bei bis zu 835 Kilometern.

    Diese Werte machen den SU7 nicht nur zu einem Stadtfahrzeug. Xiaomi richtet das Modell auch an Käufer, die längere Strecken fahren und nicht jede Route um verfügbare Ladestationen herum planen wollen. Gerade auf dem chinesischen Markt wird dieser Punkt immer wichtiger: Käufer erwarten von Elektroautos inzwischen nicht nur einen attraktiven Preis, sondern auch eine alltagstaugliche Langstreckenreichweite.

    Abmessungen und Innenraum: großer Sedan mit digitalem Schwerpunkt

    Der Xiaomi SU7 ist ein großer Sedan. Die Länge beträgt 4.997 Millimeter, der Radstand liegt bei 3.000 Millimetern. Diese Abmessungen sorgen für viel Platz im Innenraum und positionieren das Auto nicht im Kompaktsegment, sondern in der Klasse größerer Familien- und Business-Limousinen.

    Im Innenraum setzt Xiaomi stark auf digitale Lösungen. Der zentrale Touchscreen misst 16,1 Zoll. Vor dem Fahrer befindet sich ein 7,1 Zoll großes Instrumentendisplay. Zusätzlich gibt es ein Head-up-Display, das wichtige Informationen direkt auf die Windschutzscheibe projiziert.

    Für Xiaomi ist das eine logische Fortsetzung der eigenen Produktwelt. Der Konzern überträgt seine aus Smartphones, Tablets und Smart-Home-Geräten bekannte Bedienlogik auf das Auto: große Displays, schnelle Software, vernetzte Dienste und ein starkes Ökosystem. Das unterscheidet Xiaomi von vielen traditionellen Autobauern, die sich langsamer an softwaregetriebene Fahrzeugkonzepte herantasten.

    LiDAR serienmäßig und Fahrerassistenzsystem HAD

    Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Sicherheit und Fahrerassistenz. Beim neuen Xiaomi SU7 gehört LiDAR zur Serienausstattung der gesamten Modellreihe. Der Sensor nutzt Lasertechnologie, um die Umgebung des Fahrzeugs zu erfassen, und arbeitet mit dem System Xiaomi HAD zusammen.

    Für Käufer ist das ein relevantes Detail. Bei vielen Konkurrenten sind vergleichbare Technologien nur in teureren Ausstattungen oder gegen Aufpreis erhältlich. Xiaomi verfolgt hier eine andere Strategie: fortschrittliche Technik soll möglichst breit verfügbar sein und den wahrgenommenen Wert des Fahrzeugs erhöhen.

    Das System unterstützt den Fahrer unter anderem beim Halten der Spur, beim Erkennen von Hindernissen und bei der Einschätzung der Verkehrssituation. Es handelt sich jedoch weiterhin um ein Assistenzsystem. Die Verantwortung bleibt beim Fahrer; von vollständig autonomem Fahren kann keine Rede sein.

    Xiaomi vereinfacht die Ausstattung zur schnelleren Produktion

    Seit dem 6. Mai hat Xiaomi den Konfigurator des SU7 angepasst. Einige Karosseriefarben, darunter Violett und Schwarz, werden für günstigere Versionen nicht mehr angeboten. Auch die Auswahl der Felgen wurde reduziert. 20-Zoll-Räder sind nun nur noch für bestimmte Versionen und Farbkombinationen verfügbar.

    Bei der Max-Version entfiel zudem ein spezielles Tuningpaket, das zuvor erhältlich war. Für Käufer kann das wie eine Einschränkung wirken. Für den Hersteller ist es jedoch ein praktischer Schritt. Weniger Varianten bei Farben, Rädern und Ausstattung erleichtern die Produktionsplanung, die Logistik und die Auslieferung.

    Angesichts von mehr als 80.000 bestätigten Bestellungen wirkt die Vereinfachung der Modellstruktur wie ein Versuch, Lieferzeiten zu verkürzen und die Fertigung zu stabilisieren. Für Xiaomi ist das besonders wichtig, weil die Nachfrage bereits ein Niveau erreicht hat, das viele neue Automarken erst nach Jahren erreichen.

    Xiaomi will nicht in das Segment der Billig-Elektroautos

    Trotz des aggressiven Preises beim SU7 plant Xiaomi nach eigenen Angaben keine extrem günstigen Elektroautos. Modelle unterhalb von 100.000 Yuan sollen nicht auf den Markt kommen. Damit zeigt der Konzern, dass er nicht allein über den niedrigsten Preis konkurrieren will.

    Xiaomi setzt stattdessen auf Technologie, Reichweite, Ausstattung, Software und die Verbindung mit dem eigenen Ökosystem. Der SU7 soll kein einfaches Einstiegsfahrzeug sein, sondern ein Elektroauto, das über Preis-Leistung und digitale Funktionen Käufer aus dem mittleren und gehobenen Marktsegment anspricht.

    Der nächste wichtige Start ist der Xiaomi YU7 GT, der Ende Mai 2026 erwartet wird. Sollte die Nachfrage nach dem neuen Modell ähnlich stark ausfallen wie beim SU7, könnte das Autogeschäft für Xiaomi bereits 2026 zu einem der wichtigsten Wachstumsfelder des Konzerns werden.

    Lesen Sie auch: Volkswagen ID. Polo startet für 25.000 Euro

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    Karl Hartmann

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