Ein gewöhnlicher Familienausflug an die Küste von New Jersey endete mit einem außergewöhnlichen paläontologischen Fund. Der elfjährige Beau Bowers entdeckte gemeinsam mit seinem Vater Mike an einem Strand in Sea Isle City einen großen versteinerten Zahn. Experten bestätigten später, dass er von einem Megalodon stammt – einer der größten räuberischen Haie der Erdgeschichte. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf foxnews.
Zahn steckte zwischen Felsen
Die Familie Bowers aus Pennsylvania verbrachte ihren Urlaub in Wildwood. Wegen des bewölkten Wetters entschied sie sich, einen anderen Küstenabschnitt zu besuchen, und fuhr nach Sea Isle City nahe der Townsend Inlet.
Dort suchten Vater und Sohn in der Nähe eines steinernen Wellenbrechers nach Muscheln. Mike Bowers bemerkte in einem schmalen Spalt zwischen den Felsen einen ungewöhnlichen dunklen Gegenstand. Da er selbst nicht hineingreifen konnte, bat er seinen Sohn, den Fund herauszuholen.
Beau zögerte zunächst, griff dann aber zwischen die Steine und zog einen großen Zahn mit deutlich gezacktem Rand hervor.
Das Fossil war ungefähr so lang wie die Handfläche des Jungen.
Museum bestätigt echten Megalodon-Zahn
Auf der Rückfahrt nach West-Pennsylvania machte die Familie Halt im New Jersey State Museum, um den Fund von Fachleuten untersuchen zu lassen.
Mitarbeiter des paläontologischen Labors begutachteten das Fossil und bestätigten, dass es sich tatsächlich um einen Zahn von Otodus megalodon handelt.
Beau Bowers erklärte später, dass er zunächst kaum glauben konnte, einen Gegenstand gefunden zu haben, der mehrere Millionen Jahre alt ist.
Der Megalodon gehörte zu den größten bekannten Raubhaien der Erdgeschichte. Die Art verschwand vor etwa 3,6 bis 4 Millionen Jahren.
Solche Funde sind in New Jersey äußerst selten
Dana Ehret vom New Jersey State Museum bestätigte die Echtheit des Zahns und erklärte, dass Megalodon-Fossilien in diesem Bundesstaat nur sehr selten gefunden werden.
Der Grund liegt vor allem in den geologischen Bedingungen. In New Jersey gibt es an oder nahe der Oberfläche kaum Sedimentschichten aus der Zeit, in der Megalodons lebten.
Auch der außergewöhnlich gute Erhaltungszustand des Zahns fiel den Experten auf. Viele Fossilien, die an der Küste von New Jersey entdeckt werden, sind durch Wasser, Sand und jahrtausendelange Erosion deutlich stärker abgenutzt.
Nach Angaben Ehrets erinnert der Zustand des Zahns eher an Funde aus North Carolina, wo Megalodon-Zähne wesentlich häufiger vorkommen.
Mike Bowers zufolge waren zuvor nur wenige Megalodon-Zähne an den Stränden von New Jersey dokumentiert worden. Die Familie durfte das Fossil behalten, da es an einem öffentlichen Strand gefunden wurde.
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