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    Startseite»Verschiedenes»Deutscher Milliardär Klaus-Michael Kühne im Alter von 89 Jahren gestorben
    Verschiedenes

    Deutscher Milliardär Klaus-Michael Kühne im Alter von 89 Jahren gestorben

    Milliardär Klaus-Michael Kühne ist mit 89 Jahren gestorben. Er prägte Kühne+Nagel, investierte in Lufthansa und Hapag-Lloyd und förderte Hamburg.
    24 August 2026Lesedauer: 4 MinutenKarl HartmannKarl Hartmann
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    Milliardär Klaus-Michael Kühne ist mit 89 Jahren gestorben. Er prägte Kühne+Nagel, investierte in Lufthansa und Hapag-Lloyd und förderte Hamburg.
    Milliardär Klaus-Michael Kühne ist mit 89 Jahren gestorben. Er prägte Kühne+Nagel, investierte in Lufthansa und Hapag-Lloyd und förderte Hamburg.Milliardär Klaus-Michael Kühne ist mit 89 Jahren gestorben. Er prägte Kühne+Nagel, investierte in Lufthansa und Hapag-Lloyd und förderte Hamburg.
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    Der deutsche Unternehmer und Milliardär Klaus-Michael Kühne ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Der langjährige Logistikunternehmer galt als einer der einflussreichsten Geschäftsleute Deutschlands. Seinen Tod bestätigte am 24. August die Kühne+Nagel-Gruppe, die von seiner Familie gegründet wurde. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf tagesspiegel.

    Nach Angaben des Unternehmens starb Kühne in der Nacht in Schindellegi in der Schweiz. Laut „Manager Magazin“, das sich auf Angaben aus der Familie beruft, war der Unternehmer erst etwa zehn Tage zuvor von Mallorca in sein Schweizer Zuhause zurückgekehrt. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich sein Gesundheitszustand bereits verschlechtert, er befand sich in medizinischer Behandlung.

    Bei Kühne+Nagel würdigte man den Verstorbenen als eine prägende Persönlichkeit der internationalen Logistikbranche. Der Verwaltungsratspräsident erklärte, mit Klaus-Michael Kühne verliere man einen Visionär, großen Unternehmer und außergewöhnlichen Menschen. Konzernchef Stefan Paul sprach der Witwe Christine Kühne und der Familie im Namen des Unternehmens sein tiefes Mitgefühl aus.

    Vom Familienunternehmen zum globalen Logistikkonzern

    Klaus-Michael Kühne wurde im Juni 1937 in Hamburg geboren. 1958 trat er in das Familienunternehmen Kühne+Nagel ein, das unter anderem von seinem Großvater mitgegründet worden war.

    1966 übernahm Kühne die Leitung der Kühne+Nagel Speditions-Aktiengesellschaft. Ab 1975 stand er an der Spitze der Kühne+Nagel International AG. Von 1992 bis 2011 war er Vorsitzender des Verwaltungsrats, später wurde er dessen Ehrenvorsitzender.

    Unter seiner maßgeblichen Beteiligung entwickelte sich das Familienunternehmen zu einem der weltweit führenden Anbieter von Logistikdienstleistungen, insbesondere in der Luft- und Seefracht.

    In den 1970er-Jahren zog Kühne in die Schweiz. Auch der Unternehmenssitz wurde später dorthin verlegt. Als Gründe für diesen Schritt nannte er sowohl steuerliche Vorteile als auch persönliche Motive.

    Heute ist Kühne+Nagel nach eigenen Angaben an mehr als 1.300 Standorten weltweit vertreten und beschäftigt rund 88.000 Menschen.

    Kühne investierte in Lufthansa, Flix und Hapag-Lloyd

    In den 1990er-Jahren gründete der Unternehmer die Kühne Holding, über die er umfangreiche Beteiligungen im Transport- und Logistiksektor aufbaute.

    Zu den Beteiligungen gehören rund 20 Prozent an der Lufthansa sowie eine bedeutende Minderheitsbeteiligung an Flix, dem Betreiber von Fernbus- und Bahnverbindungen.

    Eine besondere Rolle spielte für Kühne auch die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd. Als das traditionsreiche Unternehmen 2008 vor einer möglichen Übernahme und erheblichen finanziellen Problemen stand, beteiligte sich Kühne an einem Konsortium zur Rettung der Reederei.

    Er investierte rund 360 Millionen Euro aus seinem Privatvermögen. Eine seiner zentralen Bedingungen war, dass Hapag-Lloyd in Hamburg bleibt. Später wurde Kühne zum größten Aktionär des Unternehmens.

    Langjähriger Unterstützer des Hamburger SV

    Trotz seines Wohnsitzes in der Schweiz blieb Kühne seiner Heimatstadt Hamburg eng verbunden.

    Er war Aktionär und langjähriger finanzieller Unterstützer des Hamburger SV. Unter anderem stellte er dem Fußballverein Darlehen zur Verfügung, die auch für Spielertransfers genutzt wurden.

    In der Saison 2015/16 erwarb Kühne die Namensrechte am Stadion des HSV und sorgte dafür, dass die Arena wieder ihren traditionellen Namen Volksparkstadion erhielt.

    Nach Bekanntwerden seines Todes erklärte der Verein, man habe einen treuen Aktionär, Förderer und leidenschaftlichen Fan verloren.

    Kühne-Stiftung finanziert neue Oper in Hamburg

    Kühne engagierte sich zudem als Mäzen. Bereits 1976 gründete er die Kühne-Stiftung, die Projekte in den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Bildung unterstützt.

    Zu den größten aktuellen Vorhaben gehört der geplante Neubau einer Oper in der Hamburger HafenCity. Die Stiftung soll einen erheblichen Teil der Baukosten übernehmen. Nach Fertigstellung soll das Gebäude der Stadt Hamburg übergeben werden.

    Nach bisherigen Planungen könnte das Opernhaus bis 2032 fertiggestellt werden.

    Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda würdigte Kühne nach dessen Tod als bedeutenden Förderer der Stadt. Über viele Jahre unterstützte der Unternehmer unter anderem Projekte rund um die Elbphilharmonie, die Oper und die Literatur.

    Kritik wegen der NS-Vergangenheit von Kühne+Nagel

    Neben seinen wirtschaftlichen Erfolgen war die Geschichte des Familienunternehmens während der NS-Zeit immer wieder Gegenstand öffentlicher Kritik.

    Kühne+Nagel arbeitete während des Zweiten Weltkriegs mit dem NS-Regime zusammen und war am Transport von Eigentum beteiligt, das jüdischen Menschen geraubt worden war.

    Klaus-Michael Kühne wurde wiederholt dafür kritisiert, dass das Unternehmen zu seinen Lebzeiten keine vollständig unabhängige Untersuchung dieses Kapitels seiner Geschichte veranlasste.

    Lesen Sie auch: Hayden Panettiere mit 36 Jahren gestorben: Polizei nennt erste Details zu den Umständen

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    Karl Hartmann

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