Torsten Höllerich, der Sohn des bekannten deutschen Schlagersängers Roy Black, hat beschlossen, nach mehr als 20 Jahren in Kolumbien nach Deutschland zurückzukehren. Sein sechsjähriger Sohn Dominik wird ihn jedoch nicht begleiten und bei seiner Mutter sowie deren Familie bleiben. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf t-online.
Höllerich hatte versucht, sich in der kolumbianischen Musikszene zu etablieren. Zuletzt verlief seine berufliche Entwicklung jedoch wenig erfolgreich. Gleichzeitig scheiterte seine Ehe mit María Fernanda. Das Paar befindet sich derzeit im Scheidungsverfahren.
Nach der familiären und finanziellen Krise entschied sich Torsten für einen Neuanfang in Deutschland. Zugleich räumte er ein, seinem Sohn nach dem Umzug vorerst keine stabilen Lebensbedingungen bieten zu können.
„Im Moment konnte ich ihm in Deutschland nur wenig bieten“, erklärte Höllerich.
Warum Dominik bei seiner Mutter bleibt
Nach Angaben von Torsten soll der sechsjährige Dominik in seinem vertrauten Umfeld bleiben. Dort lebt er mit seiner Mutter, seinen Großeltern, Tanten, Onkeln sowie Cousinen und Cousins.
Höllerich betonte, dass sein Sohn seine Familie in Kolumbien gut kenne, sich dort sicher fühle und nicht aus seinem gewohnten Alltag gerissen werden solle. In Deutschland verfüge Torsten dagegen kaum über nahe Angehörige, eine feste Unterkunft oder eine stabile berufliche Perspektive.
Deshalb hält er einen Umzug seines Sohnes derzeit für problematisch. In Deutschland müsse er praktisch bei null anfangen, eine Arbeit finden und sich zunächst eine neue Existenz aufbauen.
Die Entscheidung, Dominik in Kolumbien zurückzulassen, falle ihm dennoch schwer. Höllerich weiß aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, getrennt von einem Elternteil aufzuwachsen.
Torsten Höllerich wuchs selbst getrennt von seinem Vater auf
Torstens Eltern trennten sich, als er neun Jahre alt war. Nach der Trennung von Roy Black, der mit bürgerlichem Namen Gerhard Höllerich hieß, und Silke Vagts lebte der Junge bei seiner Mutter.
Seinen Vater sah er anschließend überwiegend während der Schulferien. Dennoch berichtete Torsten später von einer glücklichen Kindheit und einer engen Beziehung zu Roy Black.
Der deutsche Sänger starb im Oktober 1991 im Alter von 48 Jahren. Roy Black gehörte zu den bekanntesten Interpreten der deutschen Schlager- und Unterhaltungsmusik.
Höllerich erklärte, dass er trotz der Entfernung zwischen Deutschland und Kolumbien ebenfalls eine enge Beziehung zu seinem eigenen Sohn aufrechterhalten wolle.
Der Vater will seinen Sohn regelmäßig sehen
Torsten kündigte an, regelmäßig nach Kolumbien zu reisen oder Dominik nach Deutschland einzuladen. Die geografische Distanz dürfe ihrer Beziehung nicht im Weg stehen.
„Natürlich werde ich alles dafür tun, regelmäßig nach Kolumbien zu fliegen oder ihn nach Deutschland einzuladen, damit wir weiterhin viel Zeit miteinander verbringen können“, sagte er.
Höllerich möchte den Kontakt außerdem über Videoanrufe und Telefongespräche aufrechterhalten. Sein Sohn solle ihn jederzeit erreichen können.
Nach seinen Worten hat er Dominik fest versprochen, dass sie sich weiterhin regelmäßig besuchen werden. Trotzdem belastet ihn der Gedanke, sein Kind in einem anderen Land zurückzulassen.
Verhältnis zur Ehefrau nach der Trennung
Höllerich berichtete, dass das Verhältnis zu seiner künftigen Ex-Frau weiterhin respektvoll sei. Beide versuchten, Konflikte zu vermeiden und Entscheidungen über Dominiks Erziehung gemeinsam zu treffen.
„Wir begegnen einander mit Respekt und wollen beide nur das Beste für Dominik“, sagte Torsten.
Für ihn sei es wichtig, dass der Junge weiterhin in einer großen Familie aufwachse. In Kolumbien sei Dominik von Menschen umgeben, die er seit seiner frühen Kindheit kenne.
Höllerich ist überzeugt, dass dieses familiäre Umfeld seinem Sohn helfen werde, mit dem Wegzug des Vaters besser umzugehen.
Finanzielle Schwierigkeiten von Roy Blacks Sohn
Nach seiner Rückkehr nach Deutschland muss Torsten auch seine finanzielle Situation neu ordnen. Nach eigenen Angaben ist das Erbe seines Vaters inzwischen aufgebraucht.
In Kolumbien hielt er sich mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser und arbeitete unter anderem als Übersetzer. Außerdem betrieb Höllerich einen YouTube-Kanal über Roy Black und erhielt gelegentlich Einnahmen aus den Liedern seines Vaters.
Diese Einkünfte reichten jedoch häufig nicht einmal aus, um die Miete zu bezahlen. Welche beruflichen Pläne er nach seiner Rückkehr nach Deutschland verfolgt, ließ Torsten offen.
Er erklärte jedoch, dass er seinen Sohn finanziell unterstützen und einen Teil seines Einkommens für Dominik bereitstellen wolle, sobald sich seine wirtschaftliche Lage verbessert habe.
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